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Pannenhilfe im WLAN - Wir helfen weiter

25.05.2015 | 15:51 Uhr |

WLANs sind bequem, können aber nie schnell genug sein. Frust kommt auf, wenn selbst teure Neugeräte schlechten Empfang haben oder die Netzwerk-Hardware durch Nachlässigkeiten falsch konfiguriert ist.

Jedes Netzwerk, egal, ob drahtloses WLAN oder verkabeltes LAN, hat seine eigenen Tücken. Funknetzwerke zeigen generell einen erheblichen Nachteil gegenüber dem kabelgebundenen Ethernet. Bei der Einrichtung ist es zunächst noch nicht absehbar, ob das fertige WLAN für die Teilnehmer auch schnell genug sein wird. Denn die effektive Datenrate hängt von zu vielen Faktoren ab: Verwendete 802.11-Standards, eingesetzte Hardware, Auslastung des Frequenzbands durch andere WLANs, störende Einflüsse durch andere elektrische Geräte. Und natürlich ist der Router und dessen Konfiguration als zentraler Access Point entscheidend: Durch Konfigurationsfehler wird der Router schnell zur eigentlichen Problemquelle. Die typischen Probleme, die das WLAN verleiden, Nerven rauben und Anwender im schlimmsten Fall sogar wieder zurück zum zu­verlässigen Ethernet-Kabel bringen, fassen die folgenden Punkte zusammen.

Trotz neuer Hardware: Immer noch schlechter Empfang

Leider wirken die schicken Aluminium- und Magnesium-Legierungen bei Notebooks und Ultrabooks auf die Antennen des internen WLAN-Chips als Abschirmung. Die interne WLAN-Antenne eines Notebooks kann nun mal keine optimale Leistung bringen. Schon ein günstiger, externer WLAN-Adapter, der über USB angeschlossen wird, bringt eine deutli­che Leistung. Noch besser: Verbinden Sie den Adapter über ein USB-Anschlusskabel, denn so können Sie das WLAN-Modul mit seinen Antennen je nach Bedarf und Standort auch noch unabhängig vom Notebook ausrichten und damit häufig einige ausschlaggebende dBm Signalstärke herausholen. Gerade in Wohnungen oder in Hotels macht oft schon eine bessere Ausrichtung des WLAN-Moduls in einem Radius von ein bis zwei Metern eine Menge aus. Da es sich dabei einfach um eine Verlängerung des USB-Anschlusses mit einem standardkonformen USB-Kabel handelt, spielen hier anders als beim Antennenkabel die Impedanz und die Dämpfung keine Rolle.

IP-Adressen Geräte im Netzwerk finden

Der DHCP-Server des Routers vergibt die IP-Adressen an Clients automatisch und zeigt die Zuordnung der Adressen auf seiner Weboberfläche in einer Tabelle an.

Angry IP Scanner (Legacy-Version): Die Freeware findet alle Netzwerkteilnehmer, indem sie alle Adressen eines angege­benen IP-Bereichs abklappert. Außerdem ist ein Portscan möglich, um Geräte zu iden­tifizieren.
Vergrößern Angry IP Scanner (Legacy-Version): Die Freeware findet alle Netzwerkteilnehmer, indem sie alle Adressen eines angege­benen IP-Bereichs abklappert. Außerdem ist ein Portscan möglich, um Geräte zu iden­tifizieren.

Bei neuen und zurückgesetzten Routern werden die IP-Adressen (DHCP-Leases) neu vergeben. Gerade bei selten eingeschalteten Netzwerkdruckern und NAS-Systemen ist es nervig, deren IP-Adresse immer erst über den Router zu ermitteln. Ein Scanner oder ein Netzwerkmonitor hilft bei der komfortablen Inventur des Netzwerks. Die englischsprachige Freeware Wireless Network Watcher zeigt in einer Liste die Teilnehmer im Netzwerk mit IP-Adresse und, falls vorhanden, mit Host-Namen und Beschreibung an. Anders als der Name vermuten lässt, zeigt der Wireless Network Watcher sämtliche Geräte im Netzwerk an – auch jene, die per Ethernet direkt mit dem Router verbunden sind. Ebenfalls gute Dienste leistet der Angry IP Scanner 2.21 Download der Legacy-Version ohne Java (Freeware, englischsprachig) für Fortgeschrittene, der nach einem Scan ebenfalls eine Liste anzeigt und dazu noch offene Ports überprüfen kann. Dies ist beispielsweise bei der Behebung von Verbindungsproblemen zum NAS oder Netzwerkdrucker hilfreich.

