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Infotainment: Das Tablet als Bordcomputer im Auto

31.10.2016 | 14:51 Uhr |

Ein ausgewachsenes Infotainment-System für Neuwagen kostet oft 3000 bis 5000 Euro Aufpreis. Das Gleiche gibt es für einen Bruchteil dieses Geldes. Wir erklären, wie Sie ein gewöhnliches Android-Tablet ins Auto integrieren.

Wer sich ein neues Auto bestellt, hat mittlerweile immerhin die Möglichkeit, den Wagen mit IT und Infotainment auszustatten. Allerdings muss man dafür in der Regel tief in die Tasche greifen – die Kfz-Hersteller lassen sich die Kundenwünsche teuer bezahlen. Preisgünstiger sind die neuen Systeme von Apple und Google, also Carplay und Android Auto. Hier schließt man sein (vorhandenes) Smartphone per USB-Kabel an das Autoradio an, das lediglich als Bedieneinheit agiert. Die Apps selbst laufen weiter auf dem Telefon – das spart die zusätzliche Ausgabe für doppelte Hardware.

In der Praxis offenbaren beide Systeme jedoch bislang noch deutliche Schwächen. Einerseits ist die Anzahl der zertifizierten und damit nutzbaren Apps stark beschränkt, und andererseits zeigt sich das Google-System teils noch hakelig. Darüber hinaus beschränken sich Carplay und Android Auto de facto auf Neuwagen, denn für die Nachrüstung braucht man ein ganz spezielles Autoradio, das den Standard unterstützt.

Siehe auch: Android im Auto - Funktionen, Apps & Anbieter

Günstiger und besser: Ein ganz normaler Tablet-PC kann alles

Auf unserem selbst eingebauten Android-Tablet funktioniert hingegen tatsächlich jede App, es lässt sich überdies nachträglich in das Auto integrieren und der Kostenaufwand bleibt mit 250 bis maximal 450 Euro überschaubar. Dafür bekommen Sie wirklich alles: Touchbedienung, Navigation mit Echtzeitverkehrsinformationen, Internetzugang, Musikstreaming und auch alle anderen Apps für Benzinpreise, Parkplätze, Blitzer und so weiter. Im genannten Betrag sind sogar schon Digitalradio DAB+, Rückfahrkamera, Reifendruckkontrolle sowie ein Bordcomputer enthalten, der die vom Hersteller angezeigten Infos geradezu alt aussehen lässt.

Navigationshinweise mal ganz komfortabel: Selbst ein Head-up-Display zum Nachrüsten für rund 70 Euro lässt sich über das Tablet ansteuern.
Vergrößern Navigationshinweise mal ganz komfortabel: Selbst ein Head-up-Display zum Nachrüsten für rund 70 Euro lässt sich über das Tablet ansteuern.
© Garmin

Ganz simpel befestigen Sie das Tablet mittels Saugnapfhalterung an der Windschutzscheibe, nur ist die Bedienung dann weniger praktisch. Gleichfalls einfach gestaltet sich die Montage meistens auch, wenn Sie das Gerät – wie heutzutage bei vielen Navis üblich – oben mittig auf dem Armaturenbrett platzieren. Des Weiteren brauchen Sie nur einen Stromanschluss, einige Apps und Kabel beziehungsweise Adapter anzustecken. Das Projekt mit Einbau, Anschlüssen und Konfiguration ist in weniger als einem halben Tag erledigt, selbst wenn Sie das Tablet wie von uns beschrieben individuell befestigen.

Mit einer solchen Rückfahrkamera (oben: ein Modell für die Befestigung am Nummernschild) wird das Einparken auch durch die Hilfslinien deutlich komfortabler.
Vergrößern Mit einer solchen Rückfahrkamera (oben: ein Modell für die Befestigung am Nummernschild) wird das Einparken auch durch die Hilfslinien deutlich komfortabler.

