10 Internet-Gefahren
Perfekt getrarnte Viren-Links
Browser-Spiele mit SMS-Abzocke sind vor allem für Kinder und Jugendliche gefährlich, es erwischt aber auch spielbegeisterte Erwachsene. Dabei sind die Spiele im Web eigentlich gratis. Doch wer im Spiel schneller vorankommen will, benötigt eine Sonderausstattung – und die kostet Geld.
Bei Fantasy-Spielen hat man etwa einen Vorteil, wenn man einen Tapferkeitsumhang, ein magisches Hufeisen oder ein besonderes Schwert besitzt. Bei Autorennen lassen sich Turbolader, Rennreifen oder Chip-Tuner erwerben. Kaufenkann man diese Utensilien gegen ein Guthaben, das sich per SMS-Anruf aufladen lässt. Eine SMS kostet gerne 4,99 Euro.
Bis zu 2500 Euro bezahlt: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) prangert mehrere solcher Browser-Spiele an, da sie die Kinder dazu verleiten, hohe Summen dafür auszugeben. In extremen Fällen sind Rechnungen von bis zu 2500 Euro entstanden. Die Beträge summieren sich zunächst unbemerkt, da bis zur nächsten Handy-Rechnung bis zu vier Wochen vergehen können. Die Verbraucherzentrale NRW kritisiert mehrere Sites. Beispielsweise führt sie die Spiele auf www.de.bigpoint.com an.
So schützen Sie sich: Eltern sollten grundsätzlich die Computernutzung ihrer Kinder im Blick behalten und einen ans Alter angepassten Zugang zu Handys mit einem entsprechenden Prepaid- oder einem gedeckelten Tarif.
Kriminelle wollen Ihren PC mit Viren und Trojanern unter ihre Kontrolle bringen. Dazu platzieren sie die Schädlinge auf einer Website, von der aus sich der Virus über Sicherheitslücken in Windows & Co. einschleusen kann. Das größte Problem für die Kriminellen: Wie locken sie Sie auf ihre verseuchte Website? Schließlich wirken Abzocke-Links wie zum Beispiel http://lelqtr.com/upload_files/ssn/littlewood.htm abschreckend.
Die Betrüger hacken sich deshalb in Profile von Microblogging-Dienste, etwa bei Twitter (). Die dort versandten Mini-Nachrichten sind maximal 140 Zeichen lang, weshalb für enthaltene Web-Adressen meist Link-Verkürzer wie bit.ly () oder tr.im () benutzt werden. Die Betrüger tarnen ihre Viren-Links als Nachrichten wie „Schaut euch mal meine coolen Fotos vom Wochenende an: http://bit.ly/2Duy8N“. Solche verheißungsvollen wie trivialen Nachrichten sind auf Twitter üblich.
So schützen Sie sich: Beim Link-Verkürzer bit.ly können Sie sich die echte Web-Adresse anzeigen lassen, wenn Sie nach „http://bit.ly“ ein „/info“ einfügen. Im Beispiel von oben heißt es also: http://bit.ly/info/2Duy8N. Die meisten anderen Link-Verkürzer bieten diesen Trick nicht. Sie müssen auf Ihre Schutz-Tools bauen oder mit einem virtuellen PC surfen.


