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Persönliche Daten auf Website verbergen

20.07.2006 | 07:55 Uhr |

Nach dem „Gesetz über die Nutzung von Telediensten“ (TDG) besteht für viele Betreiber von Websites eine Impressumspflicht. Auch Sie besitzen eine Website, wollen sich allerdings vor Spam schützen und wegen der automatischen Suchprogramme („Spambots“) nicht Ihre Anschrift und Mailadresse preisgeben.

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Problem:

Nach dem „Gesetz über die Nutzung von Telediensten“ ( TDG ) besteht für viele Betreiber von Websites eine Impressumspflicht. Auch Sie besitzen eine Website, wollen sich allerdings vor Spam schützen und wegen der automatischen Suchprogramme („Spambots“) nicht Ihre Anschrift und Mailadresse preisgeben.

Lösung:

Aus dem genannten Gesetzestext geht nicht eindeutig hervor, wer überhaupt der Impressumspflicht unterliegt. Hier ist allgemein von Dienstanbietern „für geschäftsmäßige Teledienste“ die Rede. Eine rein private Website müsste demnach kein Impressum enthalten.

Die Grenze zum Geschäftlichen ist aber wahrscheinlich schon überschritten, wenn Ihre Site Werbebanner zeigt oder an einem Programm zur Werbekosten-Erstattung teilnimmt. Auch vermeintlich harmlose Links auf eigene Artikel, die Sie bei einem Online-Auktionshaus anbieten, dürften bereits unter „geschäftsmäßig“ fallen, da Sie die Site potenziell zum Geldverdienen verwenden.

In Paragraf 6 des TDG sind die Bestimmungen über Form und Inhalt des Impressums zu finden – Name des Betreibers, Anschrift und Mailadresse müssen demnach auf jeden Fall enthalten sein. Wenn Sie diese Infos einfach im Klartext auf der Startseite unterbringen, sind sie für Adressensammler leicht auszulesen. Der einfachste Weg, um das zu erschweren: Sie bringen die Infos in einer Grafik unter. Daraus lässt sich der Text nur mit großem Aufwand extrahieren.

Für die Mailadresse, die der Website-Besucher zur leichten Kontaktaufnahme anklicken soll, ist das natürlich nicht möglich. Hier bietet es sich an, die Adresse codiert im HTML-Quelltext unterzubringen. Ein Online-Formular, das Sie dabei unterstützt, finden Sie beispielsweise unter www.pcwelt.de/7b7 . Aus der Mailadresse webmaster@domain.de erzeugt das Javascript auf dieser Seite

<A HREF=’mailt
o:webmaster&
#64;domain.
d%65’>webmaste
r@domain.de</A>

Diesen HTML-Teil müssen Sie dann nur noch an der passenden Stelle auf Ihrer Homepage einbauen. Über den Suchbegriff „email obfuscator“ finden Sie per Google viele ähnliche Dienste. Einige davon erzeugen über eingebettetes Javascript komplexer codierten Code, der besseren Schutz verspricht. Der Mail-Link funktioniert dann allerdings nur, wenn der Besucher Ihrer Website Javascript im Browser aktiviert hat.

Mailformular verwenden

Statt die Mailadresse direkt auf einer Web-Seite unterzubringen, können Sie ein Kontaktformular verwenden. Auch diese Möglichkeit sollte den Auflagen des TDG genügen. Die meisten Webhoster bieten entsprechende Dienste kostenlos an. Wenn Sie eigene PHP- oder Perl-Scripts auf Ihrem Server installieren dürfen, können Sie auch individuell angepasste Scripts verwenden. Passende Scriptsammlungen für diesen Zweck finden Sie beispielsweise unter www.php-free.de (deutschsprachig) oder www.hotscripts.com (englischsprachig).

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