Windows beschleunigen

So erkennen Sie die Bremsklötze auf Anhieb

Sonntag den 29.07.2012 um 08:23 Uhr

von Arne Arnold

Mit dem Befehl Xbootmgr.exe aus dem Windows Performance Toolkit haben Sie bereits ein Protokoll über die Systemvorgänge Ihrer Windows-Installation erstellt. Die Protokolldatei mit der Endung .etl ist bereits mit dem Programm Windows Performance Analyzer (WPA) verknüpft. Öffnen Sie das Protokoll für den Windows-Start mit einem Doppelklick auf die Datei Boot_base+cswitch_1.etl, und bestätigen Sie unter Windows 7 noch ein Infofenster.

Der WPA zeigt Ihnen per Grafik eine ganze Menge Information. Sie finden die Bremsklötze beim Systemstart am schnellsten, wenn Sie überflüssige Grafiken deaktivieren. Klicken Sie dafür auf den Pfeil am linken Rand. Es öffnet sich eine Liste („Frame List“) mit allen verfügbaren Werten. Entfernen Sie die Haken vor allen Zeilen bis auf den vor „Services“. Lassen Sie die Liste nun wieder über einen Klick auf den Pfeil verschwinden.

Es bleibt die Grafik zu „Services“, die überwiegend aus roten Quadraten plus Namen besteht. Die X-Achse unten zeigt die verstrichene Startzeit an. Meist ist die Grafik oben abgeschnitten. Sie bekommen die Liste komplett angezeigt, wenn Sie mit der linken Maustaste den unteren Rand der Grafik packen und nach unten ziehen. Das geht nur, wenn sich das Programmfenster nicht im Vollbildmodus befindet. Unter Umständen müssen Sie den Vorgang wiederholen. Sie sollten zudem die Grafik etwas vergrößern, indem Sie die Taste Strg gedrückt halten und dann das Mausrad nach vorne drehen. So bekommen Sie einen bessere Detailansicht.

Bremsklötze hinterlassen Bremsspuren: Programme und Dienste, die blitzschnell starten, tauchen in der Grafik als rotes Quadrat auf. Ansonsten markiert Rot das Ende des Ladevorgangs, Grün den Startzeitpunkt. Er liegt bei flotten Programmen fast direkt unter dem roten Quadrat. Bremsklötze sind dagegen als lange Balken dargestellt. In der Abbildung fällt etwa sofort der Balken mit dem Namen „RUBotSrv“ auf.

Der Windows Performance Analyzer zeigt Ihnen sehr
anschaulich, welches Programm den Windows-Start bremst. Hier ist es
etwa die Software RUBotSrv.
Vergrößern Der Windows Performance Analyzer zeigt Ihnen sehr anschaulich, welches Programm den Windows-Start bremst. Hier ist es etwa die Software RUBotSrv.

Wenn Ihnen der Name eines Balkens nicht direkt verrät, zu welchem Programm er gehört, können Sie in die Tabellenansicht wechseln und dort den Programm- oder Dienstenamen ablesen. Klicken Sie zu diesem Zweck mit der rechten Maustaste auf die Grafik und wählen Sie im aufklappenden Menü „Summary Table“. In der Tabelle sehen Sie sämtliche Werte, wenn Sie in der Spalte „Group“ auf alle Kästchen mit Kreuz klicken. Nun finden Sie in der Spalte „Service“ den Namen aus der Grafik und in der Spalte „Container“ den Namen des Programms oder des Dienstes. Im Beispiel mit „RUBotSrv“ ist es recht banal Rubotsrv.exe. Nach diesem Namen können Sie nun im Internet suchen.

Das Herunterfahren analysieren: Die Bremsklötze beim Beenden von Windows finden Sie in der Datei Shutdown_base+cswitch_1.etl. Deaktivieren Sie in der „Frame List“ alle Einträge bis auf „Process Lifetimes“ und „Services“. Die Balken sind hier generell viel länger. Das ist Okay. Nehmen Sie sich die längsten vor, und suchen Sie wie zuvor beschrieben den zugehörigen Programmnamen in der Tabelle.

Sonntag den 29.07.2012 um 08:23 Uhr

von Arne Arnold

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