Router: Admin-Zugriff bei vergessenem Passwort

Wie lautete gleich wieder das Passwort für die Administrationsoberfläche des WLAN-Routers? Gerade bei Routern, die länger nicht in Betrieb waren oder von jemand anderem konfiguriert wurden, kommt es häufiger vor, dass sich niemand mehr an das Passwort erinnern kann. Damit wieder das Standardpasswort des Herstellers funktioniert, ist ein vollständiges Zurücksetzen der momentanen Routerkonfiguration erforderlich. Hierzu müssen Sie bei den meisten Routern, die Fritzbox ausgenommen, den im Szene-Jargon „30/30/30-Reset“ genannten Kaltstart durchführen:

1. Router einschalten und 30 Sekunden lang die Reset-Taste drücken. Bei vielen Geräten be­nötigen Sie dazu einen spitzen Gegenstand, da der Schalter tief im Gehäuse versenkt ist.

2. Bei gedrückter Reset-Taste trennt man das Gerät von der Stromversorgung und hält die Reset-Taste für weitere 30 Sekunden.

3. Die Reset-Taste weiterhin gedrückt halten und das Gerät wieder in Betrieb nehmen. Nach wei­teren 30 Sekunden können Sie die Reset-Taste wieder loslassen.

Router von Asus: Diese Geräte schalten nach dem vollständigen Reset erst in einen Reco­very-Modus. Nach Schritt 3 müssen Sie Asus-Router aus diesem Grund nochmals von der Stromversorgung trennen und erst nach ein paar Sekun­den wieder anschließen.

AVM Fritzbox: Falls Ihre Mailadresse in der Routerkonfiguration hinterlegt ist, kann Ihnen die Fritzbox einen Zugangs-Link zusenden. Klicken Sie hierzu auf der Weboberfläche auf „Kennwort vergessen?“ unterhalb der Kennwortabfrage und daraufhin auf „Push Service Mail senden“. Ist keine Mailadresse hinterlegt, müssen Sie ebenfalls die kompletten Einstellungen zurücksetzen. Das gelingt in den ersten zehn Minuten nach dem Start der Fritzbox über den Browser und die Weboberfläche per Klick auf „Kennwort vergessen? > „Werkseinstellungen wiederherstellen“.

Undokumentierte Router-Tricks für Profis

Nach einem Reset müssen Sie einen PC mittels Ethernet-Kabel mit dem Router auf einem der Netzwerkports verbinden, damit der Rechner per DHCP eine IP-Adresse bekommt. Die Routeroberfläche erreichen Sie zur Neukonfiguration im Browser über private Subnetzadressen wie etwa 192.168.0.254, 10.0.0.138 oder bei der Fritzbox über 192.168.178.1. Um die Adres­se herauszufinden, geben Sie im Anschluss da­ran unter Windows im Ausführen-Dialog

cmd /k ipconfig

ein. In der Ausgabe des Befehles ist unter „Standardgateway“ die IP-Adresse des Rou­ters oder Access Points angegeben. Die Log- ins der werksseitigen Standardzugänge von Routern stehen nicht nur im Routerhandbuch, sondern sind auch auf der Webseite RouterPasswords.com zusammengetragen.

Standardpasswörter, nach Herstellern geordnet: Wenn das Routerhandbuch nicht vorliegt, dann bietet die Webseite www.routerpasswords.com eine Datenbank zum Nachschlagen.
Vergrößern Standardpasswörter, nach Herstellern geordnet: Wenn das Routerhandbuch nicht vorliegt, dann bietet die Webseite www.routerpasswords.com eine Datenbank zum Nachschlagen.

Anmeldung scheitert: WLAN systematisch überprüfen

Wenn das Drahtlosnetzwerk des Routers ak­tiviert sowie offenkundig korrekt eingerichtet ist, die Verbindungsaufnahme der Netzwerk-Clients aber trotzdem scheitert, dann suchen Sie den möglichen Fehler systematisch.

1. Passwort überprüfen: In den meisten Fällen ist das WLAN-Passwort einfach falsch einge­geben, beispielsweise durch Irrtum, Vertipper oder ein unpassendes Tastaturlayout.