In Anbetracht des unübersichtlichen TabletMarktes stellt sich die Frage: Welches ist das Richtige? Im Prinzip passt zwischen sieben und zehn Zoll Bildschirmdiagonale alles, wir haben uns für das Lifetab P8911 von Medion entschieden, da das Gerät mit 8,9 Zoll relativ kompakt ist. Es lässt sich auch mit dem mitgelieferten und sicher befestigten Tischaufsteller in einer Mulde auf dem Armaturenbrett aufstellen, vor einem 2-DIN-Schacht fürs Autoradio platzieren oder eben individuell fixieren. Außerdem verfügt das Lifetab trotz des günstigen Preises von circa 180 Euro über ein Full-HD-Display (1920 x 1200 Pixel) sowie 32?GB internen Speicher. Darüber hinaus unterstützt es USB-Host (OTG) – das ist für dieses Projekt ganz wichtig. Wir haben das Tablet übrigens bei Ebay von Medion selbst als Neugerät für 120 Euro ersteigert.

Einkaufsliste: Das benötigen Sie

Die Einkaufsliste zeigt, was Sie für den Einbau des Tablets brauchen. Digitales Radio im Auto ist überaus empfehlenswert, ob Sie einen Bordcomputer, eine Rückfahrkamera oder das Reifendruckkontrollsystem benötigen, müssen Sie selbst entscheiden – möglich ist es. Je nach Fahrzeug entfällt der Verstärkerkauf, die Gesamtausgaben liegen somit zwischen 250 und 450 Euro (alles „Zirka“-Preise).

Artikel

Preis

Tablet PC (Medion)

180 Euro

Radio-App (DAB+/FM)

13 Euro

DVB-T-Stick

12 Euro

DAB-Scheibenantenne

25 Euro

Rückfahrkamera

80 Euro

Reifendruckkontrolle

30 Euro

ODB-Adapter und Bordcomputer-App

15 Euro

Kleinmaterial

50 Euro

Evtl. Audioverstärker

30 Euro

Summe (ca.)

250 - 450 Euro

Die Vorbereitungen: Maß nehmen und sämtliche Teile bestellen

Bevor Sie sich jetzt ein beziehungsweise das Tablet bestellen, schneiden Sie bitte zunächst aus einem Pappkarton ein passendes Stück mit den Gehäuseabmessungen aus, beim Medion-Gerät sind es 240 x 156 Millimeter. Damit können Sie ausprobieren, ob und wo Sie das Tablet in Ihrem Auto am besten platzieren.

Als Nächstes geht es konkret an den Einbau, hierzu finden Sie unten eine detaillierte Einkaufsliste sämtlicher benötigter Teile. Für die Stromversorgung brauchen Sie einen 12-Volt-USB-Adapter (etwa den Logilink PA0044 für 8 Euro), eine 12-Volt-Steckdose (oder zwei) für die Stromversorgung (je rund 5 Euro), ein Micro-USB-OTG-Y-Kabel mit „großem“ und Micro-USB-Stecker sowie großer USB-Buchse (beispielsweise diesen für 5 Euro ), dazu eventuell einen USB-Hub mit mehreren Ports (etwa diesen , für 3 Euro). Digitales Radio holen Sie sich per DVB-T-USB-Dongle ins Auto, der auf dem RTL2832U-Chip basiert (Suche bei Ebay, rund 12 Euro). Ferner brauchen Sie die Android-Radio-App Wavesink Plus (13 Euro, Trial-Version gratis), eine DAB-Scheibenantenne (etwa die Pioneer DAB AN1, 25 Euro) und einen SMB-oder MCX-Koax-Adapter (3 Euro bei Ebay).

Die Frequenzen von Digitalradio (DAB) und DVB-T sind identisch. Deshalb genügt im Auto ein einfacher DVB-T-Stick, in den der RTL2832U-Chip integriert ist.
Vergrößern Die Frequenzen von Digitalradio (DAB) und DVB-T sind identisch. Deshalb genügt im Auto ein einfacher DVB-T-Stick, in den der RTL2832U-Chip integriert ist.

Da Sie nichts am ISO-Radiostecker im Fahrzeug ändern sollten, investieren Sie zusätzlich noch 5 Euro in eine ISO-Verlängerung. Der ISO-Kombistecker liefert die für die Steckdose erforderlichen 12 Volt Bordspannung. Digitales Radio und die Musik vom Tablet geben Sie per Bluetooth-Pairing oder über den Line-in-Audioeingang des Autoradios über die Lautsprecher im Wagen aus. Wenn Sie das Radio aus Platzgründen ausbauen, ist eine zusätzliche Endstufe mit Bluetooth oder Line-in-Buchse erforderlich (Stichwort: „12 Volt Mini-Verstärker“, etwa 50 Euro). Hinzu kommt eventuell etwas Befestigungsmaterial aus dem Baumarkt. Zugegeben, die Einkaufsliste ist beachtlich und da Sie nicht sämtliche Teile preisgünstig bei einem Händler bekommen, braucht das Bestellen seine Zeit.

