15. Palm OS Cobalt
Palms mobile Business-Geräte waren immer Revolutionen, Konkurrent Microsoft konnte nie dagegen anstinken. Softwareseitig war es jedoch genau andersherum: Palm OS war einigermaßen erfolgreich, sein Nachfolger Palm OS Cobalt, im Jahr 2004 veröffentlicht, jedoch ein Witz. Niemand wollte es haben. Mittlerweile wandelt das Unternehmen am Abgrund, will mit einem neuen mobilen Betriebssystem namens "Nova", das auf Linux aufsetzt, demnächst trotzdem noch einen neuen Anlauf wagen. Vielleicht ist es dann aber bereits zu spät: Der aktuelle Palm Treos verkauft sich zwar zufrieden stellend, läuft aber unter Windows Mobile.
14. Netscape 6
Als der Internet Explorer 4 im Jahr 1997 herauskam, war das der Wendepunkt der Browserkriege: Zum ersten Mal überhaupt war Microsofts Produkt besser als der Netscape Communicator - schneller, umfangreicher und kompatibler zu den geltenden Web-Standards. Netscape reagierte nicht umgehend, sondern ruhte sich auf den früheren Erfolgen aus. Microsoft legte mit dem IE5 nach und Netscape startete das Open-Source-Projekt Mozilla, bei dem zunächst nichts außer fehlerhaften Beta-Releases herauskam. Als Netscape 6 dann endlich erschien, war der Kampf bereits zu Gunsten Microsofts entschieden. Der Netscape Communicator lebt dennoch in Mozillas Web-Suite SeaMonkey weiter - diese ist jedoch kaum bekannt und noch seltener im produktiven Einsatz.
13. Suchportale
Gibt es noch etwas anderes als Google? Als sich die Dotcom-Blase noch aufblähte durchaus: AltaVista, Excite, Infoseek, Lycos und viele andere. Heute sind die meisten Suchmaschinen tot - einige leben im Verborgenen, andere wie ask.com versuchen sich vergeblich an der Wiederauferstehung. Das Problem der meisten damaligen Angebote war ihr Konzept, außer der Websuche noch Nachrichten- und Börsendienste, Horoskop, Wetterbericht, Spiele, Werbeinhalte, Freemail und andere Services in einem All-in-One-Portal anzubieten. Wir können alles, aber nichts richtig, mag man meinen. Das einzige Portal, was den folgenden Kahlschlag überlebte, war Yahoo (im deutschsprachigen Raum vielleicht noch Web.de). Google nutzte die Unübersichtlichkeit und ging gestärkt aus der Krise hervor.
12. IPv6
Es steht außer Frage, dass die Adressen nach dem bekannten IPv4-Protokoll nicht mehr ewig vorhalten werden. Im Jahr 2011 könnte es eng werden - allen neuen Top-Level-Domains und Umlautmöglichkeiten zum Trotz. Das IPv6-Protokoll sollte den ursprünglichen Plänen zufolge schon längst auf breiter Front zum Einsatz kommen - Lösungen für Probleme, die noch nicht sichtbar sind, tun sich jedoch erfahrungsgemäß schwer. Network-Address-Translation (NAT)-Technologie dient vielen Admins bisher gut als sofort einsatzbereites Flickzeug für einen Mangel an IP-Adressen, während IPv6 erst mühsam implementiert werden müsste. Notorischer Zeit- und Geldmangel tun ein Übriges.
11. Microsoft Passport
Mehrere Online-Identitäten über einen Service zu verwalten, erscheint von der Idee her sinnvoll. Single Sign-On im Web 2.0 konnte jedoch bisher keinem Unternehmen zu Gewinnen verhelfen. Microsoft Passport ist eines der schlechten Beispiele: Seine Implementierung kam nicht voran, nicht enden wollende Datenschutzdebatten und immer neue Sicherheitslücken verpassten dem Produkt den Todesstoß.
Auf der nächsten Seite: Intel Itanium, Mac-Klone, elektronische Währung, 64-Bit-PC und Carly Fiorina.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 3 von 5
Nächste Seite





24.04.11
Mal abgesehen von der Netscape- Geschichte, die so nicht stimmt, muss ich jetzt was zum 64 Bit Thema loslassen: AMD hat die 64 Bit Technik für den Desktop eingeläutet. Mein erster 64 Bit Prozessor war ein Athlon 64 3000+. Der werkelt immer noch im Zweitrechner unter XP 64 mit 8 GB Ram mit zufriedenstellender Geschwindigkeit, wenn man nicht zocken will.
Wobei wir schon beim Thema sind: Jeder weiß, dass man gar nicht genug Arbeitsspeicher haben kann.
Was soll also die Aussage:
>>Und so richtig verstanden, warum ein Heimanwender einen Rechner braucht, der bis zu 16 Exabyte Arbeitsspeicher verarbeiten kann, hat es noch immer niemand.<<
Ohne 64 Bit würden wir immer noch mit 2 bzw. max. 3 GB (ab Vista) rumeiern.
Antwort schreiben
24.04.11
Nicht aufregen!
Der Artikel ist uralt.
Antwort schreiben
24.04.11
Wie kommst Du darauf?
XP 32 kann genau 4 GB verwalten.
Mein Zweitsystem zeigt 3,25 GB verfügbar von 4 GB installiertem Speicher an.
Antwort schreiben
24.04.11
Alles über 3GB ist halt nicht direkt nutzbar, aber Dank RAM-Disk liegt es nicht brach.
Dagegen ist eine gewöhnliche SSD ein lahmer Gaul
[IMG]http://www.abload.de/img/atto_ramdiskvt6b.png[/IMG]
Antwort schreiben
24.04.11
Wie kommst Du darauf?
Da hat einer zu Ostern gearbeitet!
Wieviel Byte würde denn der Autor vorschlagen? Würde er ein 34-Bit-System kaufen?
Antwort schreiben