Die Peer-to-Peer-AlternativenMorpheus,KazaaoderGroksterverzichten auf zentrale Server. Alle drei genannten Tauschbörsen nutzen das Netzwerk der Firma Fasttrack. Eine ausgeklügelte Technik gleicht die Komfort- und Geschwindigkeits-Nachteile des Peer-To-Peer-Konzept zum Teil wieder aus: Einige angeschlossene Netz-PCs übernehmen temporär eine Server-artige Rolle (Supernodes) und führen einen Index der Musiktitel sowie die Liste der Supernodes selbst. Die Rolle eines Supernodes kann jeder Teilnehmer mit hoher Bandbreite übernehmen. Fällt ein Supernode aus, egal ob juristisch oder technisch bedingt, nimmt umgehend ein anderer Rechner seinen Platz ein.
Das durchdachte Fasttrack-Netz mit wechselnden Pseudo-Servern minimiert einerseits die Angreifbarkeit und optimiert andererseits die Peer-to-Peer-Technik. Ganz ohne Kompromisse geht's freilich nicht: Bei Suchanfragen erhalten die Nutzer immer nur den Bestand der aktuell verbundenen Teilnehmer, außerdem läuft die Suche spürbar langsamer.
Echte Sorge müssen die Fans des Musiktauschs derzeit aber nicht haben: Es war zwar möglich, Audiogalaxy zum Abschalten zu zwingen, gegen die Peer-to-Peer-Netze laufen derartige Klagen ins Leere. Im Oktober vergangenen Jahres klagte die RIAA gegen Morpheus, Kazaa und Grokster. Seitdem bemüht sie sich emsig, Server mit einer zentralen Funktion für das Fasttrack-Netz zu finden, um überhaupt erst einmal einen Angriffspunkt zu haben. Dies gestaltet sich umso schwieriger, als die gesamte Kommunikation innerhalb des Fasttrack-Netzes verschlüsselt ist (bis auf die Downloads selbst). Noch mehr: Diese Netze funktionieren selbst dann weiter, wenn es die beteiligten Firmen nicht mehr gäbe.
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