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Pannenhilfe im Netzwerk - Verbindung reparieren leicht gemacht

25.04.2013 | 10:09 Uhr |

Die Fehlersuche bei Netzwerk und Internetverbindung ist auch für erfahrene Benutzer eine Herausforderung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Ursache systematisch eingrenzen.

Das Netzwerk streikt oder ist so langsam, dass Sie einzelne Netzwerkpakete per Handschlag begrüßen können? Da sowohl Software in Form von Treibern, als auch Hardware eine schier unerschöpfliche Quelle für Verbindungsprobleme sein kann, hilft hier nur systematisches Vorgehen.

Internetverbindung: Fehlersuche im Netzwerk
Ist kein Zugriff auf andere Rechner im Netzwerk möglich, ist der Fall klar: Es handelt sich um ein Verbindungsproblem im lokalen Netzwerk. Fällt dagegen die Internetverbindung aus, gilt es festzustellen, an welcher Stelle das Problem auftritt. Bei typischen Heimnetzwerken mit einem zentralen Router lässt sich schnell herausfinden, ob es sich um eine externe oder interne Ursache handelt. In der Eingabeaufforderung von Windows stehen zur Diagnose dazu zwei Werkzeuge bereit: Ping und Tracert.

Internes Problem: Um die Verbindung zum Router zu testen, öffnen Sie ein Fenster der Eingabeaufforderung und geben den Befehl "tracert pcwelt.de" ein. Dieses DiagnoseTool ermittelt die Route von Datenpaketen zu einem Ziel, hier pcwelt.de, und listet dabei alle Zwischenstationen auf. Die erste Zwischenstation ist der Router, der sich brav mit seiner IP-Adresse melden sollte. Zwei typische, voreingestellte Standardadressen bei Routern sind die IPs 192.168.0.254 oder 10.0.0.138. Wenn sich der Router gar nicht meldet, dann ist das Problem intern im lokalen Netz zu suchen.

Keine Verbindung: Wenn der Windows-Explorer keine Verbindung zu einer Freigabe herstellen kann, sehen Sie in der Eingabeaufforderung mit „net use“ nach, woran es liegt.
Vergrößern Keine Verbindung: Wenn der Windows-Explorer keine Verbindung zu einer Freigabe herstellen kann, sehen Sie in der Eingabeaufforderung mit „net use“ nach, woran es liegt.

Externes Problem: Meldet der Browser bei sämtlichen Seiten nur noch „Server nicht gefunden“, überprüfen Sie mit Ping, ob ein Server überhaupt antwortet – beispielsweise mit ping pcwelt.de. Wenn Sie als Ausgabe „Ping-Anforderung konnte Host ‚pcwelt.de‘ nicht finden“ erhalten, wurde dem Namen „pcwelt.de“ keine IP-Adresse zugeordnet. Dies kann auf einen Fehler bei der Namensauflösung über DNS hinweisen. Versuchen Sie, die IP-Adresse mit ping 62.146.91.230 zu erreichen. Funktioniert auch das nicht, ist die Internetverbindung definitiv unterbrochen. Wenn der Router aber korrekt antwortet, was der erste Test ermittelt hat, dann ist das Problem meist ein externes und liegt an der DSL-Verbindung beziehungsweise an der Internetanbindung des Providers.

Netzwerk einrichten und optimieren

Kein Zugriff auf PCs im lokalen Netz
Ist im lokalen Netz keine Verbindung möglich, dann nehmen Sie sich zuerst den Rechner vor: Im Infobereich von Windows zeigt das Netzwerk- oder WLAN-Symbol, ob eine Verbindung aktiv ist. Ist die Kabelverbindung unterbrochen, überprüfen Sie zunächst offensichtliche Fehlerquellen: Mit Bürostühlen überfahrene Netzwerkkabel haben die Eigenschaft, innen zu brechen. Ein Konstruktionsfehler vieler Ethernet-Kabel sind filigrane Kunststoffklemmen, die den Stecker in der Netzwerkbuchse halten sollen, jedoch leicht abknicken. Zur einfachen Kontrolle der physikalischen Verbindungen haben Netzwerkbuchsen an Hauptplatine und Notebooks zwei LEDs: Eine grüne LED leuchtet, wenn eine Verbindung zum Netzwerk besteht, die gelbe LED zeigt den Status der Übertragung an und flackert, wenn Daten übertragen werden.

Router und günstige Hubs zeigen stattdessen an der Vorderseite eine einzige grüne LED. Wenn die grüne LED gar nicht leuchtet, probieren Sie mit dem gleichen Kabel an einem anderen PC oder Notebook aus, ob die Netzwerkverbindung funktioniert. Für den Fall, dass auch hier nichts geht, ist das Verbindungskabel vom PC zum DSL-Router defekt und Sie müssen es austauschen. Bei WLAN-Adaptern ist es wichtig, darauf zu achten, dass bei Notebooks der WLAN-Chip auch wirklich eingeschaltet ist. Das klingt zwar banal, ist jedoch ein durchaus häufiger Fehler, der auch erfahrenen Anwendern unterläuft. Notebooks haben dafür einen eigenen Schalter am Gehäuse oder sie besitzen dazu eine FN-Tastenkombination.

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