Sicherheit

PC mit Alternativpfaden sicher einrichten

Donnerstag den 10.07.2008 um 16:30 Uhr

von Christoph Metzger

Wenn Sie bei der Installation von Software den Standardpfad ändern, sind MalwareAngriffe unmöglich. Falsch! Installieren Sie wenn möglich das Betriebssystem und sämtliche Anwendungen nicht in die standardmäßig vorgegebenen Pfade, sondern geben Sie benutzerdefinierte Speicherorte an. Ziel ist es dabei, einige relevante Standardvoreinstellungen so zu verändern, dass Schädlingsprogramme, die auf ein standardisiertes Betriebssystem vertrauen, keine Angriffsfläche mehr finden. Tatsache ist: Die Einnistung von Trojanern, Würmern und Viren können Sie durch diesen Trick immerhin erschweren, jedoch keineswegs verhindern. Für Malware-Programmierer ist es nämlich ein Leichtes, statt eines festen Pfads die Angabe zum tatsächlichen Speicherpfad aus der Registry auszulesen. Zudem verlangen manche älteren Software-Add-ons Standardpfade, ansonsten verweigern die Zusätze ihren Dienst.

Kampf wird in wenigen Stunden entschieden
Ohne Antiviren-Software geht es heute nicht mehr. Wer den Virenscanner täglich aktualisiert, dem können neue Schädlinge nichts anhaben. Falsch! So gut wie alle Virenscanner und Anti-Spyware-Tools lassen sich über das Internet auf den neuesten Stand bringen. Klar – ein Malware-Scanner mit seit Wochen nicht mehr aktualisierter Suchdatenbank kann gerade erst in Umlauf gebrachte Schädlinge nicht erkennen und macht das Abwehrprogramm dadurch wirkungslos.

Damit Sie umgehend ein Update für Ihre Antiviren-Software erhalten, wenn es verfügbar ist, müssen Sie die Software entsprechend konfigurieren. Eine gute Lösung ist eine Einstellung, die immer dann nach Updates sucht, wenn Sie online gehen. Doch die Hersteller von Virenabwehrprogrammen reagieren unterschiedlich schnell auf neue Gefahren. Unsere Tests in der Vergangenheit belegen: Wirklich schnell genug ist kein Anbieter. Die Spitzenreiter unter den Herstellern liefern aber immerhin im Schnitt innerhalb der ersten vier Stunden nach dem Bekanntwerden eines neuen Schädlings die nötigen Signaturen. Andere Hersteller reagieren teilweise mit wesentlich größerer Verzögerung – so kann es zu Infektionen kommen.

Donnerstag den 10.07.2008 um 16:30 Uhr

von Christoph Metzger

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