Physikalischen Arbeitsspeicher freimachen

Anforderung
Zeitaufwand
Problem: Windows läuft besonders langsam, wenn sehr wenig oder kein physikalischer Arbeitsspeicher frei ist. Auch das Öffnen von Programmen und Dateien verzögert sich bei knapper RAM-Ausstattung erheblich.

Lösung: Arbeitsspeicher-Tools wie die Freeware Freemem lösen das Problem, indem sie kurzzeitig sehr viel RAM belegen (auf Heft-CD, Download unter http://www.meikel.com/freemem/fmemstd.htm, Datei FREEMEM.ZIP, 236 KB). Windows lagert daraufhin andere Arbeitsspeicher-Bereiche in die Swap-Datei aus. Anschließend geben diese Tools den von ihnen belegten Speicher sofort wieder frei. Die Folge: Mehrere MB physikalischer Arbeitsspeicher stehen für Anwendungen und Daten zur Verfügung - Programme starten deutlich schneller.Wir haben diesen Trick auf sein pures Prinzip reduziert und erzielen denselben Effekt mit folgendem zweizeiligen (!) VB-Script-Makro SPEICHER.VBS:Mystring = Space(16000000) 'Auffüllen von Mystring mit Leerzeichen.Wscript.Echo "Fertig" 'Abschlußmeldung, kann entfallenDamit das Makro läuft, müssen Sie es lediglich auf Ihre Festplatte kopieren und mit einem Doppelklick starten. Voraussetzung für VBS-Makros: Auf dem Rechner läuft entweder Windows 98 oder Windows 95 beziehungsweise NT 4.0 plus installiertem Windows Scripting Host (Download unter http://msdn.microsoft.com/scripting/default.htm?/scripting/windowshost/download/default.htm, Datei WSH.EXE, 567 KB). Wenn Sie das Makro selbst eintippen, benötigen Sie einen Ascii-Editor, beispielsweise Edit oder Notepad. Geben Sie dem Makro beim Speichern die Extension VBS.So funktioniert es: In der ersten Zeile speichert es 16.000.000 Leerzeichen in die Variable Mystring. In der zweiten Zeile gibt es eine "Fertig!"-Dialogbox aus. Das Makro endet hier, und der durch die Variable "Mystring" belegte Arbeitsspeicher wird wieder freigegeben.Der Effekt des Makros ist verblüffend, besonders wenn der freie physikalische Arbeitsspeicher vorher gegen Null tendierte. In unserem Test startete beispielsweise Word danach doppelt so schnell. Zusätzlich meldete Windows mehrere MB freien physikalischen Arbeitsspeicher. Achtung: Wenn genug physikalischer Arbeitsspeicher frei ist, bringt das Makro nichts. Sie werden in diesem Fall keine Beschleunigung von Windows oder beim Start von Programmen bemerken.Ein Tip für Excel- oder Winword-Profis: Das Script läuft in fast unveränderter Form auch als Word- oder Excel-Makro. Sie müssen dazu nur die zweite Zeile durchMsgBox "Fertig!"ersetzen. Wenn Sie das Makro mit einer Schaltfläche in der Symbolleiste verknüpfen, können Sie künftig den Arbeitsspeicher direkt aus Ihrer Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation freiräumen.

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