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Pegasus Mail 4.12a: Keine Verbindung mit SSL

Obwohl Sie die neueste Version von Pegasus Mail einsetzen, schaffen Sie es nicht, eine mit SSL verschlüsselte Verbindung zu Ihrem Mailserver aufzubauen. Sie erhalten stattdessen die Fehlermeldung, dass der Mailserver einen Fehler festgestellt habe. Welchen, erfahren Sie nicht. Ohne SSL funktioniert alles. PC-WELT zeigt Ihnen wie Sie dieses Problem lösen können.

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Problem:

Obwohl Sie die neueste Version von Pegasus Mail einsetzen, schaffen Sie es nicht, eine mit SSL verschlüsselte Verbindung zu Ihrem Mailserver aufzubauen. Sie erhalten stattdessen die Fehlermeldung, dass der Mailserver einen Fehler festgestellt habe. Welchen, erfahren Sie nicht. Ohne SSL funktioniert alles.

Lösung:

Die SSL-Umsetzung bei Pegasus Mail 4.12a enthält einige Fehler, die sich aber nur bei manchen Servern bemerkbar machen. Zunächst können Sie versuchen, die Fehler direkt in Pegasus zu umgehen.

POP3 und SMTP:

Wählen Sie „Internet-Einstellungen“ aus dem Menü „Extras“. Auf den Registerkarten „Abholung (POP3)“ und „Senden (SMTP)“ finden Sie jeweils Ihre Konten für das Senden und Empfangen aufgelistet. Diese klicken Sie jeweils doppelt an, und wählen dann die Registerkarte „Sicherheit“. Wählen Sie jeweils statt der Option „Über STARTTLS“ die Variante „Über direkte SSL-Verbindung“. Auf der Registerkarte „Allgemein“ ändern Sie dann für beide Verbindungen den „Server TCP/IP Port“: Für POP3 stellen Sie ihn auf „995“, für SMTP auf „465“.

IMAP:

Hier müssen Sie die Einstellungen für das Empfangen von Mail im Menü „Extras, IMAP-Profile“ vornehmen. Markieren Sie das IMAP-Konto, und klicken Sie auf „Bearbeiten“. Auf der Registerkarte „Sicherheit“ wählen Sie nun ebenfalls „Über direkte SSL-Verbindung“, auf der Registerkarte „Allgemein“ für den „Server TCP/IP Port“ den Wert „993“.

Wenn dieser Trick in der Pegasus-Konfiguration versagt, bleibt nur, SSL über einen anderen Weg abzuwickeln. Hier hilft :Stunnel , das extra für den Einsatz von SSL mit Programmen gedacht ist, die selbst kein SSL beherrschen. Stunnel bedarf einiger Anpassungen an Ihre persönlichen Bedürfnisse. Sie müssen sie in die Konfigurationsdatei STUNNEL.CONF eintragen, die während der Installation im Editor geöffnet wird. Ändern Sie hier die Server-Angaben in den „connect“-Zeilen so, dass sie auf Ihre POP3-, IMAPund SMTP-Server verweisen.

Tragen Sie Stunnel in die Autostart-Gruppe des Start-Menüs ein, damit es nach jedem Windows-Start läuft. Unter Windows 2000 und XP gibt es noch einen eleganteren Weg: Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung, wechseln Sie mit „cd“ in das Stunnel-Verzeichnis, und geben Sie den Befehl „stunnel-4.04.exe -install“ ein. Danach läuft Stunnel standardmäßig als Windows-Service im Hintergrund.

In Pegasus Mail rufen Sie jetzt noch einmal – wie oben beschrieben – die Einstellungen für alle Konten auf und nehmen überall die gleichen Einstellungen vor: Unter „Server Hostname“ tragen Sie „localhost“ ein und unter „Server TCP/IP Port“ wieder die Standardwerte, also „25“ für SMTP, „110“ für POP3, „143“ für IMAP. Auf der Registerkarte „Sicherheit“ wählen Sie die SSL-Option „Niemals“, denn die Verschlüsselung übernimmt ja nun Stunnel komplett. Nach einem Doppelklick auf das Stunnel-Icon im Systray erscheinen die Programmausgaben.

Download: :Stunnel

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