14.04.2010, 15:23

Wolfgang Herrmann

Open Source

Die besten Tools für Storage-Aufgaben

Speicher-Management, Speicherverwaltung, Netzwerk-Backup, Disk Monitoring, Storage Server - jedes Jahr vergibt die InfoWorld die 'Best of Open Source Software Awards.' Wir stellen die Gewinner im Bereich Storage vor.
Ausgereifte Tools für das Speicher-Management oder Network Attached Storage (NAS) lassen sich viele Hersteller teuer bezahlen. Dabei bietet die Open-Source-Community für eine Vielzahl von Anforderungen kostenfreie Lösungen, die durchaus mit ihren kommerziellen Varianten mithalten können. Experten aus dem InfoWorld Test Center haben die besten Systeme gründlich unter die Lupe genommen und folgende Lösungen ausgezeichnet:
Amanda wurde geschaffen, um unterschiedlichste Datenquellen und Anwendungen in Unternehmen zu sichern. Die Software ist für viele Unix- und Linux-Varianten, aber auch für Windows und Mac OS X verfügbar. Der Datentransfer zwischen verschiedenen Rechnern wird bei Bedarf auch verschlüsselt. Gleiches gilt für Informationen, die bereits auf Platten- oder Bandspeichern abgelegt sind.
Weil Amanda keine proprietären Gerätetreiber verwendet, arbeitet das Programm mit jeder vom Betriebssystem unterstützten Hardware zusammen. Einmal gesicherte Daten lassen sich aufgrund des neutralen Formats auch ohne den Amanda-Client wiederherstellen.
Obwohl die Festplattenkapazitäten ständig größer werden, kosten spezialisierte Datei-Server im Netz (NAS = Network Attached Storage) immer noch viel Geld. Für das untere Leistungssegment bietet sich die Open-Source-Alternative FreeNAS an.
Das System unterstützt unter anderem die Zugriffsmethoden CIFS (Windows-Freigabe), NFS (Unix-Freigabe), rsynch, SSH, iSCSI und FTP. Zusätzlich lässt sich das System per Software-RAID redundant absichern. FreeNAS kann mit mehreren Authentifizierungsmethoden umgehen, darunter Active Directory, NIS und Radius. Das Tool bietet eine grafische Bedienoberfläche und beansprucht weniger als 32 MByte Speicherplatz. Damit passt es bequem auf einen USB-Stick. Unternehmen können das Programm auch in Form einer VMware Applicance nutzen.
Im Büro sind die Daten der Benutzer häufig über zentrale Backup-Lösungen abgesichert. Anders sieht es allerdings bei Mitarbeitern aus, die viel auf Reisen sind. Ihnen verspricht Free Online Backup einen ähnlichen Schutz wie im Firmennetz.
Über ein einfaches Skript identifiziert das Tool die seit dem letzten Backup geänderten Dateien und sendet diese an das Unternehmensnetz. Dort muss der Administrator lediglich einen FTP-Server aufsetzen, der die zu sichernden Daten empfängt und weiterleitet. Solange die mobilen Benutzer online sind, können sie auf diese Weise Datenänderungen sicher hinter der Firewall ablegen.
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