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Wenn Ihnen diese „Kernfunktionen“ noch nicht genügen, sorgt ein OBD-Bluetooth-Adapter in Kombination mit der App Torque Pro (zusammen 15 Euro) für einen genialen Bordcomputer. Clever ist auch eine Reifendruckkontrolle, wie sie bei Neuwagen inzwischen Pflicht ist. Das 4er Set Steelmate TPMS 8886 mit Funkanbindung und App haben wir beim Elektronikversand Conrad für knapp 30 Euro gekauft. Praktisch ist schließlich eine Rückfahrkamera. Modelle mit Funkübertragung bereiten häufig Probleme, besser sind kabelgestützte Kameras als Varianten zum Einbauen in den Stoßfänger oder in die Nummernschildhalterung (rund 30 Euro). Um das Videosignal in das Tablet einzuschleifen, brauchen Sie einen USB-Video-Grabber. Wir haben verschiedene Exemplare erfolglos ausprobiert, tadellos funktioniert hat nur der Q-Sonic VG-400 von Pearl mit der Video-App Viva CAP.

Die beiden Haltewinkel aus Aluprofil haben wir selbst zurechtgebogen und mit Schrumpfschlauch überzogen. Eingesteckt in Schlitze im Armaturenbrett halten sie das Tablet fest und sicher.
Vergrößern Die beiden Haltewinkel aus Aluprofil haben wir selbst zurechtgebogen und mit Schrumpfschlauch überzogen. Eingesteckt in Schlitze im Armaturenbrett halten sie das Tablet fest und sicher.

Los geht’s: So bauen Sie das Tablet in Ihren Wagen ein

Eine Saugnapfhalterung funktioniert immer, wir entscheiden uns allerdings für eine komfortablere Befestigung, bei der das Tablet besser im Sicht-und Griffbereich ist. Die genaue Befestigung hängt natürlich von Form und Ausgestaltung des Armaturenbretts in Ihrem Wagen ab, wir haben dazu einfach ein Aluminiumprofil aus dem Baumarkt (1 Euro) zurechtgebogen und mit schwarzem Schrumpfschlauch (2 Euro) überzogen. Das sieht gefällig aus und ist mithilfe eines heißen Föns oder einer Heißluftpistole schnell erledigt. Zudem wird das Verkratzen und Verrutschen des Tablets verhindert.

Wenn alles probeweise passt, dann gehen Sie an den elektrischen Anschluss. Hierzu nehmen Sie vorübergehend das eingebaute Radio heraus, denn dahinter verbirgt sich die Zuleitung. Heben Sie dafür die Radioblende oder -umrandung vorsichtig mit einem nicht zu scharfen Messer heraus, ohne dass etwas verkratzt oder beschädigt wird. Hinweis: Zwar droht bei einer Bordspannung von 12 Volt keinerlei Gefahr für Leib und Leben, ein falscher Anschluss lässt jedoch schnell eine Sicherung durchbrennen.

Das Reifendruckkontrollsystem (rechts) für 30 Euro funktioniert auch autark, komfortabler wird die Anzeige mit der zugehörigen App für iOS und Android, und damit auch für unser Tablet.
Vergrößern Das Reifendruckkontrollsystem (rechts) für 30 Euro funktioniert auch autark, komfortabler wird die Anzeige mit der zugehörigen App für iOS und Android, und damit auch für unser Tablet.

