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Windows abschotten

15.10.2007 | 09:00 Uhr |

Sie benutzen Ihren PC nicht allein - und Sie wollen sicherstellen, dass die einzelnen Benutzer keinen Unfug damit treiben. Das war bisher kein leichter Job: Familien-Admins und Schulungsleiter können ein Lied davon singen. Mit zwei Tools wird jetzt einiges einfacher.

An Ihrem PC arbeiten, surfen oder spielen mehrere Leute - etwa in einem kleinen Büro, weil Ihr Nachwuchs ihn benutzt oder der Rechner als Multimedia- und Surfstation für mehrere Leute dient. Sie tragen die Verantwortung für das System und wollen deshalb verhindern, dass Schädlinge eingeschleppt werden, jemand das System verkonfiguriert oder Ihr Sohn auf Web-Seiten gerät, die er besser noch nicht sehen sollte. Mit einem Microsoft-Tool für Windows XP können Sie Benutzerkonten bequem so beschränken, dass jeder nur noch tun kann, was Sie erlauben - ob lokal oder im Internet. Außerdem erfahren Sie, wie Sie unter Windows geschützte und verschlüsselte Daten auf Ihrem Rechner auslesen, und wie Sie das System dauerhaft vor ungewollten Veränderungen bewahren.

Mit dem Microsoft-Tool Steadystate verwirklichen Sie auf Ihrem PC das, was sich die Minister Schäuble und Beckstein für das reale Leben zu wünschen scheinen: Alle werden vorsorglich in Zellen eingesperrt, erlaubt sind nur geregelter Hofgang, Arbeit und Duschen. Wer sich als zuverlässig erweist, wird Freigänger und bekommt ein paar Freiheiten mehr. Im realen Leben ein Alptraum - für Ihren PC möglicherweise hochwillkommen.

Als PC-Verantwortlicher wissen Sie dann, dass der Nutzer keinen Schaden anrichten kann, und diesen stören die Begrenzungen eventuell gar nicht besonders, weil er in bestimmten Situationen nicht mehr erwartet: Auf einem Wohnzimmer-PC mit Multimedia-Bibliothek geht es eben nur darum, Filme und Musik abzuspielen, der Kneipen-PC soll ein Jukebox sein, den Zugang ins Internet sowie vielleicht ein PC-Spielchen bieten, und der Schulungsrechner etwa einen Web-Editor und einen Browser starten. Die meisten Klagen wird wohl der Familien-Admin hören, dessen Kindern die Einschränkungen sicher nicht passen werden.

Vorhanden, aber versteckt: Theoretisch lässt jedes Windows 2000/XP über System-Richtlinien und NTFS-Rechte so einmauern, dass die Benutzer wenig bis nichts dürfen und Schädlinge kein Schlupfloch mehr finden. Das Hantieren mit Konten, NTFS-Rechten und der Management-Konsole Gpedit.MSC ist aber reichlich komplex. Hinzu kommt, dass gerade der Familien-PC, der unter XP Home läuft, nur einen geringen Teil dieser Möglichkeiten bietet.

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