Peer-to-Peer-Netze
P2P-Software
Wahrscheinlich der am weitesten verbreitete Client für das eD2k-Netzwerk heißt Emule. Das Programm ist Open Source und damit sicher frei von Spyware und anderen unerwünschten und versteckten Funktionen.
Einrichten: Die Installation ist unkompliziert, denn ein Assistent leitet Sie durch die wichtigsten Konfigurationsschritte. Es ist empfehlenswert, dabei gleich die Option "Automatisch verbinden beim Start" zu wählen. Sie können die Funktion aber auch später über "Optionen, Verbindung" aktivieren oder den Kontakt zum Server über die Schaltfläche "Verbinden" aufbauen. Danach sollten die beiden Pfeile rechts unten in der Statuszeile durch die Farbe Grün signalisieren, dass eine eingehende Verbindung durch die Firewall möglich war. Wenn nicht, sollten Sie im Menü auf "Optionen, Verbindung" gehen und die hier gewählten Ports mit den in der Firewall geöffneten vergleichen und bei Bedarf ändern.
Dateien freigeben: So lange Sie Dateien herunterladen, können auch andere P2P-Teilnehmer auf diese zugreifen. Sobald der Download vollständig ist, können Sie die Dateien aus dem Download-Ordner entfernen, der standardmäßig freigegeben ist. Es ist auch möglich, andere Verzeichnisse auf der Festplatte freizugeben. Das empfiehlt sich aber aus Gründen der Übersichtlichkeit und Sicherheit nicht.
Stärken und Schwächen: In der Regel dauert es einige Zeit, bis sich ein Tauschpartner findet und der Dateitransfer anläuft. Pro Partner liegt die Transferrate meist bei nur etwa 5 KB/s. Bei einer ausreichenden Anzahl von Anbietern und/oder mehreren gleichzeitigen Downloads ist aber durchaus die maximale DSL-Geschwindigkeit zu erreichen. Allerdings sollte Emule dafür dauerhaft laufen. Auf jede Unterbrechung folgt eine längere Wartezeit bis zur Neuaufnahme des Downloads. Dafür ist das Angebot bei Emule aber vergleichsweise groß - es finden sich auch weniger aktuelle Inhalte im Angebot-, und die Suche liefert schnell Ergebnisse.
In der aktuellen Version mit dem Namen Vuze stellen die Programmierer die Stärken von Bit Torrent beim Download sehr großer Videodateien in der Vordergrund. Das Open-Source-Programm präsentiert sich auf den ersten Blick als Download-Angebot für HD-Videos. Sie finden hier vor allem kostenlose und werbefinanzierte Musik-Clips und Film-Trailer. Daneben lässt sich Vuze - wie schon der Vorgänger Azureus - auch als ganz normaler Bit-Torrent-Client einsetzen.
Einrichten: Vuze benötigt eine Java-Laufzeitumgebung ab Version 1.5, die Sie zuerst installieren sollten. Ist Java noch nicht vorhanden, bietet der Vuze-Installer automatisch den Download einschließlich der Installation an. Nach dem ersten Start nehmen Sie die Grundkonfiguration über "Tools, Konfigurationsassistent" vor. Dabei geben Sie auch die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung an, etwa "ADSL/Kable xxx/256 kbps". Diese Einstellung bestimmt unter anderem die maximale Upload-Geschwindigkeit und die Anzahl gleichzeitiger Downloads. Sie haben außerdem die Möglichkeit, den TCP-Port für eingehende Verbindungen festzulegen und die Konfiguration zu testen. Jetzt ist Vuze einsatzbereit. Unter "Anzeigetafel" können Sie im Angebot unter Video und Audio stöbern. Wenn Sie mit der Maus über ein Vorschaubild fahren, erscheint die Schaltfläche "Download". Nach einem Klick darauf müssen Sie nur noch den Speicherort mit "OK" bestätigen. Einen detaillierten Überblick über die laufenden Downloads erhalten Sie via "Ansicht, Fortgeschritten, Meine Torrents".
Stärken und Schwächen: Die Download-Geschwindigkeit liegt bei Azureus in der Regel deutlich höher als bei Emule, und nach einem Abbruch des Transfers nimmt das Programm den Download schnell wieder auf. Voraussetzung dafür ist, dass sich genügend Tauschpartner finden und der Tracker-Server zuverlässig erreichbar ist. Durch die fehlende Suchfunktion ist Vuze gegenüber Emule im Nachteil. Die Integration in den Browser ermöglicht jedoch einen einfachen Aufruf des Programms, ähnlich wie bei einem Download-Manager.



