Ratgeber Online-Shopping

PayPal – Zahlen mit der eBay-Tochter

Samstag den 02.10.2010 um 08:34 Uhr

von Arne Arnold

BU Zahlungsweg: Das Diagramm zeigt, wie die PayPal-Zahlung
funktioniert (Quelle: PayPal).
Vergrößern BU Zahlungsweg: Das Diagramm zeigt, wie die PayPal-Zahlung funktioniert (Quelle: PayPal).
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PayPal ist im internationalen Zahlungsverkehr mittlerweile etabliert, die Bekanntheit der Marke nahm seit der Übernahme durch eBay stetig zu. PayPal ist ein Treuhanddienst, der zwischen Käufer und Verkäufer steht. Auch werden die Käuferdaten nicht direkt weitergegeben. Will der Kunde per PayPal zahlen, wird er auf die gesicherte Seite des Dienstes weitergeleitet. Dort meldet er sich mit Benutzername und Passwort an, anschließend muss er die Zahlung absegnen.

Bei PayPal gibt es keine weiter Sicherheitsstufe, wie etwa eine TAN-Nummer, allerdings bietet der Dienst für 4,95 Euro Versandgebühr ein E-Token an. Dieses erstellt eine Zufallszahl, die bei der Anmeldung angegeben werden muss und jeweils nur 30 Sekunden gültig ist. Selbst bei einer Man-in-the-middle-Attacke ist das Konto daher relativ gut geschützt, da den Phishern nur wenig Zeit für eine Reaktion bleibt. Die PayPal-Token basieren auf der VeriSign-Technologie.

PayPal arbeitet auf Guthabenbasis, kann aber auch Geld via Lastschrift von Bankkonten, Kreditkarten oder über Giropay einziehen. Die jeweiligen Daten werden auf der gesicherten Webseite des Dienstes hinterlegt.

Vor- und Nachteile

PayPal wird international immer anerkannter. Dabei hilft vor allem die enge Integration in eBay sowie Käufer- und Verkäuferschutz. Letzterer ist für Shop-Betreiber interessant. Verkäufer sind mit einer Schadenssumme von bis zu 4000 Euro pro Kalenderjahr vor

- Rückbuchungen per Bankkonto
- Rückbuchung von innerdeutschen Kreditkartenzahlungen
- Sowie Rückbuchungen von Zahlungen, die der Inhaber des PayPal-Kontos nicht genehmigt hat

geschützt. Die dazu notwendigen Vorraussetzungen finden Sie auf dieser Seite . Die Kosten für den Einsatz von PayPal sind im Vergleich hoch, aber transparent. Sie sind transaktionsbasiert, es entstehen keine festen monatlichen Kosten, ebenso gibt es keine Anmeldegebühr.

Die aktuellen Gebühren berechnen sich aus dem monatlichen Umsatzvolumen des Vormonats. Je höher dabei der Umsatz ist, desto niedriger werden die Gebühren. Als Beispiel: Bis 1000 Euro Monatsumsatz zahlen Shop-Besitzer pro Transaktion 1,9 Prozent der Zahlung plus einen Aufschlag von 0,35 Euro, wenn die Zahlung aus Deutschland kommt. Bei einem Umsatz bis 5000 Euro sinken die Kosten auf 1,6 Prozent plus 0,35 Euro. Der Konzern stellt auf dieser Seite einen Gebührenrechner bereit.

Neben den Kosten ist ein weiterer Nachteil, dass sich die Kunden zunächst bei einem zusätzlichen Dienstleister registrieren und ihre sensiblen Kontodaten hinterlegen müssen. Zudem muss das Konto unter Umständen verifiziert werden, was Zeit in Anspruch nimmt.

Bei der Integration in Webseiten ist PayPal dafür vorbildlich. Im PayPal Integration Center erhalten alle Mitglieder Informationen zum Aufbau der API sowie passende Beispiel-Codes. Zudem gibt es einen direkten Link auf Partnerseiten wie Strato oder 1 und 1 oder die Open-Source-Lösungen osCommerce oder xt:Commerce.

Fazit

PayPal macht vor allem dann Sinn, wenn ein Shop relativ viel Geld umsetzt, ein gewisser Anteil an ausländische Kunden einkauft oder eBay als zusätzliche Handelsform genutzt wird. Die Preise sind zwar hoch, dennoch transparent und enthalten einen Käufer- und Verkäuferschutz. Zudem fallen dne Gebühren nur dann an, wenn wirklich über PayPal abgerechnet wird, ein „Grundrauschen“ an Kosten entfällt. Der Dienst hat es geschafft, eine aktive Entwickler-Community aufzubauen, so dass es für nahezu jede Plattform ein passendes Plug-In gibt.

Samstag den 02.10.2010 um 08:34 Uhr

von Arne Arnold

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