19.05.2011, 12:05

Benjamin Schischka

TAN, mTAN, HBCI – eines davon sollten Sie dringend meiden!

Beim Standard-Online-Banking-Verfahren kommen PIN (Personen-Identifikationsnummern) und TAN (Transaktionsnummern) zum Einsatz. Nach dem Einloggen mit Kontonummer und Online-PIN benötigen Sie für Überweisungen und andere Aufträge eine TAN. Die TAN-Liste wird Ihnen in der Regel von Ihrer Bank postalisch zugeschickt – natürlich getrennt von PIN und Kontonummer. Das Verfahren ist kostengünstig, weshalb es bei den allermeisten Banken gratis angeboten wird. Aber es gilt als relativ unsicher: Jede der TAN von der Liste ist von Anfang an gültig und lässt sich von Dieben missbrauchen.
Besser ist das iTAN-Verfahren: Die Liste der TAN ist durchnummeriert und bei jedem Auftrag fragt die Bank nach einer ausgewählten TAN. Nur diese ist dann gültig. Wechseln Sie, wenn möglich, zum iTAN-Verfahren. Es ist in der Regel ebenfalls kostenfrei.
Als noch sicherer gilt die mTAN. Sie verschickt die TAN als SMS ans Handy des Nutzers. Die mTAN ist dann nur für kurze Zeit und nur für die angeforderte Aktion gültig. Allerdings entstehen dem Kunden beim mTAN-Verfahren für gewöhnlich Kosten. Manche Banken bieten aber eine begrenzte Zahl freier mTANs pro Monat an. Ganz ähnlich wie die mTAN funktioniert übrigens die Smart-TAN. Für die gibt Ihnen Ihre Bank aber einen Schlüsselanhänger mit Display.
Wer für seine Sicherheit etwas mehr zu zahlen bereit ist, kann sich das HBCI-Protokoll (HBCI = Home Banking Computer Interface) einmal näher anschauen. Es setzt einen speziellen Chipkartenleser mit Tastatur für die PIN-Eingabe voraus. Beim HBCI-Verfahren wird jeder Auftrag digital signiert, die eingegebene PIN läuft nicht über den PC. Hacker können sie also nicht abfangen. Ob Ihre Bank HBCI unterstützt, können Sie hier nachgucken. Die wenigsten Banken dürften den Kartenleser kostenlos zur Verfügung stellen – rechnen Sie mit Kosten zwischen wenigstens 40 und 60 Euro. Eventuell fallen noch Kosten für die Homebanking-Software an. Der Nachfolger von HBCI hört auf den Namen FinTS (Financial Transaction Services) – ist aber noch nicht so verbreitet.
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