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So lösen Sie Software-Debakel

01.06.2013 | 09:05 Uhr |

Fehler rund um Programme gehören zu den häufigsten Schwierigkeiten, die Windows-Benutzern begegnen. Wir nehmen einige besonders lästige Fehler unter die Lupe.

Bei reproduzierbaren Programmabstürzen sollten Sie versuchen zu rekonstruieren, was am System verändert wurde, bevor der Fehler zum ersten Mal auftrat. Haben Sie zum Beispiel zuvor Treiber oder Programme installiert, die tief ins System eingreifen, wie etwa einen Virenscanner, dann eignet sich zur Diagnose auch der abgesicherte Modus von Windows. Viele Programme bieten eine Reparaturfunktion über den Installations-Eintrag unter „Programme und Funktionen“ in der Systemsteuerung von Windows Vista7/8 (bei XP noch „Software“), um Bibliotheken zu ersetzen.

1.) Ärger mit dem .NET Framework
Das .NET Framework ist bei Windows Vista/7/8 in unterschiedlichen Versionen als Systemkomponente enthalten. Über Windows Update gibt es zudem optionale Aktualisierungen. Wenn ein Update fehlschlägt, dann bleibt das .NET Framework meist als Ruine zurück. Sollte auch die De-Installation über „Systemsteuerung ➞ Programme und Funktionen ➞ Programme hinzufügen oder entfernen“ nicht mehr klappen, gibt es noch einen anderen Weg: Der Microsoft-Entwickler Aaron Stebner bietet mit dem Dotnetfx Cleanup einen eigenen De-Installer an. Nachdem Sie das Tool aufgerufen haben, wählen Sie nach der Bestätigung des Lizenzhinweises neben „Product to cleanup“ den Eintrag „. NET Framework – All Versions“ und klicken auf „Cleanup Now“.

Sauber entfernen: Mit Dotnetfx Cleanup lassen sich alle zusätzlichen Versionen und Komponenten von .NET Framework, die nicht zum Betriebssystem gehören, de-installieren.
Vergrößern Sauber entfernen: Mit Dotnetfx Cleanup lassen sich alle zusätzlichen Versionen und Komponenten von .NET Framework, die nicht zum Betriebssystem gehören, de-installieren.

Das Tool entfernt nun alle .NET-Varianten, die nicht zum System selbst gehören. Nachdem sie entfernt wurden, ist ein Neustart vonnöten, danach können Sie erneut die aktuelle Version 4 des .NET Frameworks sowie nachfolgend die verfügbaren Aktualisierungen über Windows Update sauber einrichten. Wenn Programme darauf beharren, kann es notwendig sein, aus Kompatibilitätsgründen die Version 3.5 des .NET Frameworks zusätzlich zu installieren. Nach Installation und Updates lässt sich mittels Netfx Setupverifier prüfen, ob das .NET Framework korrekt eingerichtet ist. Wählen Sie dazu in der Liste des Tools zum Beispiel den Eintrag „.NET Framework 4“ und klicken Sie auf „Verify Now“. Die Meldung „Product verification succeeded!“ zeigt Ihnen an, dass alles in Ordnung ist.

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2.) Fehlende Visual C++ Redistributable
Unabhängig vom .NET-Framework benötigen Programme, die mit Microsoft Visual C++ entwickelt wurden, wiederum ihre eigenen Bibliotheken. Sonst scheitert der Programmaufruf und gibt eine Fehlermeldung aus, dass eine DLL nicht gefunden wurde. Typische Kandidaten sind dabei die Dateien MSVCR70.DLL, MSVCR71.DLL, MSVCR 80.DLL, MSVCR90.DLL und MSVCP90.DLL sowie MSVCM90.DLL und MSVCR 100.DLL, deren Fehlen moniert wird.

Die Lösung ist in diesem Fall die Installation beziehungsweise Neuinstallation der Visual C++ Redistributable, einer Sammlung der erforderlichen Bibliotheken für Programme, die mit Visual C++ entwickelt wurden. Diese Bibliothek liegt inzwischen in vier verschiedenen Versionen vor, und die neueste Variante ist nicht vollständig abwärtskompatibel. Viele Programme verlangen nach bestimmten älteren Versionen der Visual C++ Redistributable . Dort finden Sie deshalb alle Varianten, jeweils in der 32-Bit- und in der 64-Bit-Ausführung.

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