Windows-Befehle

Ping: Testet die Internet-Verbindung

Freitag den 21.11.2014 um 09:41 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Neben dem bekannten TCP/IP-Protokollpaar basiert die Internetkommunikation auf einer Reihe weiterer Protokolle, unter anderem auf ICMP, dem Internet Control Message Protocol. ICMP wird für die Übertragung von kurzen Nachrichten verwendet, in erster Linie handelt es sich dabei um Status- und Fehlerinformationen. Der wichtigste Befehl des Internet Control Message Protocol ist ping.

Ping (Paket Internet Groper) ist der Klassiker unter den Netzwerkbefehlen und erste Wahl, wenn Sie schnell testen wollen, ob Ihr Rechner oder Netzwerk ins Internet kommt beziehungsweise eine Website erreichbar ist. Geben Sie dazu "ping IP-Adresse" oder "ping ww.name-der-gewünschten-website.de" ein. Also beispielsweise ping www.pcwelt.de. Diese Anfrage nennt man Echo Request. Der angepingte Host antwortet, wenn er erreichbar ist, mit einem Echo Reply. Wenn die Verbindung einwandfrei funktioniert, sollten Sie eine Ausgabe bekommen, die anzeigt, ob von der angepingten Website Datenpakete als Antwort erhalten wurden.

Zur angepingten Website wird die IP-Adresse angegeben (diese ist maßgeblich für die Internetkommunikation, die DNS-Namen dienen ja nur als Erleichterung für die Benutzer), sowie die Zeit, die die 32 Bytes großen Datenpakete benötigen – die so genannte Antwortzeit. Die Ping-Statistik sollte keine verlorenen Datenpakate aufweisen. Sind die Antwortzeiten okay und gehen keine Pakete verloren, dann passt alles. Funktioniert ping dagegen nicht und kommt eine Zeitüberschreitung, dann stimmt etwas mit ihrer Internetverbindung nicht oder die angepingte Website ist nicht verfügbar.

Sie können mit ping auch Ihren lokalen Host prüfen indem Sie die Loopback-Adresse anpingen: ping localhost oder ping 127.0.0.1. Kommt daraufhin die korrekte Antwort, ist IP auf dem Host einwandfrei installiert, was eine Voraussetzung für eine funktionierende Internetverbindung ist. Das Testen des Loopback garantiert aber noch nicht, dass Sie auch ins Internet können, weil durch den Ping auf localhost beispielsweise keine Aussage über Ihr Gateway getroffen wird. Pingen Sie dafür die IP-Adresse Ihres Gateways an. Ist dieses erreichbar, funktioniert zumindest die Verbindung innerhalb Ihres Netzwerks bis zum Gateway.

Ping sendet standardmäßig vier ICMP-Echopakete und zeigt die Zeitspanne, die bis zur Antwort vergehen. Kommt die Antwort nicht innerhalb einer Sekunde, liefert ping einen Time out für das Paket. Wenn Sie ping mit dem Parameter -t eingeben, erfolgt ein Dauerping, den Sie mit CTRL+C abbrechen: ping www.pcwelt.de -t. Die Zeit bis zum Timeout lässt sich mit dem Parameter -w erhöhen. Zu Ping gibt es viele weitere interessante Optionen, zwei stellen wir hier vor: -a löst IP-Adressen zu Hostnamen auf. -n legt die Anzahl der ICMP-Pakete fest (default sind 4).

Freitag den 21.11.2014 um 09:41 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (10)
  • jomal 18:30 | 21.11.2014

    Mal ein Lob...

    Scheinbar habt Ihr den Artikel überarbeitet.
    Und nun finde ich, kann man etwas damit anfangen.
    Eure erste Seite hat mich schon Böses ahnen lassen, so mit CLS und Edit,
    aber beim Blättern mal mehr Informationen.

    Bin erfreut.

