Um auf Dateien in gesicherten Partitions-Images zugreifen zu können, binden Sie diese unter Linux mit Hilfe des Loop-Devices in das System ein. Dazu dient etwa folgender Befehl: mount -o loop,ro /data1/sda1.img /data2 . Der Befehl bindet das Image im Nur-Lesen-Modus in das Verzeichnis /data2 ein. Dort können Sie nun auf den Inhalt der Image-Datei zugreifen. Wenn Sie die Dateien im Image auch verändern wollen, müssen Sie den Parameter „ro“ samt davor stehendem Komma einfach weglassen. Dann können Sie die Dateien bearbeiten, als sei das Image eine normale Festplatte. Änderungen werden sofort übernommen. Mit „umount /data2“ heben Sie die Einbindung wieder auf.
Ein wenig komplizierter ist es, wenn Sie eine Partition einbinden wollen, die in einem kompletten Festplatten-Image enthalten ist. Dazu müssen Sie zunächst den sogenannten Offset ermitteln, also den Punkt an dem die Partition im Image beginnt. Dazu verwenden Sie den Befehl „parted“. Zunächst laden Sie das Image mit parted /data1/sda.img in das Programm. Anschließend wechseln Sie mit „unit“ gefolgt von <Return> und <B> gefolgt von <Return> in den Byte-Modus.
Tippen Sie „print“ und bestätigen Sie mit <Return>, dann erhalten Sie die interne Partitionstabelle des Images. Neben der Partitionsnummer in der Rubrik „Start“ finden Sie die gewünschte Offset-Nummer. Mit „quit“ verlassen Sie parted wieder. Nun binden Sie die gewünschte Partition mit folgendem Befehl ein: mount -o loop,ro,offset=<Offset-Nummer> /data1/sda.img /data2 in das Dateisystem ein, den abschließenden Buchstaben „B“ lassen Sie dabei weg.
Informationen zu primären Partitionen werden im Master Boot Record (MBR) gespeichert, der auch die Startdateien eines Systems enthält. Haben Sie lediglich primäre Partitionen auf Ihrer Festplatte, reicht es, wenn Sie den MBR sichern und später wiederherstellen, wie im Artikel beschrieben. Enthält Ihre Festplatte allerdings zusätzlich eine erweiterte Partition mit logischen Laufwerken, müssen Sie auf das Tool zurückgreifen, um die Partitionstabelle zu sichern. Sichern Sie zunächst wie beschrieben den MBR. Erstellen Sie anschließend mit dem Befehl sfdisk -d /dev/sda > backup-sda.sf ein Backup der erweiterten Partitionstabelle. Das Backup spielen Sie folgendermaßen wieder ein: Zunächst übertragen Sie wie beschrieben das Backup des MBR. Anschließend spielen Sie die erweiterte Partitionstabelle mit sfdisk /dev/sda < backup-sda.sf auf die Zielplatte. Beachten Sie unbedingt die Reihenfolge. Bevor Sie dann das Backup Ihrer Partitionen einspielen, sollten Sie den Rechner neu starten.
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