15.03.2014, 07:34

Thorsten Eggeling

Netzwerkprobleme lösen

Erreichbarkeit eines anderen PCs testen

Schritt 5: Erreichbarkeit eines anderen PCs testen

Der DSL-Router und Windows sind richtig konfiguriert, Netzwerk- oder WLAN-Adapter sind einsatzbereit. Aber trotzdem können Sie nicht auf die Freigabe eines anderen PCs in Ihrem Netzwerk zugreifen. In diesem Fall prüfen Sie zuerst bei beiden PCs, ob der DSL-Router diesen die richtige IP-Adresse zugewiesen hat. Dazu verwenden Sie das Kommandozeilen-Programm „Ipconfig“ (Achtung: Linux-Anwender müssen statt ipconfig den Befehl ifconfig eingeben). Drücken Sie die Windows-Taste und dazu die Taste R. Geben Sie „cmd“ ein und klicken Sie auf „OK“. Auf der Kommandozeile geben Sie
ipconfig /all
ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Sie sehen dann eine ausführliche Liste der Netzwerkadapter und der zugehörigen Verbindungsparameter. Hinter „IPv4-Adresse“ muss eine IP-Nummer aus dem im DSL-Router festgelegten Bereich stehen. Hinter „Standardgateway“, „DHCP-Server“ und „DNS-Server“ steht jeweils die IP-Adresse Ihres DSL-Routers.
Wenn der Router beispielsweise die Adresse 192.168.178.1 besitzt, kann der PC die Adresse 192.168.178.2 besitzen. Die ersten drei Ziffernblöcke sind identisch, die letzte Zahl ist die eindeutige Nummer für den PC. Sie darf im Netzwerk nur einmal vergeben sein. Der andere PC kann in diesem Fall beispielsweise die IP-Nummer 192.168.178.2 haben. Steht bei einem der PCs eine IP-Adresse aus einem anderen Bereich, etwa 169.254.223.230, dann hat dieser vom DHCP-Server des DSL-Routers keine IP-Adresse erhalten. Eine Verbindung zwischen den beiden PCs ist so nicht möglich. Kontrollieren Sie in diesem Fall die Verbindung zum Router und die Funktion der Netzwerkkarte, wie in den Schritten 1 bis 4 beschrieben.
Beide PCs besitzen die richtige IP-Nummer? Dann testen Sie auf der Kommandozeile, ob der andere PC tatsächlich erreichbar ist. Geben Sie auf der Kommandozeile
ping 192.168.178.2
ein und bestätigen Sie mit der Enter-Taste. Der Ping-Befehl sendet ein ICMP-Echo-Request-Paket (Internet Control Message Protocol) an die angegebene Adresse. Der angepingte Rechner oder Router antwortet mit ICMP „Echo-Reply“ (pong). Wenn die Verbindung funktioniert, erhalten Sie als Ergebnis
Ping wird ausgeführt für 192.168.178.2 mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 192.168.178.2: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Sollte die Verbindung fehlschlagen, sehen Sie
Ping wird ausgeführt für 192.168.178.2 mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 192.168.178.2: Zielhost nicht erreichbar.
oder Ping meldet „Zeitüberschreitung der Anforderung“. In diesem Fall probieren Sie mit dem Ping-Befehl auf beiden Rechner aus, ob der DSL-Router erreichbar ist. Das sollte eigentlich möglich sein, denn die PCs haben ja eine IP-Nummer von diesem erhalten.
Daher kommt nur noch ein Verursacher dafür infrage, dass die Ping-Anfrage „Zielhost nicht erreichbar“ meldet. Auf dem PC muss eine Software installiert sein, die die Anfrage verhindert. Einige Sicherheits-Programme und Personal Firewalls lassen sich so konfigurieren, dass Ping keine Rückmeldung gibt. Deaktivieren oder deinstallieren Sie alle Programme, die dafür infrage kommen.
Der Ping Befehl war erfolgreich? Die Netzwerk-Verbindung zwischen beiden Rechnern funktioniert, wenn Ping eine Antwort von einem anderen PC erhält. Der Zugriff auf eine Freigabe ist aber dennoch nicht möglich oder Sie sehen den anderen Computer nicht in der Netzwerkumgebung? Probieren Sie den direkten Zugriff über den Windows Explorer aus. Dazu geben Sie in die Adresszeile
\[IP-Nummer]
ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Für [IP-Nummer] tragen Sie die mit Ipconfig ermittelte IP-Nummer des jeweils anderen PCs ein. Wenn die Verbindung klappt, dann liegt ein Problem mit der Namensauflösung vor. Manchmal dauert es einige Zeit, bis der DSL-Router den Computernamen die richtige IP-Adresse zuordnet und auch alle PCs im Netz diese Information erhalten. Nach einiger Zeit sollten aber alle PCs in der Netzwerkumgebung auftauchen.
Wenn kein Zugriff auf die Freigabe möglich ist, prüfen Sie, ob die Netzwerkfreigabe tatsächlich richtig konfiguriert wurde. Beachten Sie außerdem, dass eine Freigabe über eine Heimnetzgruppe nur unter Windows 7 und zwischen Windows 7-PCs funktioniert. Verwenden Sie daher die „klassische“ Freigabe, die eine Verbindung unabhängig vom Betriebssystem ermöglicht.
Wie das geht, lesen Sie im Artikel Zuverlässige Ordnerfreigaben einrichten.
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