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  • mike_kilo 03:38 | 20.03.2014

    shutdown /f killt die session und bringt dich auf den anmeldescreen bzw wirft dich vom terminal server
    shutdown /f /t 0 /r startet deinen rechner neu
    shutdown /f /t 0 /s fährt deinen rechner runter
    warum? wenn die Funktion doch per Buttonklick ausführbar ist. Macht imo nur innerhalb einer Batch einen Sinn.
    systeminfo macht seinem namen alle ehre

    msinfo32 ist imo umfangreicher

    %COMSPEC% /c netsh wlan show all > "%USERPROFILE%\DESKTOP\wlan.txt" zeigt über ipconfig /all hinaus sehr ausfürliche Infos an, wenn man WLAN-Probleme hat. (nur ab Vista; direkt in der "Ausführen"-Konsole)

    cmd /k sollte auch auch nicht vergessen werden, wenn man den eigentlichen Befehl danach anhängt.(direkt in der "Ausführen"-Konsole ausführbar)

    powercfg /batteryreport wer ausführliche Akkuinfos (Vergangenheit/aktuell/zukünftige Prognose) zu seinem Laptop haben will

    Shrpubw der Assistent, wenn es nicht hinhaut, Ordnerfreigaben im Netzwerk zu händeln

    slui 4 wenn man in Verlegenheit kommt, sein Windows telefonisch aktivieren zu müssen

    control.exe /name Microsoft.Recovery falls jemand keine Klickorgie zum Pfad Systemsteuerung\Alle Systemsteuerungselemente\Wiederherstellung machen will, um ein SYS-Restore (rstrui.exe) mit Optionen durchzuführen
    p.s.
    Manche CMD-Befehle erfordern Admin-Rechte und ab WinXP ist über die CMD hinaus die PowerShell mit weit mächtigeren Funktionen zuständig.

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  • chipchap 23:01 | 19.03.2014

    Unsinn bleibt unsinn ...

    Die cmd.console von Windows NT und dessen Nachfolgern entspricht nur in geringem Umfang den 16bit-DOS-Befehlen (16 - 32 bit, Komandoparametern, ... .)
    Das Nichtwissen potenziert sich mit der Anzahl der Jünger.

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  • GottZ 22:47 | 19.03.2014

    Zitat: jomal
    Schön, Deine Liste,
    besonders, da Du ja Linux-Freak bist.
    man vergisst diese befehle einfach nicht. auch nicht wenn man kaum noch was mit der windows cmd anstellt. (zsh ist einfach mal um welten cooler)
    prinzipiell benutze ich windows nur noch zum zocken und auf terminal servern auf der arbeit.
    Zitat: jomal
    Allerdings, ein paar Feinheiten:
    edit, also den zu benutzen ist ja gruselig, kann ich ja gleich mit copy con test.txt arbeiten. (beenden von copy con mit bzw. -
    naja es geht. ich hab mit dem ding damals auf msdos angefangen batch zu lernen. damals gabs auch noch viele weitere befehle wie beispielsweise choice mit dem man vernünftige eingaben für menü's machen konnte. edit ist ein reiner konsolen editor. alternativ kann man natürlich auch vim installieren xD
    Zitat: jomal
    systeminfo, nu ja, aber außer, dass die Hotfixes angezeigt werden, doch eher mager, da nehme ich lieber das Programm SIW.EXE
    ist meines wissens nach aber der einzige weg um an die uptime zu kommen. uptime.exe btw .com ist nicht out of the box bei windows dabei.

    Zitat: jomal
    Help, der wichtigste Befehl überhaupt.
    Denn, da die DOSianer aussterben und überhaupt: die Syntax der Befehle ist manchmal komisch....
    da stimme ich dir recht. mich nervt vorallem dass es befehle gibt die - als options trigger nutzen und welche die / nutzen. andere wollen garkein zeichen vor den optionen.. hoch lebe gnu!

    Zitat: jomal
    Ach ja, Konsole beenden: mit exit. Jedenfalls, wenn man es korrekt machen will.
    oder einfach win eingeben ;D

    PS: ich nutz Arch Linux. vllt interessierts ja wen

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  • jomal 09:17 | 19.03.2014

    Schön, Deine Liste,
    besonders, da Du ja Linux-Freak bist.

    Allerdings, ein paar Feinheiten:
    edit, also den zu benutzen ist ja gruselig, kann ich ja gleich mit copy con test.txt arbeiten. (beenden von copy con mit bzw. -

    systeminfo, nu ja, aber außer, dass die Hotfixes angezeigt werden, doch eher mager, da nehme ich lieber das Programm SIW.EXE

    Help, der wichtigste Befehl überhaupt.
    Denn, da die DOSianer aussterben und überhaupt: die Syntax der Befehle ist manchmal komisch....

    Ach ja, Konsole beenden: mit exit. Jedenfalls, wenn man es korrekt machen will.

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