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Spotify - Musik gratis und ungehindert streamen

21.05.2012 | 09:33 Uhr |

Sind die Tage der Musik-CD endgültig gezählt? Mit dem Streaming-Dienst Spotify stehen Millionen von Musiktiteln gratis zur Verfügung. Sogar im Einklang mit der GEMA.

Mit Spotify haben Sie Zugriff auf eine riesige Datenbank mit über 16 Millionen Titeln. Statt von CD oder Festplatte rufen Sie Ihre Lieblingslieder damit allerdings online auf. So können Sie einzelne Alben und Titel bequem mit Freunden teilen, in übersichtlichen Playlisten organisieren und alles in der Cloud ablegen. Auf diese Weise haben Sie Ihren Lieblings-Sound immer dabei. Ihre bevorzugten Musikstücke, Genres und Künstler sortieren Sie übersichtlich in Playlisten, die von überall her abrufbar sind. Was Sie mit Spotify noch alles anstellen können und warum der Dienst gratis ist, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Gratis und legal?

Um Spotify nutzen zu können, benötigen Sie ein webfähiges Gerät – egal, ob Rechner oder Smartphone & Co. Mit dem PC lässt sich der Musikdienst gratis nutzen, Sie müssen dann allerdings mit Werbeeinblendungen leben. Alternativ bietet das schwedische Unternehmen zwei kostenpflichtige und werbefreie Modelle mit unterschiedlichen Leistungen an. Um auch mobil Musik zu streamen, müssen Sie mit knapp zehn Euro im Monat rechnen. Anders als Youtube und Grooveshark befindet sich Spotify derzeit in Verhandlungen mit der GEMA und möchte so auch auf lizenzrechtlicher Ebene in Deutschland nachhaltig Fuß fassen.

Das Finanzierungsmodell von Spotify ist an sich nicht neu. Bisher hat sich die Musik- und Filmindustrie mit ähnlichen Modellen aber schwer getan. Aus diesem Grund wurde die Eröffnung des Musik-Streaming-Dienstes vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) auch begrüßt. Dort hofft man, dass diese Bezahlmechanismen für mehr Umsatz sorgen – zumindest seitens einer bestimmten Nutzergruppe. Nach Angaben der Musikindustrie laden sich über drei Millionen Menschen in Deutschland illegal Musik aus dem Netz herunter. 75 Prozent davon würden überhaupt kein Geld mehr für Musik ausgeben. Spotify könnte es also endlich gelingen, Lizenzrechte über die Bezahlmechanismen des Internets abzurechnen – und das im Einklang mit der GEMA und der Musikindustrie.

Spotify und Co.: Musikdienste im Web machen Downloads überflüssig

Wie erwartet, finden Sie das „Menü“ auf der linken oberen Seite. Dort verwalten Sie auch Ihre Musik und die Spotify-Apps. Rechts sehen Sie die Aktivitäten anderer Nutzer. Mit einem Klick auf einen Nutzer haben Sie Zugriff auf seine veröffentlichten Playlisten. Im mittleren Fenster werden Ihnen die entsprechenden Inhalte aus dem gewählten Menü angezeigt. Hier sehen Sie die Titel einer Playliste.
Vergrößern Wie erwartet, finden Sie das „Menü“ auf der linken oberen Seite. Dort verwalten Sie auch Ihre Musik und die Spotify-Apps. Rechts sehen Sie die Aktivitäten anderer Nutzer. Mit einem Klick auf einen Nutzer haben Sie Zugriff auf seine veröffentlichten Playlisten. Im mittleren Fenster werden Ihnen die entsprechenden Inhalte aus dem gewählten Menü angezeigt. Hier sehen Sie die Titel einer Playliste.

In unserem Test erscheint Werbung in Form kurzer Spots zwischen den Musikstücken. Wird der Player einige Minuten nicht bedient, taucht eine großflächige Einblendung auf, in der neue Alben vorgestellt werden. Nach einem Klick verschwindet die Anzeige wieder und ist nur noch am unteren Rand zu sehen. Wer seine Musik lieber werbefrei nutzen möchte, muss mindestens 4,90 Euro im Monat bezahlen. Dafür erhalten Sie Zugang zum Spotify Radio, und der eigene Account lässt sich auch im Ausland ohne Einschränkungen nutzen. In der Gratis-Version ist das derzeit nur maximal 14 Tage möglich. Dann müssen Sie sich mindestens einmal in Ihrem Heimatland einloggen, um Zugang zur Gratis-Version zu erhalten.

Musik to go

Wer auch unterwegs über das iPhone, Smartphone und Tablet auf seinen Spotify-Account zugreifen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Premium-Paket gibt es für 9,99 Euro im Monat. Neben der mobilen und werbefreien Nutzung freuen sich Musikliebhaber damit auch über eine solide Klangqualität von bis zu 320 KBit/s. Ausgewählte Playlisten lassen sich auch offline abspielen. Zudem erhalten Premium-User Zugriff auf exklusive Inhalte, wie beispielsweise noch unveröffentlichte Alben.

Download: Spotify-App für das iPad

Effizienter Musik-Stream

Um Spotify optimal zu nutzen, wird eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 256 KBit/s empfohlen. Im Test werden Titel nahezu verzögerungsfrei angespielt, und auch das Hin- und Herspringen innerhalb einzelner Stücke erfolgt zügig. Möglich macht das eine Kombination aus Server-basiertem Streaming und dem Einsatz der sogenannten Peer-to-Peer-Technologie, kurz P2P. Dabei wird nicht mehr nur ausschließlich auf eine zentrale Datenbank zugegriffen, wie es bei Server-basierten Diensten der Fall ist. Alle PCs, die einem Peer-to-Peer-Netzwerk zugewiesen sind, arbeiten gleichermaßen als Client und Server. Die einzelnen User „helfen“ sich so quasi untereinander, was den Datenaustausch stark beschleunigt.

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