Outdoor-Tablet-PCs

Tablets für den harten Geschäftsalltag

Samstag, 28.07.2012 | 07:07 von Oliver Schonschek
Outdoor-Tablets sind für raue Umgebungen geschaffen (hier ein Motion F5v Tablet PC).
Vergrößern Outdoor-Tablets sind für raue Umgebungen geschaffen (hier ein Motion F5v Tablet PC).
© Motion Computing
Hart im Nehmen: Business-Tablets, die besonders häufig im Freien verwendet werden, haben es mit erschwerten Umwelteinflüssen zu tun. PC-Welt verrät, auf was Sie achten sollten.
Die Marktforscher von etracker gingen der Frage nach wie mobil das iPad wirklich ist. Die Erhebung der Analysten offenbarte, dass Tablet-PCs meist in den eigenen vier Wänden verwendet werden. Dabei eignen sich Tablet-PCs durchaus auch für den Geschäftsalltag und können von ihrer Mobilität im Außeneinsatz profitieren.

Outdoor-Tablet-PCs sind besonders für Vor-Ort-Einsätze geeignet. Es spielt keine Rolle, ob die Geräte für die Inventur im Lager, für das Prüfen von technischen Anlagen auf dem Messestand oder auf ständig wechselnden Baustellen eingesetzt werden. Die mobilen Begleiter sind äußert robust und halten einiges aus.

IT-Nutzer, die im Freien arbeiten, haben oft mit wechselnden Umgebungsbedingungen zu tun. Plötzlicher Lichteinfall oder ein schlagartig einsetzender Regenschauer erschweren die Arbeit im Freien zusätzlich. Spezielle Outdoor-Tablet-PCs kommen mit solchen Veränderungen zurecht und überstehen Stürze beispielsweise von der Rückbank des Autos unbeschadet.

Tablet-PCs für den Outdoor-Einsatz sind teuer. Der Android-Tablet-Rechner Panasonic ToughpadFZ-A1 soll in der Standard-Version rund 850 Euro (netto) kosten. Die 3G-Variante soll für 999 Euro (netto) erhältlich sein. Der mobile Begleiter Motion F5vTablet PC mit Windows 7 Professionell geht je nach Version und Anbieter zwischen 2.300 und 3.700 Euro über die Ladentheke.

Hohe Anforderungen an das Display

Wechselnde Lichtverhältnisse erschweren die Arbeit im Freien. Vor allem Reflexionen auf dem Display erschweren die Bedienung der mobilen Geräte. Spiegelende Monitore, wie beispielsweise im Apple iPad verbaut, sind nur eingeschränkt bei entsprechendem Lichteinfall verwendbar.

Tablet-PCs wie das TwinheadDurabook T7M besitzen spezielle Bildschirme. Diese sind mit einer besonderen Oberfläche gegen Lichtreflexionen ausgestattet. Des Weiteren sind diese lichtstark. Dem Panasonic Toughpad FZ-A1 wurde daher ein Umgebungslichtsensor zur Anpassung der Bildschirmhelligkeit spendiert und das Display mit einer Blendschutz-Beschichtung versehen. Im Motion F5v wurde dagegen ein ViewAnywhere Display mit einem hellen LED-Backlight verbaut.

Obwohl mobile Begleiter mit Lichtreflexionen zu kämpfen haben, sind nicht in allen standardmäßig sonnentaugliche Displays verbaut. Teilweise wird das Gerät optional mit einem speziellen Display angeboten. Dies ist zum Beispiel beim Algiz 8 von Handheld Germany und beim GetacE100:Getac E100 der Fall. Eine günstigere Alternative stellt eine Blendschutz-Folie dar. Diese kann als Zubehör erworben werden - eignet sich aber nicht für einen Dauereinsatz im Freien.

IP-Klassifizierung  von Gehäusen

Outdoor-Tablet-PCs müssen robust sein. Regen und Staub sollten ihnen nichts anhaben. Wie gut die Geräte den Umwelteinflüssen trotzen, gibt die IP-Klassifizierung (Ingress Protection, Schutz gegen Eindringen) an. Die erste Kennziffer der Klassifizierung gibt Auskunft über den Staubschutz und die zweite gibt an wie gut das Gerät gegen Wasser geschützt ist.

Das CL900SlateMate von Motion Computing besitzt einen IP52 Schutz und das Panasonic Toughpad FZ-A1 eine IP65-Zertifizierung. Flüssigkeiten und Staub können dem Tablet-PC von Panasonic weniger anhaben als dem Gerät von Motion Computing. Der Unterschied bei Flüssigkeiten ist aber nicht sonderlich groß.

Eine preiswerte Alternative für Anwender, die ihren Tablet-PC selten Regen aussetzen, stellen wasserdichte Schutzhüllen dar.

Samstag, 28.07.2012 | 07:07 von Oliver Schonschek
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