223163

Open Source statt nur Linux

Es ist da und selbstverständlich: Linux. Immer mehr Firmen entscheiden sich für das freie Betriebssystem. Das verschärft den Konkurrenzkampf der Distributoren und Dienstleister.

Von Ludger Schmitz

Mit Microsoft und Oracle haben sich zwei Schwergewichte der IT-Szene zu Linux bekannt und versuchen mit aller Macht, in den lukrativen Markt mit Linux-Services zu drängen. Oracle hat seine Distribution „Unbreakable-Linux“ Ende Oktober 2006 veröffentlicht und rührt seit dem kräftig die Werbetrommel. Mit mäßigem Erfolg, wie ein Vergleich mit Novell Suse Linux Enterprise Desktop 10 und Fedora Core 6 zeigt: Oracle kam in der ersten 30 Tagen auf rund 9000 Downloads, Novell und Fedora hingegen auf über 300.000.

Doch steckt hinter der Linux-Initiative von Oracle unternehmerisches Kalkül: Denn Oracle bietet auch Support-Services für Red-Hat-Umgebungen an und verlangt dafür nur rund die Hälfte der jährlichen Abogebühren, die Red Hat seinen Kunden in Rechnung stellt. Red-Hat-Enterprise-Linux-Abonnements für Server-Lösungen sind auf einer jährlichen Pro-System-Basis erhältlich.

Es gibt drei Abonnement-Editionen: Basic, Standard und Premium – jede mit unterschiedlichen Support-Stufen und Lieferoptionen. So kostet dann etwa Red Hat Enterprise Linux AS Premium Edition rund 2400 Euro im Jahr. Für Client-Support berechnet Red Hat 170 Euro für die Basic-Edition und 285 Euro für die Standard-Edition. Hinter vorgehaltener Hand gibt es Stimmen, die es durchaus begrüßen würden, wenn Oracle Red Hat dazu bewegen könnte, Mängel im Support des Distributors zu beheben.

0 Kommentare zu diesem Artikel
223163