Die meisten Autohersteller verbauen die Radiozuleitungen nach der ISO-Norm 10487. Am braunen Stecker (Block B) hängen die Lautsprecher, und der schwarze Stecker (Block A) liefert Strom, Wikipedia zeigt die genaue Belegung . An dieser Stelle benö-tigen Sie nur das schwarze Kabel (Minus) und das rote (Plus) von Block A in der ISO-Verlängerung zum Anschließen der 12-Volt-Steckdose. Wenn Sie sich das nicht selbst zutrauen, fragen Sie doch einen Bekannten, Freund, Arbeitskollegen oder Elektriker: Das Verbin-den der Kabel dauert keine fünf Minuten. Nicht einmal die Autobatterie muss abgeklemmt sein, wenn Sie den Steckdosenanschluss an der ISO-Verlängerung vor dem Anstöpseln im Wagen vornehmen. Dies macht das Arbeiten an den elektrischen Leitungen wirklich einfach.

Jetzt stecken Sie den 12-Volt-USB-Adapter in die soeben montierte Steckdose, stecken dort das USB-OTG-Y-Kabel ein und führen es dann aus dem Radioschacht heraus. Schließlich verbinden Sie es über den Micro-USB-Stecker mit dem Tablet. Den USB-Hub lassen Sie erst einmal liegen, genauso wie Sie das Radio noch nicht wieder einbauen.

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Digitalradio, Reifendruckkontrolle, Bordcomputer & Rückfahrkamera

Nun geht es an den digitalen Radioempfang, also DAB+. Weil das Medion-Gerät keinen integrierten Empfänger besitzt, benutzen wir eine externe Lösung. Das klingt kompliziert, ist aber in zwei Minuten empfangsbereit. Kernbestandteile sind hier die Digitalradio-App Wavesink Plus und ein DVB-T-USB-Dongle mit RTL2832U-Chip. Diesen stecken Sie in die noch freie Buchse des USB-OTG-Y-Kabels. Probeweise schließen Sie danach die mit dem Tunerstick meist mitgelieferte Stabantenne an. Auf Dauer ist eine DAB-Scheibenantenne allerdings besser, welche Sie mit dem Tunerstick über den SMB-/MCX-Koax-Adapter verbinden. Sendersuchlauf wie auch Bedienung der App sind nicht schwierig, und ein Online-Workshop beschreibt alles ausführlich.

Ihr Wagen besitzt keinen Bordcomputer? Noch nicht, denn der ist auch in wenigen Minuten am Start. Hierzu stecken Sie einen OBD-Bluetooth-Adapter in die OBD-II-Buchse, mit der alle in den letzten 15 Jahren gebauten Fahrzeuge ausgestattet sind. Sie befindet sich in der Nähe des Lenkrads oder im Fußraum auf der Fahrerseite und dient für die On-Board-Diagnose in der Werkstatt. Hier nutzen Sie nun die Diagnoseschnittstelle selbst, indem Sie den Adapter einstecken, die App Torque Pro auf dem Tablet installieren und beide Geräte per Bluetooth koppeln – fertig. Torque Pro zeigt alle Motordaten und vieles mehr an inklusive der Fehlercodes, wenn im Auto ansonsten nur die Motorwarnung leuchtet. Mehr zu Torque Pro lesen Sie hier .

Google Earth bietet ein völlig neues Fahrerlebnis und ist nur ein Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten eines Android-Tablets im Auto. Im Prinzip lässt sich jede App aus Googles Play Store installieren.
Vergrößern Google Earth bietet ein völlig neues Fahrerlebnis und ist nur ein Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten eines Android-Tablets im Auto. Im Prinzip lässt sich jede App aus Googles Play Store installieren.

Wenn Sie zusätzlich eine Rückfahrkamera und damit auch den USB-Video-Grabber einbauen möchten, brauchen Sie eine weitere freie USB-OTG-Buchse und damit den USB-Hub. Die zum Pearl-Videostick gehörige App Viva CAP kann die angesteckte Hardware sofort erkennen und zeigt das Videobild mit virtuellen Hilfslinien zum Rangieren. Schließen Sie nachfolgend die Stromzuführung für die Kamera an den Rückfahrscheinwerfer an. So bekommt sie lediglich Strom, wenn Sie den Rückwärtsgang einlegen. Tipp: Bei Stufenheckfahrzeugen mit (zumeist) festem Kennzeichen sind Rückfahrkameras für die Nummernschildhalterung leichter zu realisieren. Dagegen ist bei Kombis mit Kennzeichen in der Heckklappe Kabelführung schwieriger und daher die Stoßfängerlösung empfehlenswert. Das Videokabel führen Sie unter dem Teppich nach vorne oder Sie klemmen es verdeckt unter die Mittel-/Handbrems-Konsole.

