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Pixel-Tuning mit Foto-Freeware

24.05.2013 | 12:01 Uhr |

Bei der Bildbearbeitung bereinigen Sie beispielsweise typische Aufnahmefehler oder entfernen unpassende Stellen im Motiv. Das volle Potenzial schöpfen Sie mit der richtigen Freeware aus.

Um Ihre Fotos anzusehen, zu optimieren oder ihnen mit Effekten das gewisse Etwas zu verleihen, brauchen Sie Bildbearbeitungs-Tools, die ideal auf Ihre Anforderungen hin abgestimmt sind. Es gibt Vertreter in jeder Preisklasse. Einen genaueren Blick lohnt auch die neueste Generation der Bildbearbeitungs-Freeware – kostenlose Anwendungen, die viel leisten und keinen Cent kosten. Wir sagen, worauf es ankommt.

Fotos optimieren und umfassend bearbeiten
Das Bildkorrektur-Programm Digifoto vereint unter einer einfach zu nutzenden Bedienerführung alle für die Arbeit mit Fotos benötigten Funktionen. Über die Symbole in den Werkzeugleisten erhalten Sie schnell Zugriff auf die Grundausstattung der Freeware. Sie nutzen beispielsweise die Auswahlmöglichkeiten mit Kreis, Dreieck, Polygon-Lasso und Zauberstab und wenden die Korrekturwerkzeuge und Filter auf die Auswahl an. Möglich sind unter anderem automatische Farbstich- und Kontrast-Retuschen, das Klonen und Einfärben von Objekten sowie das Optimieren rot geblitzter Augen. Mittels Pinsel, Stift, Schwamm, Radiergummi und Wischfinger verfremden Sie Motive auf künstlerische Art. Praktisch: Es ist keine Installation erforderlich; entpacken Sie lediglich die Zip-Datei in ein Verzeichnis, und die Software ist sofort betriebsbereit.

Bilder optimal nachbearbeiten

Photo Filtre integriert neben den üblichen Standardfunktionen gut 100 Filter und Effekte. Sie können neben verbreiteten Bildformaten wie JPEG, PNG und TIFF auch die programmeigenen Formate von Photoshop und Paintshop Pro, PSD und PSP öffnen und bearbeiten. Im Bild-Browser werden Bilder eines ausgewählten Ordners dann als kleine Vorschaugrafiken (Thumbnails) angezeigt. Mit einem Doppelklick darauf übernehmen Sie ein Bild in den Arbeitsbereich, wobei es auch möglich ist, mehrere Bilder parallel zu öffnen und zu bearbeiten. Die Palette an Zeichenwerkzeugen reicht für Fotoarbeiten völlig aus. Außerdem können Sie die Transparenz- und Textfunktion nutzen und mehrere Bilder in einem Schritt in ein bestimmtes Bildformat konvertieren.

Das fehlt Windows: Schnelle Fotoanzeige mit Extras
Die neuesten Bildbetrachter sind sehr schnell, kennen fast jedes Format, bieten eine Menge Extras und kommen auch mit riesigen Fotosammlungen zurecht. Das für Privatnutzer kostenlose Irfanview ist einer der ältesten Bildbetrachter überhaupt: Er verbindet zahlreiche, moderne Funktionen mit einer etwas in die Jahre gekommenen Bedienung. Bild-Browser und Einzelbildanzeige sind strikt getrennt, das ist nicht immer praktisch. Irfanview unterstützt über 70 Grafik- und Filmformate. Was viele Benutzer nicht wissen: Das Programm verfügt darüber hinaus über eine Diashow-Funktion.

Moderner als Irfanview präsentiert sich Pictomio , das Hardware-Beschleunigung für ruckelfreie Bildanimationen und farbenfrohe Ansichten verwendet. Die Standardausstattung des Foto-Tools entspricht dem üblichen Umfang: In einer dem Explorer ähnlichen Ansicht wechseln Sie zu einem Verzeichnis, um sich darin dann alle Bilder als Vorschaugrafiken und in einer Einzelansicht anzeigen zu lassen.

Faststone Image Viewer beherrscht Fotobetrachtung, Bildbearbeitung und Stapelkonvertierung. Vor allem bei der Bedienung, dem Funktionsumfang und der Geschwindigkeit sammelt die Freeware Punkte.
Vergrößern Faststone Image Viewer beherrscht Fotobetrachtung, Bildbearbeitung und Stapelkonvertierung. Vor allem bei der Bedienung, dem Funktionsumfang und der Geschwindigkeit sammelt die Freeware Punkte.

