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GPSies - Freizeittouren über das Internet planen

28.08.2013 | 12:01 Uhr |

Viele Outdoor-Freunde besitzen einen GPS-Gerät und planen ihre Touren am PC. Doch dafür braucht man keine teuren Karten: So nutzen Sie das Gratis-Portal GPSies.

GPSies.com gehört für Freizeitenthusiasten zu den Bookmark-Empfehlungen schlechthin. Von anderen Outdoor-Tourenportalen wie EveryTrail , Trails.com oder Outdooractive hebt sich GPSies mit buchstäblicher Leichtigkeit ab. Während die übrigen Websites mit ausführlichen Routenbeschreibungen, vielen Bildern, redaktionellen und nutzergenerierten Inhalten fast wie Outdoor-Reiseführer wirken, konzentriert sich GPSies voll und ganz auf die Kartendarstellung und Routenplanung. Dabei bleibt die Website besonders übersichtlich und leicht zu handhaben.
 
GPSies Outdoor-Routenplanung leicht gemacht: So geht‘s
Und das kann GPSies: Einerseits lassen sich Wanderungen, Radtouren und andere Freizeitaktivitäten direkt im Browser planen, mit anderen Nutzern teilen und auf GPS-Empfänger überspielen. Andererseits kann GPSies Tracks verarbeiten. Als Tracks werden per GPS-Empfänger aufgezeichnete Strecken bezeichnet, denen man später per GPS-Gerät wieder folgen kann. Schließlich bietet GPSies einen Konverter für mehr als zwei Dutzend Dateiformate, wodurch es sich praktisch mit jeder GPS-Hardware und Software nutzen lässt.

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Zunächst empfehlen wir, dass Sie sich als Nutzer von GPSies registrieren, um alle Funktionen des Portals nutzen zu können. Routen lassen sich zwar auch ohne Anmeldung erstellen, allerdings nicht speichern. Nutzerregistrierung und die Verwendung von GPSies sind kostenlos – Paypal-Spenden sind vom Betreiber natürlich willkommen. Sobald Sie sich beim Portal registriert haben und eingeloggt sind, können Sie Ihre erste Route am PC planen. Nehmen wir als Beispiel eine kurze Rundwanderung von nicht ganz acht Kilometer Länge. Die Bildergalerie zeigt jeden Schritt im Detail.

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Klicken Sie auf „Strecke erstellen“ und wählen Sie auf der Karte zunächst grob den Bereich aus, in dem die neue Route liegen soll. Dazu können Sie zum Beispiel einen Ortsnamen ins Suchfeld oberhalb der Karte eingeben. Haben Sie den richtigen Kartenbereich gefunden, zoomen Sie soweit in die Karte hinein, dass die Maßstabsskala unten links „200 m“ anzeigt. In dieser Ansicht sehen Sie bereits viele Details, ohne den Überblick über die Gesamtlage der Karte zu verlieren. Während der weiteren Routenplanung sollten Sie je nach Bedarf weiter hinein- oder auch herauszoomen, um Wegepunkte optimal festzulegen.

Setzen Sie nun noch Häkchen vor die Optionen „Wegen folgen“ und „Fußweg“. Damit orientiert sich GPSies am Wegenetz, anstatt die Luftlinie zwischen Wegepunkten zu wählen. Dann klicken Sie erstmals in die Karte, also an die Stelle, an der Sie die Wanderung beginnen möchten. Klicken Sie auf die nächstgelegene markante Stelle der Wanderung, zum Beispiel die nächste Kreuzung. Das Portal zeichnet das erste Wegstück ein. Folgen Sie weiter diesem Prinzip, um die gesamte Tour zu planen. Sollten Sie einen Wegepunkt falsch gesetzt haben, klicken Sie einfach auf „Rückgängig“.

