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Online-Shops: Stimmen die Preisangaben?

24.06.2006 | 08:35 Uhr |

Online-Shops können abgemahnt werden, wenn die Preisangaben nicht vollständig sind - etwa wenn der Hinweis auf Umsatzsteuer und Versandkosten fehlt.

Onlineshops werden immer häufiger wegen fehlendem Hinweis auf Umsatzsteuer und Versandkosten abgemahnt. Erst kürzlich hat eine Berliner Kanzlei eine größere Abmahnaktion gestartet. Vermutlich, so Rechtsanwältin Sabine Heukroth-Bauer ( www.legalershop.de ), wurden mehrere hundert Shops angeschrieben. Auch wenn es sich dabei wohl um Rechtsmissbrauch handelt, sollten Händler zur Sicherheit ihre Preisangaben prüfen.

Richtet sich das Angebot eines Shops an Endverbraucher, dürfen die Waren nach § 1 Abs. 1 Preisangabenverordnung (PAngV) ausschließlich mit Bruttopreisen ausgezeichnet werden. Zudem verlangt § 1 Abs. 2 PAngV den Hinweis, dass der Preis die Umsatzsteuer enthält und ob zusätzlich Liefer- und Versandkosten anfallen. Unklar ist jedoch, ob beispielsweise ein Verweis vom Preis auf einen Hinweis am unteren Rand der Seite mit "alle Preise inklusive MwSt und zzgl. Versandkosten" ausreicht. Wer sicher gehen will, zeichnet jeden Artikel mit dem Bruttopreis aus und setzt den Hinweis „inkl. Mehrwertsteuer zzgl. xxx Euro Versandkosten“ direkt dahinter. Sind Versandkosten variabel, kann man über das Wort „Versandkosten“ auch auf eine Datei verlinken, in der die Konditionen detailliert aufgelistet sind.

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