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Optimal einsetzen

Anforderung

Zeitaufwand

Problem: Wenn Sie mit mehreren Anwendungen parallel arbeiten, greift Windows ständig auf die Festplatte zu, und das System wird deutlich langsamer.

Lösung: Die Geschwindigkeit, mit der Windows auf den virtuellen Speicher zugreift, hängt von der Leistung des Festplatten-Controllers und der Festplatte in Ihrem Rechner ab. In jedem Fall ist der Zugriff jedoch deutlich langsamer als bei physikalischem Speicher. Der Einbau von zusätzlichem Speicher ist daher immer die beste Lösung. Es gibt jedoch einen Trick, mit dem sich der Datentransfer von und zur Festplatte beschleunigen läßt.In einem System mit zwei Festplatten können Sie die Auslagerungsdatei auf die schnellere Festplatte mit den wenigsten Dateizugriffen legen. Optimal ist eine Platte, auf der nur Anwendungsprogramme gespeichert sind. Windows kann dann häufig benutzte Daten für das Betriebssystem von der einen und die Auslagerungsdatei von der anderen Platte lesen. Da das System auf beide Platten abwechselnd zugreift, erhöht sich die daraus resultierende Transferrate.Um den Speicherort der Auslagerungsdatei zu verändern, führen Sie folgende Schritte aus:1. Klicken Sie in der Systemsteuerung auf das Icon "System" sowie auf der Registerkarte "Leistungsmerkmale" auf die Schaltfläche "Virtueller Arbeitsspeicher".2. Wählen Sie die Option "Es gelten benutzerdefinierte Einstellungen für den virtuellen Speicher". Wählen Sie dann hinter "Festplatte" den Laufwerksbuchstaben Ihrer schnellen Festplatte aus.3. Den Wert für "Minimum" ermitteln Sie am besten, indem Sie sich die Größe der Datei WIN386.SWP anschauen, nachdem Sie einige Anwendungen gestartet haben. Bewährt hat sich ein Minimum, das der doppelten Größe des physikalischen Speichers entspricht. Bei 8 MB ist das also ein Minimum von 16 MB. Als "Maximum" sollten Sie die Angabe "Kein Maximum" belassen.

Auch wenn Sie nur eine Festplatte besitzen, können Sie Ihr System optimieren. Hier ist es sinnvoll, eine zweite Partition anzulegen, auf der Sie nur die Auslagerungsdatei unterbringen. Die Transferrate bleibt dabei natürlich gleich, weil die Daten ja von derselben Platte gelesen werden. Der Vorteil liegt hier darin, daß Windows die Auslagerungsdatei in einem Stück auf die wenig fragmentierte Partition schreibt.

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