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Wie fit ist Ihr PC?

19.12.2008 | 14:20 Uhr |

Warten Sie nicht, bis Ihr PC streikt: Mit einem regelmäßigen Check lassen Sie es gar nicht so weit kommen. Die besten Tipps und Tools zur Hardware-Überwachung finden Sie hier.

Lüfterdrehzahlen und Temperaturen auf einen Blick
Vergrößern Lüfterdrehzahlen und Temperaturen auf einen Blick
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Es gibt klare Warnsignale, wenn ein PC Hilfe braucht: Windows reagiert immer langsamer, Programmstarts dauern länger, die Lüfter arbeiten lauter und häufiger. Außerdem macht die Festplatte seltsame Geräusche. Doch viel zu schnell gewöhnt man sich an derartige Alarmzeichen oder erkennt sie nicht als solche. Wenn Sie aber nicht darauf reagieren, werden sich Abstürze häufen – und irgendwann fährt Ihr Rechner nicht einmal mehr hoch. Mit unseren Tipps und Tools erkennen und beheben Sie PC-Probleme bereits im Vorfeld.

Analyse unter Windows
Besonders komfortabel sind Tools, die Ihre Hardware unter Windows überwachen. Damit haben Sie Parameter wie Temperatur und Lüfterdrehzahl permanent im Blick. Und ist etwas nicht in Ordnung, bekommen Sie das gleich mit: Die Software-Helfer schlagen Alarm.

Hauptplatine
Die Hauptplatine bietet viele Möglichkeiten zur Überwachung, da an ihr alle Komponenten angeschlossen sind. So können Sie beispielsweise die Drehzahl der Lüfter sowie die Temperatur von CPU, Chipsatz, Grafikkarte und Netzteil im Auge behalten. Viele Hauptplatinen-Hersteller packen ein auf das jeweilige Modell abgestimmtes Windows-Tool in den Lieferumfang, das dann auch gleich Überwachungsfunktionen besitzt – etwa Biostar T-Power, Asus AI Suite, Abit yGuru, Gigabyte EasyTune und MSI Dual Core Center. Vorteil: Sie lesen die Drehzahl- und Temperatursensoren auf der Platine aus und lassen sich unkompliziert konfigurieren. Daneben bieten die Chipsatz-Hersteller für ihre Produkte universell einsetzbare Windows-Tools an – beispielsweise AMD Overdrive, Intel Desktop Control Center oder Nvidia nTune. Fehlt für Ihre Hauptplatine ein solches Tool, hilft Speedfan weiter. Speedfan kann das Lüftertempo von mehr als 200 Hauptplatinenmodellen auslesen. Außerdem erlaubt es die Überwachung vorhandener Temperatursensoren des Prozessors, der Hauptplatine und des Netzteils. Unter Windows können Sie zudem die Hitzeentwicklung der CPU, der Grafikkarte, der Festplatte, des Netzteils und des Chipsatzes überwachen. Alle Messwerte, die Speedfan ausliest, bekommen Sie nach einem Klick auf „Readings“ präsentiert. Welche Temperaturwerte normal beziehungsweise ungefährlich sind und ab wann es kritisch wird, erfahren Sie in der folgenden Tabelle.

Empfehlung

Gefahr

CPU

40 °C

70 °C

Festplatte

40 °C

50 °C

Grafikkarte

60 °C

90 °C

Gehäuse

35 °C

50 °C

Hauptplatine

50 °C

70 °C

Speicher

40 °C

55 °C

1) integrierter Sensor, Temperatur innerhalb der Komponente;
2) Messwert eines externen Temperaturfühlers, entweder in unmittelbarer Nähe oder im Kontakt mit der Komponente

Prozessor
Die CPU behalten Sie mit dem Tool Rightmark CPU Clock Utility im Auge. Die englischsprachige Freeware zeigt den aktuellen Takt („CPU Core clock an throttle“) an, die Auslastung von Prozessor und Betriebssystem („CPU load and OS load“) – inklusive einer zusätzlichen grafischen Anzeige im Systray – sowie den CPU-Multiplikator und die Spannungsversorgung („CPU Frequency ID (FID) and Voltage ID (VID)“). Besitzt Ihre CPU einen integrierten Temperaturfühler, liest Rightmark auch die Prozessor-Temperatur aus („CPU core temperature“).

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