Foto-Tipp

Panorama-Fotos kinderleicht erstellen

Dienstag, 20.09.2011 | 10:00 von Christoph Supguth
Bildergalerie öffnen Panorama-Fotos kinderleicht erstellen
Panoramafotos sehen schick aus und sind ein Blickfang für jede Wohnung. Mit der Freeware Image Composite Editor von Micosoft gelingt Ihnen der Rundumblick im Handumdrehen. PC-WELT erklärt, was Sie beachten müssen, damit die Software perfekte Ergebnisse liefert.
Nicht immer kann mit der Kamera eine Szene mit dem nötigen Weitblick eingefangen werden. Eine Möglichkeit ist den Abstand zu vergrößern, um auch das gesamte Objekt mit der Kamera einzufangen. Der Nachteil dabei ist aber, dass der Bildanteil des Objekts prozentual zum gesamten Bild wesentlich kleiner wird. Die Aussagekraft des Bildes sinkt dadurch, das Foto bekommt vielleicht sogar eine andere Aussagekraft.


Die Lösung, um gewünschte Bildinhalte dennoch möglichst nah und detailliert abzulichten, erzielen Sie mit einem Panoramafoto. Im Hobbybereich wird das mit mehreren Einzelbildern realisiert; man nennt das Stitching. Dabei werden mehrere Einzelbilder erstellt, indem die Fotokamera immer ein kleines Stück weiter geschwenkt wird. Damit Sie mit dieser Technik gute Ergebnisse erzielen, sind einige Punkte zu beachten.

Foto-Shooting – so knipsen Sie das richtige Bildmaterial

Im ersten Schritt müssen Sie genügend Bildmaterial erstellen. Damit Microsofts Bildbearbeitungsprogramm

die Bilder richtig erkennt und zusammen setzen kann, müssen die einzelnen Bilder ausreichend überlappen. Als Faustregel nehmen Sie etwa 40 Prozent des vorherigen Bildausschnitts in das darauf folgende Bild mit rein.

Verwenden Sie immer die gleiche Brennweite, also zoomen Sie nicht, wenn Sie die Bilderserie erstellen. Achten Sie zudem auf eine gleichbleibende Belichtung. Es gibt dafür auch Software, die Unterschiede in der Belichtung ausgleichen. Diese können aber nur bedingt das Ergebnis verbessern. Es ist immer besser, das Rohmaterial so perfekt wie möglich abzulichten. Eine Nachbearbeitung führt meist zu Qualitätsverlust.


Idealerweise haben Sie ein Stativ. damit halten Sie die Kamera immer gerade. Aus der Hand werden Sie keine guten Ergebnisse erzielen können. Zu große Neigungen führen zu einem schlechten Ergebnis. Im Notfall legen Sie die Kamera auf einer festen Ebene wie einem Tisch ab. Für besonders ambitionierte Fotografen bietet Hama oder

spezielle Drehplatten an, die Sie auf Ihr Stativ anbringen. Mehrere Haltepunkte nehmen dann das Panorama in Einzelbildern auf. Mit der Platte erhalten Sie auch die nötige Panorama-Software.

Panorama-Freeware von Microsoft

Nach Ihrem Foto-Shooting geht es nun an den Rechner, um die Einzelbilder zu einem Panoramabild zusammen zu setzen. Microsoft bietet dafür ein Gratis-Tool an. Die

erzeugt automatisch aus dem Bildmaterial ein Panoramabild. Die Freeware gibt es allerdings nur als englische Version. Da sich die Software aber intuitiv bedienen lässt, sollte das auch für weniger versierte Englischsprachler problemlos zu schaffen sein.


Zunächst ziehen Sie das Bildmaterial per Drag-and-Drop in das Programm. Alternativ lassen sich die Bilder auch über „File/New“ in das Programm einfügen. Das Programm setzt dann automatisch die Bilder zusammen. Zudem werden in diesem Schritt sowohl die Bildfarben als auch die Belichtung angeglichen.

Bildausschnitt wählen und exportieren

Nach diesem Schritt wählen Sie nun Ihren gewünschten Bildausschnitt aus. Dafür ziehen Sie ganz einfach den weißen Auswahl-Rahmen mit gedrückter Maustaste auf die gewünschte Größe. Sie können sich zudem über den Menüpunkt „Crop“, den Sie unterhalb des Bildes finden, den Bildausschnitt automatisch definieren lassen. Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche „Automatic Crop“ und die Software wählt einen Bildausschnitt aus.


Sind Sie mit dem gewählten Bildausschnitt zufrieden, exportieren Sie das Bild im Menüfenster „Export“. Dieses finden Sie unterhalb des Panoramabildes. Dort können Sie noch die Qualität und Ausgabegröße des Bildes definieren. Ihre Kreation wird dann als JPEG gespeichert.

Fazit

Das Programm von Microsoft ist einfach und in wenigen Schritten zu bedienen. Voraussetzung für eine gute Umsetzung Ihrer Panoramabilder ist gutes Rohmaterial. Achten Sie deshalb beim Foto-Shooting darauf, das Ihnen ausreichend Bildmaterial zur Verfügung steht. Die automatischen Programmfunktionen der Freeware sollten Ihnen so gute Ergebnisse liefern.

Sollten Sie kein oder nur ein schlechtes Ergebnis mit dem Image Composite Editor erzielen, erfahren Sie im Tutorial "Panorama mit Photomerge" oder lesen Sie unserem Ratgeber: Panorama und Bildverschmelzungen , wie Sie in Photoshop ein Panoramabild erstellen. Dafür sind zwar mehr Schritte nötig. Für den ambitionierten Hobbyfotografen wird sich das Programm jedoch bald bezahlt machen. Zudem stehen Ihnen wesentlich mehr Möglichkeiten zur Nachbearbeitung zur Verfügung.

Dienstag, 20.09.2011 | 10:00 von Christoph Supguth
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