Das Ziel (Win 98, ME, 2000, XP): Zur Abteilung Schwertransport gehört der Umzug des Ordners „Programme“ auf jeden Fall. Dieser Ordner ist der Standard-Speicherort bei der Installation von Anwendungen und beherbergt zudem systemnahe Anwendungen wie den Internet Explorer, den Windows Media Player und Outlook Express.
Weil Windows permanent auf diesen Ordner zugreift, kann man ihn nicht verschieben, während das System läuft. Falls es trotzdem gelingen sollte, können Sie Ihr System aufgrund der zahlreichen zerbrochenen Verweise darauf in der Registry nicht mehr sinnvoll einsetzen.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Sattelschlepper sicher zum gewünschten Ort manövrieren, ohne dass dabei seine Funktionalität verloren geht. Den Windows-Führerschein Klasse 2 setzen wir dabei aber voraus.
Der Weg: Wir verschieben den Ordner in mehreren Schritten. Zunächst starten Sie den Rechner im abgesicherten Modus. Weiter geht es mit unserem Tool pcwProgramRemap.EXE. Nach dem Aufruf liest es den aktuellen Pfad des „Programme“-Ordners aus der Registry ein.
In der unteren Zeile geben Sie den neuen Zielpfad an. Mit einem Klick auf „Verschieben“ starten Sie den Prozess. Zuerst exportiert das Tool die gesamte Registry im Ascii-Format. In der exportierten Datei sucht es dann Zeile für Zeile nach der bisherigen Pfadangabe des Ordners und ersetzt diese jeweils durch den neuen Pfad. Diese Änderungen schreibt es in die neue REG-Datei C:\REPLACE. REG. Ebenfalls im Hauptverzeichnis von C: legt pcwProgramRemap als Backup die Datei BACKUP.REG ab, mit der Sie später – falls nötig – die Änderungen rückgängig machen können. Bevor unser Tool die Veränderungen in die Registry schreibt, fragt es noch einmal nach. Profis haben also die Gelegenheit, noch einen prüfenden Blick in die Datei REPLACE.REG zu werfen. Nachdem Sie dem Einlesen zugestimmt haben, wird der Inhalt des „Programme“- Ordners in den neuen Zielordner kopiert und die REPLACE.REG in die Registry importiert.
Wenn das Tool abgelaufen ist, starten Sie den PC neu und wechseln sofort wieder in den abgesicherten Modus. Löschen Sie jetzt den alten Ordner „Programme“, und aktualisieren Sie die Ziel- und Arbeitsverzeichnisse Ihrer Verknüpfungen. Sie können dazu entweder die Links einzeln aufrufen und die automatische Suchfunktion von Windows den neuen Speicherort der Dateien ermitteln lassen. Oder Sie wählen im Kontextmenü der einzelnen Links jeweils die Eigenschaften und geben den neuen Pfad in den Zeilen „Ziel:“ und „Ausführen in:“ ein. Nach dem nächsten Neustart ist der Umzug abgeschlossen.
Wir haben das Tool zwar ausführlich getestet – doch bei so massiven Eingriffen kann dennoch mal etwas schief gehen. Deshalb haben wir eine Backup-Möglichkeit eingeplant. Im Notfall starten Sie wieder den abgesicherten Modus, rufen Regedit auf und öffnen den Schlüssel „Hkey_ Local_Machine\Software\Microsoft\Win dows\CurrentVersion\“. Ersetzen Sie in den Werten der Zeichenfolgen „Program- FilesDir“ und „CommonFilesDir“ den Pfad zum neuen „Programme“-Ordner wieder durch den alten. Danach rufen Sie die vom Tool erstellte Datei C:\BACKUP.REG auf und kopieren den Inhalt des neuen „Programme“-Ordners zurück an die ursprüngliche Stelle. Nach einem Neustart müssen Sie wieder den abgesicherten Modus starten und dort den nun nicht mehr benötigten neuen Programme-Ordner löschen. Nach dem nächsten Neustart ist alles beim Alten.
Hinweis: Einige Anwendungen, zum Beispiel Microsoft Office, kommen trotz der globalen Anpassung nicht gleich mit dem neuen Standort zurecht. Office meldet sich deshalb und fordert die Installations-CD zur Aktualisierung einiger Pfade an. Das Verschieben kann je nach Umfang der Registry und des Programme-Ordners übrigens eine halbe Stunde dauern.
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