Netzwerkprobleme lösen
Erreichbarkeit eines anderen PCs testen
Schritt 5: Erreichbarkeit eines anderen PCs testen
Der DSL-Router und Windows sind richtig konfiguriert, Netzwerk- oder WLAN-Adapter sind einsatzbereit. Aber trotzdem können Sie nicht auf die Freigabe eines anderen PCs in Ihrem Netzwerk zugreifen. In diesem Fall prüfen Sie zuerst bei beiden PCs, ob der DSL-Router diesen die richtige IP-Adresse zugewiesen hat. Dazu verwenden Sie das Kommandozeilen-Programm „Ipconfig“ (Achtung: Linux-Anwender müssen statt ipconfig den Befehl ifconfig eingeben). Drücken Sie die Windows-Taste und dazu die Taste R. Geben Sie „cmd“ ein und klicken Sie auf „OK“. Auf der Kommandozeile geben Sie
ipconfig /all
ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Sie sehen dann eine ausführliche Liste der Netzwerkadapter und der zugehörigen Verbindungsparameter. Hinter „IPv4-Adresse“ muss eine IP-Nummer aus dem im DSL-Router festgelegten Bereich stehen. Hinter „Standardgateway“, „DHCP-Server“ und „DNS-Server“ steht jeweils die IP-Adresse Ihres DSL-Routers.
Wenn der Router beispielsweise die Adresse 192.168.178.1 besitzt, kann der PC die Adresse 192.168.178.2 besitzen. Die ersten drei Ziffernblöcke sind identisch, die letzte Zahl ist die eindeutige Nummer für den PC. Sie darf im Netzwerk nur einmal vergeben sein. Der andere PC kann in diesem Fall beispielsweise die IP-Nummer 192.168.178.2 haben. Steht bei einem der PCs eine IP-Adresse aus einem anderen Bereich, etwa 169.254.223.230, dann hat dieser vom DHCP-Server des DSL-Routers keine IP-Adresse erhalten. Eine Verbindung zwischen den beiden PCs ist so nicht möglich. Kontrollieren Sie in diesem Fall die Verbindung zum Router und die Funktion der Netzwerkkarte, wie in den Schritten 1 bis 4 beschrieben.
Beide PCs besitzen die richtige IP-Nummer? Dann testen Sie auf der Kommandozeile, ob der andere PC tatsächlich erreichbar ist. Geben Sie auf der Kommandozeile
ping 192.168.178.2
ein und bestätigen Sie mit der Enter-Taste. Der Ping-Befehl sendet ein ICMP-Echo-Request-Paket (Internet Control Message Protocol) an die angegebene Adresse. Der angepingte Rechner oder Router antwortet mit ICMP „Echo-Reply“ (pong). Wenn die Verbindung funktioniert, erhalten Sie als Ergebnis
Ping wird ausgeführt für 192.168.178.2 mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 192.168.178.2: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Antwort von 192.168.178.2: Bytes=32 Zeit<1ms TTL=128
Sollte die Verbindung fehlschlagen, sehen Sie
Ping wird ausgeführt für 192.168.178.2 mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 192.168.178.2: Zielhost nicht erreichbar.
Antwort von 192.168.178.2: Zielhost nicht erreichbar.
oder Ping meldet „Zeitüberschreitung der Anforderung“. In diesem Fall probieren Sie mit dem Ping-Befehl auf beiden Rechner aus, ob der DSL-Router erreichbar ist. Das sollte eigentlich möglich sein, denn die PCs haben ja eine IP-Nummer von diesem erhalten.
Daher kommt nur noch ein Verursacher dafür infrage, dass die Ping-Anfrage „Zielhost nicht erreichbar“ meldet. Auf dem PC muss eine Software installiert sein, die die Anfrage verhindert. Einige Sicherheits-Programme und Personal Firewalls lassen sich so konfigurieren, dass Ping keine Rückmeldung gibt. Deaktivieren oder deinstallieren Sie alle Programme, die dafür infrage kommen.
