11.04.2012, 12:59

Peter Stelzel-Morawietz

Online-Videorecorder

TV-Serien im Internet aufnehmen

Online-Videorekorder sind einfach zu bedienen und bequem zu programmieren.

Wieder einmal hat man vergessen, den Festplattenrekorder daheim zu programmieren. Doch damit müssen Sie die Sendung keineswegs verpassen, denn mit einem TV-Recorder im Internet lässt sich der Film auch online speichern.
Online-Videorekorder sind sehr bequem, weil sie sich von jedem Rechner und sogar vom Smartphone aus programmieren und bedienen lassen. Erzählt Ihnen also ein Kollege tagsüber von einer interessanten Sendung, ist diese schnell aus dem elektronischen Programmführer (EPG) für Ihre persönlichen Downloads ausgewählt. Die Aufnahme selbst können Sie dann später daheim herunterladen und ansehen. Einige der Dienste bieten zudem ausländische Sender oder schneiden sogar die Werbung heraus. Insbesondere für Liebhaber von TV-Serien ist der Onlinerecorder interessant, denn schnell ist einmal eine Folge verpasst oder vielleicht gibt es gar die Möglichkeit die kommende Staffel vorab zu sehen, weil sie inh den USA bereits läuft.

Online-Videorecorder ideal als Ergänzung für Heimrecorder

Eine vollwertige Alternative zum Festplattenrekorder sind die Online-Dienste dennoch nicht - zu groß sind die Einschränkungen. Das beginnt bei den rechtlichen Aspekten. Den Fernsehsendern sind die Aufnahmeportale vor allem dann ein Dorn im Auge, wenn sie die Downloads automatisch von den Werbeeinblendungen befreien - und insbesondere Privatsendern leben von Werbung. In der Folge fehlten häufig vor allem RTL und weitere Sender der RTL-Gruppe, weil die TV-Anstalt mit rechtlichen Schritten droht.
Ohnehin dürfen Sie nur solche Sendungen aufzeichnen, deren Aufnahme Sie selbst angestoßen haben. Ansonsten glichen die Videorekorder in der Cloud einer Mediathek, in der jeder alle Inhalte herunterladen kann. Der Dienst OnlineTvRecorder.com (OTR) bedient sich hier des Tricks, dass Sie quasi einen generellen Auftrag zum Aufzeichnen aller Sender geben – so können Sie sich nachträglich auch alle Sendungen ansehen.
Als Kunde eines Online-TV-Rekorders haben Sie nach Ansicht von Juristen mit keinerlei Konsequenzen zu rechnen – selbst dann nicht, wenn wie bei OTR die Aufnahme de facto erst nachträglich gestartet wird. Denn das Urheberrecht stellt nur den Download aus offensichtlich rechtswidrigen Quellen unter Strafe, das aber dürfte hier nicht zutreffen.
Weitere Einschränkungen sind die Bildqualität. Die Streams und Downloads gibt in aller Regel nur in der vollen PAL-Auflösung von 720x576 Bildpunkten. Einzig wieder OTR erlaubt bei einzelnen Sendungen von ARD, ZDF und Arte Aufnahmen in HD. Schließlich werden Sendungen im früheren Format 4:3 bei OTR und Save.TV verzerrt beziehungsweise mit schwarzen Balken versehen, weil die beiden Anbieter die Videos immer im Breitbildformat speichern.
Die rechtlichen Unsicherheiten haben ferner zur Folge, dass zwei der vier großen Anbieter von Cloud-Videorekordern nicht von Deutschland aus agieren. Während man bei OTR (Seychellen) kaum in Vorleistung gehen muss, lockt Bong.TV (Turks- und Caicosinseln) mit 50% Rabatt, wenn man das Jahresabonnement im Voraus bezahlt. Rund 60 Euro sind zwar nicht die Welt, sollte der Dienst aber irgendwann offline gehen, ist das vorausbezahlte Geld aller Wahrscheinlichkeit nach weg.
Speichern in der Cloud: Einfache Bedienung und Programmierung
Die Vorteile der Online-Dienste liegen also vor allem in der einfachen Handhabung über den EPG und der damit verbundenen Bequemlichkeit. Sendungen lassen sich, ein Internetanschluss vorausgesetzt, jederzeit zwischendurch programmieren. Zudem verfügen bis auf Shift.TV alle in der Tabelle unten vorgestellten Online-Videorekorder über eine automatische Aufnahmefunktion. Hier lassen sich beispielsweise Serien oder sämtliche Filme mit einem bestimmten Schauspieler vorab programmieren.
OTR glänzt mit einer riesigen Senderauswahl, darunter zwei Dutzend Stationen aus den USA und Großbritannien. Wer auf die ausländischen Inhalte verzichten kann, ist mit Save.TV gut bedient. Dieser Anbieter mit Sitz in Deutschland offeriert ein gutes Gesamtpaket, darunter werbefreie Aufnahmen und eine Streaming-Option in voller Qualität. Aufpassen müssen Sie bei Save.TV allerdings, wenn Sie ein Probeabo abschließen: Das verwandelt sich automatisch in den XL-Tarif für knapp 120 Euro pro Jahr, wenn Sie nicht innerhalb der 14tägigen Probezeit kündigen. Einen ausführlichen Test der Online-Videorekorder lesen Sie hier.
Bong.TV OTR Save.TV Shift.TV
Senderangebot Öffentlich-rechtlich (mit Dritten Programmen) Ca. 20 Ca. 20 Ca. 20 Ca. 12
Senderangebot Privatsender Ca. 10 (kein RTL) Ca. 14 und viele ausländische Sender Ca. 13 (Kein RTL) Ca. 5 (Kein RTL)
Handy-Apps iOS, Android, Blackberry, Symbian iOS, Android iOS, Android -
Smart-TV Smart TV (Samsung), Video Web Leanback-Oberfläche - -
Aufnahmekapazität 25 GByte (75 GByte im Plus-Abo) Keine Beschränkung 50 Stunden Unbegrenzt
Automatische Aufnahmen Serien Serien und gesamtes Programm Serien und Schauspieler -
Werbung herausschneiden Nein Teilweise Ja Nein
Kostenloses Probeabo 7 Tage, endet automatisch Unbegrenzt, Einschränkungen beim Download 14 Tage, Kündigung erforderlich! Unbegrenzt, 2 Stunden Aufnahmekapazität
Monatliche Gebühren Ab 4,99 Euro 60 Cent Grundgebühr, plus 10 bis 40 Cent pro Film Ab 4,99 Euro Ab 4,99 Euro
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