Alle Updates, alle Treiber

Patches auf einem neuen System offline einrichten

Freitag den 11.12.2009 um 09:45 Uhr

von Christian Löbering

Das mit pcwPatchLoader angelegte lokale Update-Archiv ist Ihre Rückversicherung für den Fall, dass Sie Windows einmal neu aufsetzen müssen. Dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob Sie Windows auf dem ursprünglichen oder auf einem neuen Rechner einrichten. Wichtig ist lediglich, dass Sie genau die gleiche Windows-Version darauf installieren.
Update-Archiv verfügbar machen: Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Update-Archiv und das Programmverzeichnis des pcwPatchLoader nach der Neu-Installation auch verfügbar ist. Kopieren Sie die beiden Ordner deshalb am besten auf einen USB-Stick, oder brennen Sie sie auf DVD.
Voraussetzungen schaffen: Nach der Neu-Installation von Windows müssen Sie gegebenenfalls zunächst wieder das .NET Framework 3.5 oder höher sowie das WAIK (Windows Automated Installation Kit) einrichten, damit Sie den pcwPatchLoader starten können. Die beiden Pakete sind nicht für jede Windows-Version nötig. Bei denjenigen, wo eines oder beide gebraucht werden, hat der pcwPatchLoader Sie bereits beim Anlegen des Archivs aufgefordert, sie herunterzuladen. Sie finden die Pakete deshalb in Ihrem Update-Ordner. Das .NET Framework (dotnetfx…) können Sie direkt installieren, das WAIK (…KB3AIK…) ist eine ISO-Datei, die Sie etwa mit 7Zip (auf *CD/DVD) entpacken können. Danach rufen Sie die „Startcd.exe“ auf, um das Setup zu starten.
Updates installieren: Sobald der pcwPatchLoader läuft, klicken Sie auf „Optionen“ und wählen über „Durchsuchen“ den Pfad zu Ihrem Update-Archiv. Nun klicken Sie auf „Updates installieren“. Im ersten Schritt prüft das Tool, ob das aktuelle Service Pack eingerichtet ist. Falls nicht, startet es dessen Setup. Danach bootet der PC neu, und Sie müssen den pcwPatchLoader erneut aufrufen und auf „Updates installieren“ klicken. Nun prüft das Tool, welche Updates aus dem Archiv wichtig und noch nicht installiert sind. Die ermittelten Patches können Sie daraufhin in einem Rutsch installieren lassen, danach starten Sie den Rechner neu.

Setup-DVD mit allen wichtigen Patches anlegen

Um sich im Falle einer Neu-Installation die separate Installation der wichtigen Sicherheits-Updates zu sparen, können Sie sich auch eine Windows-Setup-DVD oder einen Installations-Stick anlegen, wo die Updates bereits eingebunden sind. Das ist auch dann besonders sinnvoll, wenn Sie zusätzliche Treiber (etwa für SATA), spezielle Hotfixes oder ganze Anwendungen in Ihr Windows-Installationsmedium einbinden möchten.

Service Pack 3 für XP lässt sich problemlos mit der
Slipstream-Methode in die Setup-Dateien von Windows
einbinden
Vergrößern Service Pack 3 für XP lässt sich problemlos mit der Slipstream-Methode in die Setup-Dateien von Windows einbinden
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Windows-DVD mit Sicherheitsupdates: Der pcwPatchLoader unterstützt die sogenannte Slipstream-Methode. Das bedeutet, er kann Updates und Service Packs in vorhandene Windows-Setup-Dateien einbinden. Legen Sie dazu zunächst Ihre originale Windows-CD/DVD ein. Achtung: Falls Sie nur über ein Recovery-Medium oder eine OEM-CD/DVD verfügen, kann die Integration möglicherweise nicht durchgeführt werden. Probieren Sie es einfach aus. Dann starten Sie den pcwPatchLoader und klicken auf „Setup-DVD anlegen“. Im ersten Dialog werden Sie aufgefordert, das Laufwerk mit Ihrer Windows-CD/DVD auszuwählen. Ist das erledigt, kopiert das Tool zunächst die gesamte CD/DVD in den Unterordner „CDFiles“ Ihres zuerst ausgesuchten Zielverzeichnisses. Dort integriert es das aktuelle Service Pack (SP 3 für XP oder SP 1/2 für Vista). Der Vorgang – den Microsoft eigentlich nicht vorgesehen hat – dauert bei Vistas SP 2 mehrere Stunden. Dann bindet der PatchLoader noch alle wichtigen Updates ein, die danach erschienen sind. Ist die Integration abgeschlossen, brennt der PatchLoader auf Wunsch die aktualisierte Setup-DVD. Wenn Sie die Installationsdateien später noch mit zusätzlichen Treibern & Co. versorgen möchten, verzichten Sie auf das Brennen.

Freitag den 11.12.2009 um 09:45 Uhr

von Christian Löbering

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