2. Enthält das Passwort Sonderzeichen? Nach den Spezifikationen von 802.11 darf ein WLAN-Passwort die druckbaren ASCII-Zeichen aus dem Bereich der ASCII-Codes von 32 bis 126 (dezimal) enthalten. Es kann jedoch sein, dass die Firmware eines Routers oder eines Geräts einige dieser Zeichen, die etwa auch in Programmiersprachen oder Scripts vorkommen, nicht unterstützt. Als Bestandteil von WLAN-Kennwörtern tabu sind damit alle Formen von Klammern, das Dollar-, Prozent-, Ausrufe- und Nummernzeichen sowie Schrägstriche.

Routereinstellungen sichern: Nach missglückten Experimenten lassen sich die Einstellungen aus dem Backup wiederherstellen.
Vergrößern Routereinstellungen sichern: Nach missglückten Experimenten lassen sich die Einstellungen aus dem Backup wiederherstellen.

3. Ist ein MAC-Filter auf dem Router aktiv? Sehen Sie in den Sicherheitseinstellungen des WLANs auf dem Router nach, ob eine Whitelist für bestimmte, erlaubte MAC-Adressen andere Clients ausschließt.

4. Unterstützt der Client den gewählten Funk-standard? Bei Routern mit Dual-Band und Du­al-Radio, die für den Standard 802.11n sowohl 5 GHz als auch 2,4 GHz anbieten können, ist es empfehlenswert zu überprüfen, dass 2,4 GHz nicht versehentlich abgeschaltet wurde.

5. Client als Fehlerquelle eingrenzen: Wenn ein Notebook oder Smartphone nicht in das WLAN kommt, testen Sie den Zugang in der Nähe des Routers mit einem anderen Client, etwa einem Smartphone. Meistens ist die WLAN-Konfiguration in Ordnung, aber die Signalstärke reicht auf dem problematischen Client nicht für die Anmeldung, obwohl das WLAN sichtbar ist.

6. WLAN-Router als Fehlerquelle: Auch wenn kein Ersatzrouter oder Access Point zum Testen bereitsteht, ist es nicht schwer, einen alternativen Hotspot aufzubauen. Ein Smartphone oder Tablet mit Android genügt, denn Hotspot-Fähigkeiten bietet Android bereits ab Version 2.2 (Froyo) an. Die Funktion ist Bestandteil des Betriebssystems und Sie benötigen hierzu keine zusätzliche App. Gehen Sie in Android auf die Einstellungen und danach auf „Drahtlos & Netzwerke“. Einer der Unterpunkte lautet „Te­thering und mobiler Hotspot“. Auch bei Apple-Geräten ab iPhone 4, iPads der dritten Generation sowie dem iPad Mini können Sie einen „persönlichen Hotspot“ in den Netzwerkeinstellungen konfigurieren. Wichtig dabei ist, WPA2-Verschlüsselung (WPA2 PSK) für realistische Testbedingungen zu wählen.

Alternativer Hotspot: Smartphones und Tablets, hier mit Android, können einen WLAN-Hotspot aufbauen. Damit können Sie Clients als Fehlerquelle ausschließen.
Vergrößern Alternativer Hotspot: Smartphones und Tablets, hier mit Android, können einen WLAN-Hotspot aufbauen. Damit können Sie Clients als Fehlerquelle ausschließen.

Sendeleistung hochschrauben: Viel hilft viel? Oder eher nicht?

Einige WLAN-Router erlauben es, die Sendeleistung in Prozentschritten oder in Milli­watt (mW) anzupassen. Wenn Clients in einer Ecke der Wohnung oder des Büros keine Verbindung mehr bekommen, ist unter Umständen gerade eine zu große Sendeleistung das Pro­blem. Denn ein hoher Pegel bedeutet nicht au­tomatisch auch besseren Empfang – im Gegenteil: Interferenzen in Gebäuden verstärken sich ebenfalls und die Signalqualität kann sogar schlechter sein als bei geringerer Sendeleistung. Überprüfen Sie, falls vorhanden, die Routereinstellungen zur Sendeleistung und regeln Sie diese testwei­se Schritt für Schritt herunter. Gerade inoffi­zielle Router-Firmware wie dd-wrt, OpenWRT und Tomato USB hat in den Standardeinstellungen oft eine zu große Sendeleistung (Transmit Power) voreingestellt.

