Smartphone

Online-Banking-Apps für Android und iPhone

Mittwoch den 16.11.2011 um 10:00 Uhr

von Arne Arnold

Online-Banking-Apps funktionieren wie bei Banking-Programmen für den PC nicht automatisch mit jedem Bankinstitut. Bevor Sie eine App kaufen, sollten Sie sich auf der Internetseite des Herstellers (Tabelle auf Seite 1) informieren, ob Ihre Bank und das von Ihnen genutzte TAN-Verfahren unterstützt werden.

So nutzen Sie die Online-Banking-Apps

Nach der Installation der App müssen Sie zunächst ein Passwort festlegen und dann Ihr Konto per Bankleitzahl und Kontonummer eingeben. Eine Kontoabfrage funktioniert in der Regel mit der PIN, die Sie auch fürs Online-Banking per Internet-Browser nutzen. Wollen Sie auch Überweisungen erledigen, müssen Sie noch das TAN-Verfahren in der App einstellen. Das klappt nicht immer reibungslos. Im Test ließ sich etwa in der App iOutbank das SmartTAN-Verfahren für die Postbank nicht aktivieren, obwohl es laut Programmierer explizit unterstützt wird.

Nach den Erfahrungen der Tester kann das Online-Banking per App absolut problemlos laufen. In Einzelfällen tauchen aber durchaus Schwierigkeiten auf. Das belegen auch die FAQ-Seiten der App-Hersteller, auf denen teilweise langwierige Konfigurationsanweisungen zu lesen sind. Die Gründe dafür liegen meist in geänderten Sicherheitsverfahren bei den Banken. Hat das der App-Programmierer zunächst nicht mitbekommen, funktioniert der Kontenabruf nicht mehr. Sollte das bei Ihnen mal der Fall sein, empfiehlt sich als Erstes ein Blick auf die Internetseite der App und dann gegebenenfalls eine Mail an den Support.

S-Banking erlaubt den Kontenabruf und weitere
Funktionen.
Vergrößern S-Banking erlaubt den Kontenabruf und weitere Funktionen.

Online-Banking-Apps für Android

Nutzer von Smartphones mit Android können auf die Online-Banking-Apps des Herstellers Starfinanz zurückgreifen. Empfehlenswert ist die Version S-Banking . Sie erlaubt den Kontenabruf, Überweisungen und einige weitere Funktionen.

Wer sich zusätzliche Komfortfunktionen wünscht, etwa das Autovervollständigen der Bankleitzahl, für den gibt es die 3,99 Euro teure Variante Starmoney. Diese unterstützt auch den nicht empfohlenen Empfang der smsTAN auf demselben Gerät.

Die App Starmoney, hier in der Version für
Android.
Vergrößern Die App Starmoney, hier in der Version für Android.

Einige Banken bieten ihren Kunden eine eigene Gratis-Apps an, etwa die Volks- und Raiffeisenbanken. Diese funktionieren dann nur mit der entsprechenden Bank. Kunden der Stadtsparkassen erhalten die App S-Finanzstatus kostenlos, die übrigens mit der empfehlenswerten App S-Banking identisch ist.

Konten-Ansicht (links) und grafische Auswertung von
iControl (rechts).
Vergrößern Konten-Ansicht (links) und grafische Auswertung von iControl (rechts).

Online-Banking-Apps für das iPhone

Der Hersteller Starfinanz bietet seine Apps nicht nur für Android, sondern auch fürs iPhone an: S-Banking gibt’s für 79 Cent und Starmoney für 3,99 Euro. Doch die Auswahl beim iPhone ist etwas größer als bei Android. Interessant sind etwa noch die Apps von stoeger it: iOutbank Lite , das kostenlos Zugriff auf ein Konto erlaubt, und iOutbank Pro für satte 6,99 Euro. Die Pro-Version unterstützt beliebig viele Konten. Anders als bei Starmoney lassen sich Transaktionen keinen Kategorien zuordnen. Auslandsüberweisungen sind ebenfalls nicht möglich. Dafür verwaltet die App Empfängerdaten sehr übersichtlich. Überweisungsvorlagen lassen sich ebenfalls gut verwalten. Schließlich bietet sich noch die App iControl (5,66 Euro) an. Sie bietet nicht nur EU-Überweisungen, sondern auch eine kleine Budget-Verwaltung inklusive grafischer Darstellung von Ein- und Ausgaben. Wer darauf beim Online-Banking am Smartphone Wert legt, ist mit iControl am besten beraten.

Darauf sollten Sie bei allen Online- Banking-Apps achten

Prüfen Sie, ob die App auch dann nach Ihrem Passwort fragt, wenn Sie, statt die App zu beenden, das Handy in den Standby-Modus geschickt haben. Im Test war das etwa bei S-Finanzstatus unter Android nicht der Fall.

Mittwoch den 16.11.2011 um 10:00 Uhr

von Arne Arnold

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
1165853