PDF-Tools

PDF-Dateien gratis selber machen

Donnerstag, 07.10.2010 | 13:54 von Peter-Uwe Lechner
Von wegen teure Acrobat-Software von Adobe: Wir stellen Ihnen eine Sammlung der besten kostenlosen Programme zum Betrachten, Erstellen, Bearbeiten und Umwandeln von PDF-Dateien vor.
Kostenlose PDF-Programme für jeden Zweck
Vergrößern Kostenlose PDF-Programme für jeden Zweck
© 2014

Wenn es um das Herstellen von PDF-Dateien geht, verlassen sich die meisten Unternehmen auf das Programm Acrobat von Adobe, dem Erfinder des „Portable Document Format“. Doch welcher private PC-Benutzer kann und will schon 600 Euro für die aktuelle Version 9 des Programms ausgeben, zumal man die Herstellungsfunktion im Heimbereich eher selten braucht. Anders sieht’s beim Anzeigen von PDF-Dateien aus. Bedienungsanleitungen zu sämtlichen Produkten rund um den PC kommen heute vorzugsweise nur noch als PDF-Datei auf CD oder DVD. Auch im Internet werden Handbücher, Broschüren und andere Schriften meist in diesem Format angeboten. Ein PDF-Anzeigeprogramm ist also heutzutage Pflicht auf jedem Computer. Ist unter Windows kein PDF-Betrachter installiert, quittiert das Betriebssystem einen Doppelklick auf eine PDF-Datei mit der Meldung „Die folgende Datei kann nicht geöffnet werden“. Bei aktivierter Option „Webdienst für die Suche nach dem richtigen Programm verwenden“ wird nach einem Klick auf „OK“ eine Internetseite geladen, die unter anderem den Adobe Reader vorschlägt. Auf vielen neuen Computern ist er für die Anzeige von PDF-Dateien bereits vorinstalliert.

Mit dem Adobe Reader in der aktuellen Version 9.3 lassen sich alle erdenklichen PDF-Dateien öffnen, in verschiedenen Ansichten auf dem Bildschirm anzeigen und seitenweise oder komplett ausdrucken. Außerdem können Sie damit PDF-Formulare ausfüllen, die immer mehr Behörden und Unternehmen online anbieten. Weitere praktische Funktionen des Programms: In PDF-Dateien lassen sich Kommentare und Ergänzungen einfügen. Und die gute Stichwortsuche hilft bei der Navigation durch längere Werke.

Doch vielen PC-Benutzern ist der Adobe Reader inzwischen aus zweierlei Gründen suspekt: Er gilt als völlig überfrachtet und behäbig. Mit seiner Vielzahl von Erweiterungen macht er sich mit mehr als 150 MB auf der Festplatte breit. Außerdem gräbt er sich tief in Windows ein und wirkt sich so negativ auf dessen Startgeschwindigkeit aus. Zweiter Kritikpunkt: Da der Adobe Reader so weit verbreitet ist, entwickelt er sich immer mehr zur beliebten Zielscheibe von Virenprogrammierern. Inzwischen gibt es jedoch eine Reihe von kostenlosen Alternativen, die bei PDF-Dateien nicht nur den Adobe Reader ersetzen, sondern teilweise sogar die Funktionen von Acrobat übertreffen. PC WELT stellt die besten Programme hier kurz vor.

PDF-Dateien anzeigen
Foxit Reader: Der mit rund 6 MB sehr kleine Foxit Reader ist eine schnelle und einfach zu bedienende Acrobat-Reader-Alternative zum Anzeigen, Durchsuchen und Drucken von PDF-Dateien. Auch einfache Bearbeitungsfunktionen, etwa für Kommentare, sind vorhanden. Einziger Nachteil: Das Programm gibt’s nur in einer englischsprachigen Version. Die portable Version hat denselben Funktionsumfang, der für die gängigen Anzeigezwecke in der Regel völlig ausreicht.

Eine echte Alternative zum Adobe Reader ist der
PDF-Xchange Viewer.
Vergrößern Eine echte Alternative zum Adobe Reader ist der PDF-Xchange Viewer.
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PDF-Xchange Viewer: Ebenfalls schnell, aber mit mehr Bearbeitungsfunktionen ausgestattet ist der PDF-Xchange Viewer . Das Programm kann gleichzeitig mehrere PDF-Dateien geöffnet halten und zeigt sie übersichtlich geordnet auf einzelnen Registerkarten („Tabs“) an. Im Programmfenster kann man links wie beim Adobe Reader wahlweise eine Minivorschau der PDF-Seiten oder Lesezeichen einblenden. Äußerst praktisch: An beliebigen Stellen eines Dokuments lassen sich Kommentare einfügen. Außerdem können bestimmte Inhalte mit Farbe und Symbolen hervorgehoben werden. Geöffnete PDF-Dateien lassen sich ausschnitt- oder seitenweise unter anderem als BMP-, JPEG-, TIF- und PNG-Grafik exportieren. Wie der Adobe Reader integriert sich die Software nahtlos in die Windows-Umgebung. Und das sogar noch einen Tick besser: Bei der Installation lässt sich das Programm als Erweiterung für die Internet-Browser Internet Explorer, Firefox, Opera und Chrome einbinden. Dann werden im Internet angeklickte PDF-Dateien automatisch im PDF-Xchange Viewer angezeigt.

Außerdem wird eine Erweiterung für den Windows-Explorer installiert, durch die er eine Vorschau zu PDF-Dateien anzeigen kann. Ist Microsoft Office 2007 oder 2010 mit Outlook installiert, übernimmt der PDF-Xchange Viewer die Vorschau der E-Mail-Anhänge im PDF-Format direkt im Outlook-Nachrichtenfenster. Die jeweils aktuelle Programmversion ist auch als portable Variante kostenlos verfügbar. Sie eignet sich besonders zum Mitnehmen auf einem USB-Stick. PDF-Xchange Viewer Portable ist nach dem Entpacken des Archivs rund 15 MB groß und enthält alle Funktionen der installierbaren Version. Ohne weitere Konfiguration ist die Software sofort startklar. Das Öffnen einer PDF-Datei per Doppelklick funktioniert bei der portablen Version allerdings nicht. Gehen Sie hier stattdessen im Menü den Weg über „Datei, Öffnen“, oder drücken Sie bei gehaltener Strg-Taste auf die Taste O.

Donnerstag, 07.10.2010 | 13:54 von Peter-Uwe Lechner
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