Viele Fahrrad-Navis bieten inzwischen eine Routenplanung im Gerät. Außerdem lassen sich Tracks aus Online-Portalen wie GPSies auf alle GPS-Geräte übertragen.
Vergrößern Viele Fahrrad-Navis bieten inzwischen eine Routenplanung im Gerät. Außerdem lassen sich Tracks aus Online-Portalen wie GPSies auf alle GPS-Geräte übertragen.
© Mio

Wenn Sie die Route fertig geplant haben, geben Sie ihr eine aussagekräftige Bezeichnung wie den Namen der Strecke und legen die von Ihnen angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit fest – für normal trainierte Wanderer ist 4 km/h eine gute Einstellung. Klicken Sie nun „auf GPSies speichern“, um die Route zu sichern.

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Die neue Route auf das GPS-Gerät übertragen
Nun müssen Sie noch einige Angaben zur neuen Route machen, die für die Einordnung auf GPSies.com wichtig sind. Wählen Sie zunächst aus, ob die Strecke „öffentlich“ oder „nicht öffentlich“ sichtbar sein soll – je nachdem, ob andere Nutzer sie ansehen sollen oder nicht. Für öffentlich sichtbare Routen sollten Sie eine „Beschreibung“ anfertigen. Setzen Sie zudem Häkchen vor die verschiedenen Attribute, mit denen sich die Route besser einordnen lässt, und klicken Sie zum Schluss auf „Speichern“.

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Um eine selbst oder von einem anderen Nutzer geplante Route auf den GPS-Empfänger zu übertragen, suchen Sie zunächst die entsprechende Route aus. Ihre eigenen Routen finden Sie unter „Meine Strecken“ ganz oben rechts auf der Webseite. Andere Touren finden Sie leicht über die Startseite („Home“). Klicken Sie auf der Karte eines der Wolkensymbole mit Lupe an, um in eine Region hinein zu zoomen. Auf diese Weise tasten Sie sich bis zu einer bestimmten Route vor. Sie können aber auch das Suchfeld oben links verwenden, um direkt an einen bestimmten Ort zu springen.

Zum Abschluss der Routenplanung geben Sie der neuen Tour einen aussagekräftigen Namen und legen die Durchschnittsgeschwindigkeit fest, anhand derer GPSies die benötigte Zeit berechnet. Klicken Sie dann auf den "Speichern"-Button.
Vergrößern Zum Abschluss der Routenplanung geben Sie der neuen Tour einen aussagekräftigen Namen und legen die Durchschnittsgeschwindigkeit fest, anhand derer GPSies die benötigte Zeit berechnet. Klicken Sie dann auf den "Speichern"-Button.

Haben Sie eine Route ausgesucht? Prima, dann brauchen Sie nur noch ein passendes Dateiformat für die Weiterverarbeitung auswählen. Klappen Sie das Auswahlfeld „Strecke als“ auf und suchen Sie das richtige Dateiformat aus – zum Beispiel „GPX“ oder „Google Earth KML“, wenn Sie die Route in Google Earth ansehen wollen. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Herunterladen“. Alternativ können Sie die Optionen „Zum Falk GPS senden“ und „Zum Garmin GPS senden“ nutzen, falls Sie eines dieser Geräte besitzen. Über passende Plugins landen die Routen direkt auf dem GPS-Gerät.
 
OpenStreetMaps und Co: Die richtige Kartenwahl
Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Über das Ebenen-Symbol am rechten Kartenrand lässt sich wählen, welche Karte als Grundlage für die Routenplanung dienen soll. Als Standard ist „Mapquest“ aktiviert, das ist der Standard-Kartenstil der freien Weltkarte OpenStreetMap (OSM). Je nachdem, welche Art von Route Sie planen möchten, könnte ein anderer Kartenstil geeigneter sein. Für Wanderungen ist zum Beispiel die HikeBikeMap empfehlenswert, für Radtouren eignet sich meistens gut die OpenCycleMap . Falls nötig, lässt sich sogar Google Maps als Kartenhintergrund aktivieren, zum Beispiel zur Routenplanung für die nächste Tour mit dem Auto.

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