Mehr Power für Ihr Netzwerk

Knappe Kanäle: Schneller trotz dichtem Verkehr

Vor allem in urbanen Gegenden sind freie Kanäle im 2,4-GHz-Band für 802.11b/g/n mittlerweile knapp. Die naheliegende, jedoch nicht immer korrekte Lösung ist, einfach den nächstbesten freien Kanal für das eigene Funknetzwerk zu wählen. Eine gute Kanalwahl ist allerdings nicht so einfach, da sich Kanäle in der Bandbreite von 2,4 GHz und auch beim meist weniger genutzten 5 GHz 802.11 überlappen. Da die Funk­kanäle eng nebeneinander liegen, sollten Sie zu fremden WLANs in der näheren Umgebung mindestens fünf Kanäle Abstand halten. Funkt also beispielsweise ein WLAN auf Kanal 1, sollte Ihr Router Kanal 6 nutzen, und wenn dieser belegt ist, Kanal 11. In Europa sind ebenfalls die Kanäle 1, 7 und 13 möglich, wobei auch in Deutschland vereinzelt WLAN-fähige Geräte in den Handel kommen, die über Ka­- nal 11 nicht hinauskommen. In dicht bebauten Ge­genden und mehrstöckigen Wohnhäusern ist das schlicht nicht möglich, da sich zu viele WLANs auf dem Frequenzband drängeln. Dann sollten Sie das eigene WLAN auf den gleichen Kanal legen wie das nächste fremde WLAN mit dem stärksten Signal. Denn in diesem Fall greift die Koordinationsfunktion „Distributed Coordination Function“ (DCF) moderner Router immer noch besser als bei überlappenden, interferierenden Kanälen. Sämtliche Netzwerke in Reichweite mit Kanal und Sendeleistung zeigt die englischsprachige Free­ware Wireless Net View an.

Optimale Kanalaufteilung: Die Kanalnummern 1, 6 und 11 eignen sich für alle Geräte. 1, 7 und 13 sind für Geräte nach der europäischen Norm ebenfalls möglich.
Vergrößern Optimale Kanalaufteilung: Die Kanalnummern 1, 6 und 11 eignen sich für alle Geräte. 1, 7 und 13 sind für Geräte nach der europäischen Norm ebenfalls möglich.

Windows will nicht: WLAN-Adapter nicht erkannt

Für den Fall, dass der WLAN-Adapter unter Windows nicht auffindbar oder ohne Reaktion sein sollte, überprüfen Sie als Erstes, ob das Funkmodul bei Notebooks überhaupt einge­schal­tet ist. Denn das Modul lässt sich durch einen gerne übersehenen Schalter am Gehäuse und/oder eine Tastenkombination auch versehentlich schnell ein- und ausschalten.

Geräte-Manager: Externe WLAN-Adapter funktionieren nicht mit jeder Windows-Ver­sion auf Anhieb. Überprüfen Sie, ob eventuell ein zusätzlicher Treiber notwendig ist.
Vergrößern Geräte-Manager: Externe WLAN-Adapter funktionieren nicht mit jeder Windows-Ver­sion auf Anhieb. Überprüfen Sie, ob eventuell ein zusätzlicher Treiber notwendig ist.

Ob der Treiber für den Netzwerkadapter richtig installiert ist, erfahren Sie unter Windows im Geräte-Manager. Drücken Sie die Windows-Taste und dazu die Taste R und geben Sie nun devmgmt.msc ein, um den Geräte-Manager zu starten. Kontrollieren Sie hier, ob die Hardware unter „Netzwerkadapter“ auftaucht. Tut sie das nicht oder ist der Eintrag mit einem Ausrufezeichen versehen, sollten Sie die Treiber erneut installieren. Wird das Problem allerdings auch hierdurch nicht gelöst, suchen Sie als Nächs­tes auf der Hersteller-Website nach neuen Treibern. Wenn sich der Geräte-Manager weiterhin beschwert, obwohl Sie aktuelle Netzwerktreiber installiert haben, dann hilft eventuell ein neuer Treiber für den Chipsatz – zu finden auf der Website des Chipsatzherstellers – oder ein aktuelleres Bios, das Sie von der Hersteller-Webseite der Hauptplatine oder des Notebooks herunterladen und anschließend installieren können.