Bleibt als letzter Punkt die Reifendruckkontrolle, unser Set TPMS 8886 arbeitet sogar ohne Tablet. Dazu kommunizieren die mit 434-MHz-Sensoren ausgestatteten speziellen Ventilkappen mit einem Funkadapter, der in den Zigarettenanzünder (12-Volt-Steckdose) gesteckt wird. Fällt der Druck eines Reifens ab, so schlägt das System akustisch sowie durch Blinken Alarm (siehe dazu Video ). Mehr Komfort bringt die Android-App Steelmate TPMS , die den mittels Bluetooth auf das Tablet übertragenen Reifendruck für jedes Rad separat anzeigt. Den Funkadapter können Sie elegant im Radioschacht verstecken, wenn Sie zuvor eine zweite 12-Volt-Steckdose an der ISO-Verlängerung angeschlossen haben. Zum Schluss bauen Sie das Radio wieder ein.

Fazit: Nützliche Apps und viele zusätzliche Möglichkeiten

Zugegeben, das „Tablet-ins-Auto“-Projekt erfordert etwas Geduld, wirklich schwierig ist es aber nicht zu realisieren. Das Ergebnis ist ultracool, denn so viel IT hat sicher niemand aus Ihrem Freundes-und Bekanntenkreis im Auto! Ob man das alles wirklich braucht, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem ist – als Fahrer aber bitte nicht während der Fahrt – das Aufrufen von Webseiten oder Apps auf dem im Vergleich zum Smartphone größeren Screen natürlich deutlich bequemer.

Ein paar hilfreiche Apps fürs Auto haben wir Ihnen bereits genannt. Kostenlos durch (beinahe) die ganze Welt navigieren Sie die Offline-Karten von Here/We Go Maps . Für deren Verwendung benötigen Sie die kostenlose App Rotation Locker aus dem Play Store („Landscape“-Einstellung), weil die Here-Maps-Karten nativ nur im Hochformat laufen.

Internet realisieren Sie ohne Probleme über WLAN-Tethering auf Ihrem Smartphone, so erhalten Sie gleichzeitig Stau-und Verkehrsinfos in Echtzeit auf das System. Mehr Komfort sowie exaktere Verkehrsdaten bietet die App Tomtom GPS-Navigation Traffic , die in der Vollversion knapp 20 Euro pro Jahr kostet (3-Jahres-Paket rund 45 Euro). Schließlich empfehlen wir fürs Auto die App Car Home Ultra inklusive Unlocker (3 Euro). Sie bietet eine Oberfläche mit großen Schaltflächen, die Sie auch während der Fahrt sicher bedienen können. Probieren Sie mal Google Earth während der Fahrt aus, auch das ist richtig cool.

Damit sind die Einsatzszenarien im Auto noch lange nicht erschöpft. Eine Dashcam oder Infrarot-Kamera, die Fußgänger nachts am Straßenrand sichtbar machen, sind lediglich zwei weitere Beispiele. Ebenfalls interessant ist die Kombination mit Head-up-Display (HUD) zum Nachrüsten, das Abbiegehinweise vor dem Fahrer einspiegelt. Das Garmin HUD kostet im Onlinehandel etwa 110 Euro.

Modifiziertes Nexus 7 als Tablet-Alternative

Mit einem sieben Zoll großen Display ist das Asus-Tablet Nexus 7 deutlich kleiner als das Medion-Modell mit 8,9-Zoll-Bildschirmdiagonale, dafür kann man es in einen Doppel-DIN-Autoradioschacht fest einbauen. Lieferbar ist das Gerät nicht mehr, bei Ebay kostet das 2013er Modell gebraucht zwischen 100 und 150 Euro.

Anders als für das hier beschriebene Projekt steht mit „ Timur’s Kernel for Nexus 7 “ ein speziell fürs Auto modifiziertes Android-System zur Verfügung. Dafür muss das Gerät allerdings gerootet werden, außerdem war in unseren Tests kein DAB-Empfang möglich. Alle Details zur Kfz-Integration des Nexus 7 inklusive Bildergalerie vom Einbau lesen Sie online .

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