IP-Adresse im internen Netzwerk ermitteln
Der Ping Befehl war erfolgreich? Die Netzwerk-Verbindung zwischen beiden Rechnern funktioniert, wenn Ping eine Antwort von einem anderen PC erhält. Der Zugriff auf eine Freigabe ist aber dennoch nicht möglich oder Sie sehen den anderen Computer nicht in der Netzwerkumgebung? Probieren Sie den direkten Zugriff über den Windows Explorer aus. Dazu geben Sie in die Adresszeile
\[IP-Nummer]
ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Für [IP-Nummer] tragen Sie die mit Ipconfig ermittelte IP-Nummer des jeweils anderen PCs ein. Wenn die Verbindung klappt, dann liegt ein Problem mit der Namensauflösung vor. Manchmal dauert es einige Zeit, bis der DSL-Router den Computernamen die richtige IP-Adresse zuordnet und auch alle PCs im Netz diese Information erhalten. Nach einiger Zeit sollten aber alle PCs in der Netzwerkumgebung auftauchen.
Wenn kein Zugriff auf die Freigabe möglich ist, prüfen Sie, ob die Netzwerkfreigabe tatsächlich richtig konfiguriert wurde. Beachten Sie außerdem, dass eine Freigabe über eine Heimnetzgruppe nur unter Windows 7 und zwischen Windows 7-PCs funktioniert. Verwenden Sie daher die „klassische“ Freigabe, die eine Verbindung unabhängig vom Betriebssystem ermöglicht.
Wie das geht, lesen Sie im Artikel Zuverlässige Ordnerfreigaben einrichten.
Wie das geht, lesen Sie im Artikel Zuverlässige Ordnerfreigaben einrichten.
Die besten WLAN-Tools
InSSIDer
Die Freeware inSSIDer ist ein Netzwerktool, das alle WLAN-Netze der Umgebung aufspürt und analysiert. So liefert der englischsprachige inSSIDer unter anderem Informationen über Signalstärke, genauen Standort des Routers und Sicherheitseinstellungen. So kann der InSSIDer gut zur Fehlersuche in WLAN-Verbindungen dienen.
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Xirrus Wi-Fi Monitor
Das Tool zeigt die Signalstärke, die SSID des verbundenen WLAN-Netzes und Ihre aktuelle IP-Adresse an.
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Hotspot Shield
Das Sicherheitsprogramm verbindet Sie über ein Virtual-Private-Network mit dem jeweiligen Hotspot. Dadurch wird die Übertragung der Daten sicher verschlüsselt, sodass dieser undurchdringliche Schild den Zugriff auf Ihre Drahtlos-Verbindung, und so auch auf Ihre Daten, verhindert. Zusätzlich wird durch die Verschlüsselung auch noch Ihre Anonymität im Internet gewährleistet.
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WeFi
WeFi zeigt alle verfügbaren WLAN-Verbindungen an, auf die Sie zugreifen können. Zudem präsentiert Ihnen das Tool weitere Informationen, ob der Drahtlos-Zugang verschlüsselt oder offen ist, oder wie die Signalstärke ist.
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PC-WELT Fix-it Tools
Diese Tool-Sammlung bietet für fast jedes Windows-Problem eine Lösung mit einem Klick. Auch, wenn das WLAN streikt: Das Fix-it PC-WELT-FixZeroConfigWlan sorgt für eine dauerhafte WLAN-Konfiguration, wenn das WLAN nach einem Windows-Neustart nicht mehr funktioniert.
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Wireless Netview
WirelessNetView hilft Ihnen bei der Suche nach aktiven WLAN-Netzwerken. Dabei muss das Gratis-Tool nicht einmal installiert werden und arbeitet extrem ressourcensparend.
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WiFi Sistr
Sie wollen die Signalstärke Ihrer WLAN-Verbindung auslesen? Mit Hilfe des kostenlosen Tools WiFi SiStr ist dies kein Problem. Die Software zeigt Ihnen die gewünschten Informationen in Echtzeit auf dem Desktop.
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Telekom-Netzmanager
Der kostenlose Netzmanager der Telekom ist ein Assistent zur Nutzung und Optimierung des Internet- und Heimnetzwerkes. Nutzer der Telekom ist es mit dem Netzmanager außerdem möglich, Speedport-Router zu verwalten sowie einen WLAN-HotSpot der Telekom zu nutzen.
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Prey
Mit dem kostenlosen Sicherheitstool Prey erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, Ihren Laptop im Falle eines Diebstahls wieder zu finden. Prey sucht bei nicht vorhandener Internetverbindung nach öffentlichen WLAN-Netzen in der Nähe um damit eigenständig eine Verbindung zum Web herzustellen und den rechtmäßigen Eigentümer des Geräts auf dem Laufenden zu halten.
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