Warum so geknickt? Netzwerkkabel provisorisch reparieren

Die Haltelaschen des RJ45-Steckers von Netzwerk- und Telefonkabel ohne zusätzliche, schützende Kunststoffhülle brechen leicht ab und das Kabel wird dann nicht mehr fest in seiner Netzwerkbuchse hängen.

Ohne Frage, am besten ist der Austausch des Netzwerkkabels mit einem qualitativ hochwertigeren Patch-Kabel, dessen Haltelasche zusätzlich von einer flexiblen Tülle geschützt ist. Auf die Schnelle, wenn keine anderen Mittel zur Verfügung stehen, gelingt es aber auch mit kleinen Kabelbindern, einen sicheren Halt des Steckers in einer Buchse zu improvisieren. Sie benötigen dazu typische Kabelbinder von 2,5 mm bis maximal 3,6 mm Breite. Entscheidend ist, dass die Sperrzunge nicht breiter als 4 mm ist.

Eine Lasche ersetzen: Wenn kein Ersatzkabel zur Verfügung steht, können Sie eine provisorische Haltelasche für den Ethernet-Stecker mit zwei Kabelbindern auf diese Weise nachbilden.
Vergrößern Eine Lasche ersetzen: Wenn kein Ersatzkabel zur Verfügung steht, können Sie eine provisorische Haltelasche für den Ethernet-Stecker mit zwei Kabelbindern auf diese Weise nachbilden.

1. Stellen Sie sicher, dass der rechteckige Kunststoffkopf in die Halteeinbuchtung einer Ethernet-Buchse passt, in der normalerweise die Lasche eines RJ-45 sitzt. Der Halt muss nicht passgenau sein, wichtig ist, dass der Kabelbinder nicht zu groß ist.

2. Mit einem Teppichmesser oder schlimmstenfalls mit einer Büroschere müssen Sie 2 bis 3 mm von der Höhe des rechteckigen Kunststoffkopfs abschneiden und dadurch niedriger machen, da­- mit dieser ganz in der oberen Einbuchtung der Buchse verschwindet. Der Verlust der Sperrzunge spielt hierbei keine Rolle.

Was nicht passt, wird passend gemacht: Die Kunststoffzunge darf nicht breiter als 4 mm sein und auch deren Höhe muss mit einem beherzten Schnitt halbiert werden, damit sie in die Netzwerkbuchse passt.
Vergrößern Was nicht passt, wird passend gemacht: Die Kunststoffzunge darf nicht breiter als 4 mm sein und auch deren Höhe muss mit einem beherzten Schnitt halbiert werden, damit sie in die Netzwerkbuchse passt.

3. Schneiden Sie diesen Kabelbinder auf eine Länge von etwa 40 mm zu und falten Sie das Band nach unten. Jedoch nicht mittig, denn der zugeschnittene Kunststoffkopf soll etwa 10 mm überstehen.

4. Legen Sie den Kunststoffkopf des Kabelbinders an die Stelle des Netzwerksteckers, an der sich die abgebrochene Haltelasche befand und fixieren Sie den Kabelbinder in dieser Position mit einem weiteren Binder, den Sie quer am Kabel anbringen und gut festzurren.

Hat die Operation geklappt, dann haben Sie nun den zugeschnittenen Kabelbinder längs am Netzwerkkabel befestigt und der kleinere Kunststoffkopf befindet sich an der Stelle der Haltelasche. Das nach unten gefaltete Band hat eine Federwirkung und wird von einem zweiten Kabelbinder fixiert. Mit Sorgfalt schieben Sie das so modi­fizierte Kabel in die Ethernet-Buchse und lassen den Kunststoffkopf einrasten, um einen stabilen Sitz des Steckers zu erhalten. Es handelt sich dabei natürlich lediglich um eine provisorische, wenn auch stabile Lösung für Notfälle.

Stabiler Sitz: Die Kunststoffzunge des längs angebrachten Kabelbinders schiebt sich wie eine Haltelasche in die obere Ausbuchtung des Ethernet-Ports und verhindert damit ein leichtes Abziehen.
Vergrößern Stabiler Sitz: Die Kunststoffzunge des längs angebrachten Kabelbinders schiebt sich wie eine Haltelasche in die obere Ausbuchtung des Ethernet-Ports und verhindert damit ein leichtes Abziehen.
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