Noch vielseitiger ist der ebenfalls für Privatnutzer kostenlose Faststone Image Viewer . Er beherrscht alle wichtigen Anzeige-, Bearbeitungs- und Organisationsfunktionen. Bis zu vier verschiedene Fotos stellt das Programm für einen Vergleich neben- und untereinander dar. Insbesondere der durchdachte Full-Screen-Modus macht die Software nützlich: Durch das Bewegen des Mauszeigers nach oben, unten rechts oder links erscheinen Funktionsmenüs. Der Bild-Browser versteckt sich etwa in der Vollansicht am oberen Bildrand: Damit scrollen Sie durch die horizontale Bildleiste. Genauso werden im Full-Screen-Modus beim Bewegen des Mauszeigers zum Bildrand hin weitere Werkzeuge eingeblendet. Bilder können Sie direkt im Vollbildmodus nachbearbeiten, durch eine Reihe von Filtereffekten verfremden und mit eigenen Beschreibungen versehen. Sie können zum Beispiel Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung verändern, Fotos ohne Neuberechnung beschneiden und Bilder mit Rahmen und Schatten versehen.

Motive mit Gimp freistellen

Stapelbearbeiter für Fotoaufgaben
In einem Rutsch erledigen Sie mit dem Faststone Photo Resizer gleich mehrere Aufgaben. Dazu zählen beispielsweise das Konvertieren von Quellbildern in die neuen Zielformate BMP, JEPG, GIF und TIFF bei gleichzeitiger Anpassung des Dateinamens. Zusätzlich wenden Sie Aktionen wie Drehen, Spiegeln, Größenänderungen sowie das Einfügen von Text und Wasserzeichen auf die ausgewählten Fotos an. Sie können auch Helligkeit und Kontrast einstellen oder Effekte wie etwa Verwischen beziehungsweise Schärfen zum Einsatz bringen.

Kostenlose Foto-Helfer für Windows

Namexif
Die einfach gestrickte, handliche Anwendung Namexif kann die wenig aussagekräftigen, von der Kamera vergebenen Dateinamen von Fotos automatisch anhand der Exif-Aufnahmedaten anpassen. Normalerweise entscheidet man sich für eine Kombination aus Datum und Uhrzeit, sodass eine chronologische Reihenfolge entsteht, die auch dann erhalten bleibt, wenn Bilder bearbeitet werden.

Picpatch HDR
Picpatch HDR verschmilzt mehrere mit gleicher Position und identischer Brennweite geschossene Fotos durch passgenaue Überlagerung zu einem neuen Motiv. Dadurch kann der Fotograf etwa die jeweils schärfsten oder optimal kontrastierten Bildbereiche erhalten, um so den Eindruck einer optimal belichteten und scharfen Aufnahme zu erzielen.

JPG-Illuminator
Für die Optimierung nicht ganz perfekt belichteter Aufnahmen ist JPG-Illuminator gedacht. Die auf das Wesentliche beschränkte Freeware ermöglicht nachträgliche Belichtungskorrekturen und führt einen Weißabgleich durch. Die für die Gesamtstimmung eines Fotos relevanten Lichter, Mittenbereiche und Schatten lassen sich nach Maßgabe des Nutzers verändern.

Scarab Darkroom
Im Rohformat aufgenommene Bilder entwickelt die Fotolabor-Software Scarab Darkroom nach Maßgabe des Anwenders. Sämtliche Belichtungs-, Farb- und Schärfungsparameter lassen sich durch Schieberegler auf der rechten Fensterseite präzise auswählen. Unterstützt werden Kameramodelle der Hersteller Canon, Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax, Samsung und Sony.

JPEG Lossless Rotator
Unter den Dreh-Tools zum Rotieren von im Hochkantformat aufgenommenen Fotos ist das kontinuierlich weiterentwickelte JPEG Lossless Rotator eines der besten. Dazu trägt vor allem die gelungene Einbindung ins Kontextmenü des Explorers und die damit einhergehende bequeme Handhabung bei: Bilder markieren, rechts klicken und das Tool aufrufen – fertig!


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