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Platzsparendes und gezieltes Backup mit Quickpar

Sie möchten einzelne Dateien wiederherstellen können, falls sie zerstört oder ungewollt verändert wurden. Sie wollen aber keine kompletten, aufwendigen Backups anlegen. Außerdem haben Sie keine Lust, viel Zeit zu investieren, um etwa mit Hilfe der Datumsattribute nur Sicherungen der aktuell veränderten Dateien vorzunehmen. PC-WELT zeigt Ihnen, wie Sie mit Hilfe der Freeware Quickpar dieses Problem lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Sie möchten einzelne Dateien wiederherstellen können, falls sie zerstört oder ungewollt verändert wurden. Sie wollen aber keine kompletten, aufwendigen Backups anlegen. Außerdem haben Sie keine Lust, viel Zeit zu investieren, um etwa mit Hilfe der Datumsattribute nur Sicherungen der aktuell veränderten Dateien vorzunehmen.

Lösung:

Hier hilft die Freeware :Quickpar 0.9.1 . Sie sichert Ihre Daten, indem sie davon Paritätsdateien erstellt. In diesen sind nicht noch einmal die kompletten Quelldaten, sondern nur Differenzinformationen gespeichert. So ist die Reparatur defekter Dateien mit relativ wenigen Sicherungsdaten möglich. Das Tool erkennt selbst, welche Dateien verändert wurden, und repariert gezielt nur diese.

Bisher ließen sich Paritätsdateien mit Hilfe des PAR-Algorithmus erstellen. Sie waren immer so groß wie die größte zu sichernde Datei. Gerade bei Dateien sehr unterschiedlicher Größe wurde das PAR-Archiv schnell sehr umfangreich und redundant.

Quickpar 0.8 arbeitet mit dem PAR2-Algorithmus, der einige Schwächen seines Vorgängers beseitigt. Der verbesserte PAR2-Algorithmus bündelt zunächst alle zu sichernden Dateien und zerstückelt diese Datenmenge dann in gleich große Blöcke.

Das Ergebnis ist verblüffend, denn damit sind zum einen weniger Sicherungsdaten nötig, um einzelne Blöcke in veränderten Dateien wiederherzustellen, zum anderen läuft die Reparatur gerade bei kleinen Veränderungen zügiger ab.

Zum Erstellen eines PAR2-Archivs unter Windows starten Sie Quickpar, wählen beim ersten Aufruf die Schaltfläche "Optionen“, aktivieren "mit PAR2 Dateien verknüpfen“ und bestätigen mit "OK“. Nun klicken Sie auf "Dateien hinzufügen“ und wählen die zu sichernden Dateien. Anschließend können Sie mit Hilfe des Reglers "Anzahl der Quellblöcke“ die Anzahl und damit auch die Größe der Blöcke bestimmen. Je mehr Quellblöcke Sie anlegen lassen, desto kleiner werden diese.

Da Paritätsarchive per Definition kein vollständiges Backup der Quelldateien sind, sollten Sie Folgendes wissen: Je kleiner Sie die Blöcke wählen, desto erfolgversprechender ist einerseits die Reparatur bei geringen Schäden an fehlerhaften Dateien. Andererseits sinkt damit die Aussicht auf die vollständige Rekonstruktion gelöschter oder stark beschädigter Dateien. In diesem Fall ist es besser, wenn eine größere zusammenhängende Menge an Informationen vorliegt. Der Regler "Redundanz“ legt in Verbindung mit dem oben genannten Regler fest, wie groß ein PAR2-Archiv wird. Er steuert somit auch, wie viele fehlende Dateien wiederhergestellt beziehungsweise wie viele fehlerhafte Dateien repariert werden können. Ein guter Kompromiss ist hier ein Redundanzwert zwischen 20 und 30 Prozent.

Überprüfen Sie in der Zeile "Anzahl der fehlenden Dateien, die vollständig wiederhergestellt werden können“, wie viele Dateien minimal und maximal rekonstruierbar sind. Dieser Richtwert ergibt sich aus den Reglereinstellungen. Wenn Sie alles eingerichtet haben, starten Sie den Vorgang über "Erstellen“. Um später zu prüfen, ob Dateien verändert wurden, und um sie gegebenenfalls zu reparieren, klicken Sie einfach rechts auf eine Datei Ihres PAR2-Archivs und wählen "Mit Quickpar öffnen“.

:Download: Quickpar 0.9.1

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