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Ordnung mit Desktop-Manager

In der Regel besteht kein Mangel an Speicher, gleichzeitig zahlreiche Anwendungen und Fenster geöffnet zu haben. Eine andere Sache ist es, für Übersicht auf dem Monitor zu sorgen. Die Windows-Mittel der Taskleiste, die Tasks anzuzeigen, sprich: die Fenster anzuordnen und zu minimieren, reichen nicht, um eine saubere Fensterverwaltung zu leisten. Es gibt für diese Aufgabe eine Reihe von einfachen bis komplexen Desktop-Managern. Wir stellen Ihnen diese Lösungen vor.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

In der Regel besteht kein Mangel an Speicher, gleichzeitig zahlreiche Anwendungen und Fenster geöffnet zu haben. Eine andere Sache ist es, für Übersicht auf dem Monitor zu sorgen. Die Windows-Mittel der Taskleiste, die Tasks anzuzeigen, sprich: die Fenster anzuordnen und zu minimieren, reichen nicht, um eine saubere Fensterverwaltung zu leisten.

Lösung:

Es gibt für diese Aufgabe eine Reihe von einfachen bis komplexen Desktop-Managern. Die ausgefeilten und kostenpflichtigen Programme sehen für jeden einzelnen Desktop eigene Icons, eine eigene Auflösung und Taskleiste vor. Wir beschränken uns hier auf einfachere und kostenlose Lösungen, die technisch gesehen nur eine Fensterverwaltung betreiben - es gibt also eigentlich nur einen Desktop: Die Tools suggerieren verschiedene Desktops, indem sie nicht zugehörige Fenster unsichtbar schalten. Für einen aufgeräumten Büro- oder Home-PC genügt das völlig.

Powertoy für Windows XP:

Ist das Microsoft-Tool Virtual Desktop Manager installiert, findet sich nach einem Rechtsklick auf die Taskleiste unter "Symbolleisten" der neue Eintrag "Desktop Manager". Wenn Sie ihn aktivieren, können Sie ihn per Rechtsklick auf die Leiste oder einen der fünf Knöpfe konfigurieren. Wichtig ist "Configure Shortcut Keys": Vergeben Sie etwa <Win>-<Num1>, (<1> auf dem Ziffernblock) und so weiter, um mit diesen Hotkeys die Desktops zu wechseln. Vier Desktops stehen zur Verfügung. Ein individuelles Hintergrund-Bitmap für jeden Desktop richten Sie über "Configure Desktop Images" ein.

Nvidia Desktop Manager:

Alle Grafikkarten der Geforce-Serie bringen standardmäßig einen Desktop-Manager mit. Diese Zubehör-Software aktivieren und konfigurieren Sie über "Systemsteuerung, NVIDIA nView Desktop-Manager". Auf der Registerkarte "Desktops" legen Sie mit "Hinzufügen" jeweils einen weiteren Desktop an. Auf die alternativen Desktops greifen Sie entweder über die Option "Taskleisten-Statussymbol anzeigen" zu oder - oft besser - auf der Registerkarte "Fenster" über "Systemmenüs für Anwendung mit nView-Optionen erweitern". Mit dieser Einstellung erhalten alle Datei-Objekte die zusätzlichen Kontextmenüs "nView-Desktops" und "nView-Einstellungen". Damit schalten Sie schnell zu einem anderen Desktop um. Zur besseren Übersicht lässt sich für jeden Desktop ein eigener Hintergrund einstellen.

Virtua Win und weitere Desktop-Manager:

Auch für Benutzer von Windows 98, ME und 2000 ohne Geforce-Karte gibt es Alternativen. Die besseren sind fast alle kostenpflichtig, etwa :Cool Desk 3.86 . Vom Einsatz der Freeware Microdesk ist abzuraten, weil sie vermutlich Spyware enthält und weil es erhebliche Probleme beim De-Installieren gibt.

Eine sehr gute Freeware ist hingegen das schlanke :Virtua Win , das bis zu neun Desktops besser verwaltet als manche Shareware. Die genaue Zahl bestimmen Sie über die Registerkarte "Misc" im Konfigurationsdialog. Voreingestellt sind vier ("2 by 2"), was meist ausreicht. Auf der Registerkarte "Hotkeys" definieren Sie die Tastenkombination, mit der Sie zum jeweiligen Desktop wechseln. Standardmäßig ist unter "Mouse" der "Mouse Support" aktiviert. Wenn Sie also den Mauszeiger über den Desktop-Rand ziehen, führt das automatisch zum benachbarten Desktop - sofern vorhanden. Diese Option ist gewöhnungsbedürftig. Falls Sie sie benutzen wollen, sollten Sie im selben Dialog "Use key control" aktivieren und eine Zusatztaste wie "CTRL" einstellen. Dann wandert die Maus nur in den benachbarten Desktop, wenn Sie gleichzeitig diese Taste drücken. Die Freeware produziert beim ersten Aufruf immer eine Meldung über eine fehlende Konfigurationsdatei, die Sie einfach mit "OK" quittieren.

XP
Groupbar
Auch Microsoft ist sich dessen bewusst, dass auf dem Windows-Desktop einfach nie genug Platz ist. Aus den Forschungslabor der Redmonder stammt das Tool "Groupbar". Mit dem Tool wollen die Forscher neue Wege vorstellen, wie Anwender mit vielen geöffneten Fenstern umgehen können. Wir stellen Ihnen Groupbar in :dieser PC-WELT Nachricht vor.

2000, XP, 2003
Der rechte Link
Ein normaler Link, den Sie beispielsweise über einen Rechtsklick auf eine freie Desktop-Stelle und dann mit "Neu, Verknüpfung" anlegen, unterscheidet sich grundlegend von einem Hardlink. Bei einer Verknüpfung handelt sich um einen eigenen Dateityp, der nicht direkt auf den Datenbereich der Zieldatei verlinkt, sondern nur auf die Datei. Sie ist also ein Zeiger auf den Zeiger. Wird die Datei gelöscht, verschoben oder umbenannt, ist die Verknüpfung wirkungslos. Wird der Inhalt der Zieldatei verändert, bleibt der Link in jedem Fall trotzdem mit dem aktuellen Inhalt verknüpft.

XP
Hilfloser Start
Wenn Sie den Eintrag "Hilfe und Support" aus dem Startmenü entfernen möchten, starten Sie Regedit und öffnen Sie den Schlüssel "Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\ CurrentVersion\Explorer\Advanced". Geben Sie hier dem DWORD-Eintrag "Start_ShowHelp" den Wert "0", und starten Sie neu. Diese Einstellung bezieht sich lediglich auf das Startmenü in der XP-Ansicht, das klassische Startmenü wird nicht verändert.


XP
Shared Desktop
Microsofts Powertoy "Virtual Desktop Manager" bietet die Option "Shared Desktops" an. Ist sie aktiviert, teilen sich alle Desktops eine gemeinsame Taskleiste mit allen Tasks. Andernfalls zeigt jeder Desktop in der Taskleiste nur seine aktuellen Tasks an. Wenn Sie nichts zu verstecken haben, ist es besser "Shared Desktops" aktiv zu schalten: Die Option ermöglicht es, Tasks aus einem Desktop zum anderen zu übernehmen. Außerdem kann das Tool dann auf das zeitraubende Verbergen der Taskleisten-Fenster verzichten.

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