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Linux-Software installieren

06.09.2007 | 08:51 Uhr |

Für Linux gibt es eine riesige Menge Software kostenlos im Internet. Bei der Installation helfen Paketmanager wie apt oder rpm - oder Sie kompilieren den Quellcode einfach selbst.

Alle großen Linux-Distributionen kommen mit einigen Hundert Software-Paketen. Bequem installieren Sie diese mit dem systemeigenen Paketmanager von CD/DVD. Reicht Ihnen das noch nicht, können Sie auf einen großen Software-Fundus im Internet zurückgreifen. Häufig gibt es passende Pakete für Ihre Distribution: Wenn Sie sie auswählen, nimmt Ihnen ein Paketmanager fast die ganze Arbeit ab. Wenn es aber kein passendes Paket gibt, müssen Sie selbst zur Kommandozeile greifen und die Software aus dem Quelltext kompilieren.

Benutzen Sie, wann immer es geht, den Paketmanager Ihrer Distribution – unter Open Suse ist das Yast, unter Debian/Ubuntu/Knoppix kommt apt zum Einsatz beziehungsweise dessen grafische Front-Ends Synaptic (Ubuntu) oder Adept (Kubuntu). Der Hintergrund für diese Empfehlung: Viele Software-Pakete sind voneinander abhängig. Ein Beispiel: Eine Anwendung „A“ benötigt ein Bibliothekspaket „lib“ mindestens in der Version 5.1, Programm „B“ braucht die gleiche Bibliothek, aber in Version 5.2, und „C“ benötigt die ältere Version 4, deshalb muss auch sie installiert sein. Ein System mit solchen Abhängigkeiten ist vom Anwender kaum zu überschauen. Ein Paketmanager sorgt für ein konsistentes System.

Zwar bieten die meisten Systeme mit Programmen wie Synaptic oder Yast eine grafische Oberfläche zur Paketverwaltung an, mit Konsolenbefehlen haben Sie aber mehr Kontrolle und sind unabhängig von der grafischen Oberfläche. Für die meisten hier angegebenen Befehle müssen Sie sich zuvor als Systemverwalter root anmelden.

Der von Red Hat entwickelte „Red Hat Package Manager“ kommt außer in Distributionen wie Red Hat Enterprise Linux (RHEL) oder Fedora auch etwa bei Open Suse zum Einsatz. RPM stellt sicher, dass die Voraussetzungen für alle installierten Pakete erfüllt sind: Benötigt ein neu zu installierendes Paket zusätzliche, noch nicht installierte Software, verweigert RPM vorerst die Installation. RPM verweigert auch das Entfernen von Software, wenn sie von anderen noch installierten Paketen gebraucht wird.

Gleichzeitig vereinfacht RPM das Einrichten neuer Software. Entwickler können mit RPM dafür sorgen, dass bei der Installation eines Pakets bestimmte Befehle ausgeführt werden, um die Software zu konfigurieren.
Wir stellen im Folgenden die konsolenbasierte Nutzung vor, die auf allen RPM-basierten Systemen funktioniert. Sie bringen jeweils unterschiedliche grafische Tools mit, um RPM-Pakete zu installieren. Unter Open Suse sind das etwa Yast, Zen oder Smart, Fedora setzt vorwiegend auf Yum.

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