Cleveres Boot-Programm

PC-Hardware auch ohne Windows per USB-Bootstick ermitteln

Dienstag, 15.05.2012 | 10:44 von Arne Arnold
Verwandeln Sie einen USB-Stick in ein Analyselabor
Vergrößern Verwandeln Sie einen USB-Stick in ein Analyselabor
© istockphoto.com/martinplkang
Ein USB-Stick kann viel mehr, als nur Daten transportieren. Mit dem richtigen Programm verwandeln Sie jeden USB-Stick in ein PC-Hardware-Analyse-Gerät. Mit diesen Tools geht’s auch noch gratis.
Wenn Sie wissen wollen, welche Hardware in einem PC steckt, können Sie normalerweise Infos in der Systemsteuerung von Windows einholen. Benötigen Sie genauere Informationen über die verbauten Geräte, helfen Programme wie SiSoftware Sandra .

Doch sollte Windows mal nicht mehr starten wollen oder fehlt Ihnen das Passwort für die Windows-Anmeldung, bleiben Ihnen diese Wege verwehrt. Abhilfe schafft hier ein bootfähiger USB-Stick mit einem Linux-basierten System. Das Erstellen des Sticks und seine Bedienung sind ganz einfach.

Das brauchen Sie für den Hardware-Analyse-Stick

Als bootfähiges System kommt die beitrag_id link 289336 System Rescue CD zum Einsatz. Sie laden sich das System zunächst als ISO-Datei auf die Festplatte. Das System bietet mehrere Tools für die Wartung und Reparatur von Windows-Systemen. Bringen Sie es auf Ihren USB-Stick, können Sie damit einen PC starten und analysieren, welche Hardware eingebaut ist. Dafür bietet die System Rescue CD das Programm HDT (Hardware Detection Tool von Van de Keizer) an.

Fürs Erstellen des bootfähigen Sticks benötigen sie noch das kostenlose Programm Unetbootin . Außerdem benötigen Sie einen USB-Stick mit mindestens 500 MB Speicherkapazität.

Wichtig: Bei den meisten Aktionen, die einen USB-Stick bootfähig machen, wird der Stick zu Beginn formatiert. Alle bereits darauf gespeicherten Daten gehen somit verloren. Sollten sich auf Ihrem USB-Stick Daten befinden, sichern Sie diese auf Festplatte, bevor ihn bootfähig machen.

So erstellen Sie den Hardware-Analyse-Stick

Stecken Sie Ihren USB-Stick an den PC und prüfen Sie im Windows Explorer, welcher Laufwerksbuchstabe ihm zugewiesen wurde. Starten Sie das Programm Unetbootin . Setzen Sie einen Punkt vor „Abbild“ und wählen Sie über den Knopf am Ende der Zeile die ISO-Datei von der System Rescue CD. Es ist die Datei systemrescuecd-x86-2.5.1.ISO. Eine Zeile tiefer wählen Sie hinter „Laufwerk“ den Laufwerksbuchstaben Ihres USB-Sticks aus. Ein Klick auf „OK“ startet die Aktion. Sobald Unetbootin fertig ist, fordert es Sie zu einem PC-Neustart auf. Das ist aber nur nötig, wenn Sie den Stick auch gleich ausprobieren wollen.

Ein Teil der System Rescue CD ist das HDT, womit sich die
im PC verbaute Hardware analysieren lässt.
Vergrößern Ein Teil der System Rescue CD ist das HDT, womit sich die im PC verbaute Hardware analysieren lässt.

So nutzen Sie den Hardware-Analyse-Stick

Starten Sie Ihren PC mit angsteckten USB-Stick und wählen Sie als Boot-Medium den USB-Stick aus. Alle modernen Hauptplatinen bieten ein Auswahlmenü beim Booten, über das Sie das gewünschte Bootmedium, etwa Festplatte, DVD-Laufwerk oder USB-Anschluss auswählen können. Das Auswahlmenü erscheint nur dann, wenn Sie kurz nach dem Einschalten des PCs eine bestimmte Taste drücken. Welche das ist, wird am Bildschirm angezeigt. Die Info erscheint etwa in der Form: „Press F8 for BBS Popup“ oder einfach „F2 for Boot Menu“. Sollte Ihr PC diese Info nicht bieten und auch das Handbuch der Platine nicht weiterhelfen, dann müssen Sie ins BIOS.

Der System-Reparatur–Stick startet ein Auswahlmenü, in dem Sie über die PfeilUnten- und Enter-Taste den Eintrag HDT wählen. Nach wenigen Sekunden startet das Tool automatisch im Menü-Modus („Menu mode“). Sie bedienen es über die Pfeiltasten und können sich so Infos über die meisten Komponenten des PC holen.

Dienstag, 15.05.2012 | 10:44 von Arne Arnold
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1464359