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Geotagging

10.12.2009 | 16:13 Uhr |

Mittels Geotagging können Sie und Ihre Freunde nachsehen, an welchen Punkten der Erde Ihre Fotos entstanden sind. Immer mehr Programme und Portale nutzen die Daten über den exakten Aufnahmeort.

Wenn Ihre Bilder über Geodaten verfügen, können Sie sich die Aufnahmeorte anzeigen lassen, an denen Sie die Fotos geschossen haben. Zudem gibt es im Netz Portale, die eine Karte mit den Bildern, etwa eines Urlaubs, zeigen. Beim Geotaggen versehen Sie Bilder, Filme oder anderen Daten mit geografischen Koordinaten. Auf diese Weise lässt sich etwa einem Bild ein Längen- und Breitengrad sowie optional eine Höhe über Normalnull zuweisen. Bilder mit derartigen Informationen anzureichern ist verhältnismäßig einfach: Die Exif-Spezifikationen bieten bereits Felder für die Eingabe solcher Daten. Alle Fotos, die Sie mit einer halbwegs aktuellen Digitalkamera geschossen haben, lassen sich nachträglich mit den Geodaten erweitern. Es gibt erste Kameras, die die Ortsangaben automatisch über ein internes GPS-Modul bei der Aufnahme erfassen. Das ist der Idealfall, allerdings sind solche Kameras wie die Nikon Coolpix P6000 derzeit noch teuer.

Ortskoordinaten können Sie auch manuell eintragen
Vergrößern Ortskoordinaten können Sie auch manuell eintragen
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Daten loggen
Deutlich günstiger kommen Sie mit einem GPS-Datenlogger weg: Das kleine Zusatzgerät sammelt unterwegs kontinuierlich GPS-Daten, die Sie später mit den Fotos verknüpfen können. Dafür müssen Sie zwischen 60 und 100 Euro investieren. Ein Datenlogger ist nicht an ein bestimmtes Kameramodell gebunden. Er lässt sich auch mit mehreren Kameras verwenden und nach einem Kamerawechsel weiternutzen. Anhand von Datum und Uhrzeit werden die Ortsinfos des Datenloggers am Rechner mit dem Fotos zusammengefügt. Besonders trickreich arbeitet der Datenlogger von ATP Photofinder Mini für rund 100 Euro: Das kleine Kästchen mit eingebautem Akku befestigen Sie über einen Karabinerhaken unterwegs am Hosenbund oder an der Jacke. Nach dem Einschalten zeichnet es automatisch die per Satellit ermittelten Positionsdaten auf. Zu Hause angekommen übertragen Sie die Geodaten ganz einfach auf die geknipsten Fotos. Dazu nehmen Sie die Speicherkarte aus der Kamera, stecken sie in den Photofinder und warten, bis das Gerät die Bilddateien auf der Speicherkarte ergänzt hat. Auch Handys bieten zunehmend einen GPS-Empfang und können mit der Telefonkamera geschossene Bilder mit dem Aufnahmeort verknüpfen. Mobile Navigationsgeräte, vor allem solche aus dem Outdoor-Sektor wie Garmin Etrex und Magellan Explorist, bieten ebenfalls eine Trackaufzeichnung der GPS-Daten an. Manuell eintragen können Sie die Ortskoordinaten mit der Freeware Geosetter , mit der Freeware GPS Photo sowie mit dem Gratis-Tool Picasa . Damit Sie dieses Georeferenzierungs-Funktion in Picasa verwenden können, benötigen Sie zusätzlich die aktuellste Version von Google Earth .

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