31.07.2008, 11:39

Hans-Christian Dirscherl

Google Earth & Co

Openstreetmap, Stadtplandienst.de, Map24.de und Microsoft Research Worldwide Telescope

Openstreetmap.org ist ein spannendes Mitmach-Projekt der Open-Source-Szene. Jeder Interessierte kann zum weiteren Ausbau von Openstreetmap beitragen. Das Kartenmaterial und die damit verbundenen Daten sind für jeden Nutzer frei verfügbar. Lizenzprobleme gibt es also nicht.
Die Daten für Openstreetmap werden entweder von Hand eingegeben oder automatisch erfasst, wobei dann ein GPS-Empfänger zum Einsatz kommt. In der Praxis sieht das dann so aus, dass ein ehrenamtlicher Mitarbeiter von Openstreetmap einen GPS-Empfänger bei sich hat, wenn er sich über die Lande bewegt. Die damit gewonnenen Geo-Daten werden dann auf den Openstreetmap-Server hochgeladen. Die Daten können dann weiter bearbeitet und schließlich der Community zur Verfügung gestellt werden.
Openstreetmap kann wie gehabt im Browser genutzt werden. Linux-, Windows- und MacOS-Anwender können auch mit der in KDE 4.1 integrierten Client-Anwendung Marble auf das Kartenmaterial von Openstreetmap zugreifen. Marble lässt sich unter Linux aber keineswegs nur im Zusammenspiel mit KDE nutzen, sondern kann auch problemlos mit Gnome eingesetzt werden. Wenn Sie Marble auf Ihrem Linux-System installieren wollen, nutzen Sie dafür am besten die Paketverwaltung Ihrer Linux-Distribution.
Bei Marble bekommt man dann ebenfalls eine Globusansicht präsentiert. Einschränkend muss man allerdings sagen, dass die Qualität des Kartenmaterials von Openstreetmap nicht annähernd an die von Google Maps herankommt. Zumindest noch nicht. Speziell in dünn besiedelten Gebieten Deutschland gibt es noch fast weiße Flecken. Wer also speziell unter Linux die Erde gründlich erkunden möchte, wird wohl doch zu Google Earth greifen müssen.
Die Karten von Openstreetmap lassen sich mit der Javascript-Bibliothek OpenLayours ebenfalls in die eigene Website einbinden, Lizenzkosten muss man hier sicher nicht berappen.
Träger von Openstreetmap ist die OpenStreetMap-Foundation. Wer das Projekt finanziell unterstützen will, kann das mit einer Spende an die Non-Profit-Organisation tun.
Weitere Online-Kartendienste
Der Klassiker Stadtplandienst.de lockt den Benutzer mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten. So kann man sich beispielsweise Bushaltestellen anzeigen lassen. Der Kartendienstveteran Map24.de ist ebenfalls nicht zu verachten und bietet eine schnelle und detailreiche Onlinesuche.
Das Microsoft Research Worldwide Telescope wiederum macht aus Ihrem PC ein virtuelles Teleskop.
In unserer Bildergalerie können Sie sich bequem durch alle oben ausführlicher vorgestellten Kartendienste durchklicken:
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