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Technik-Guide für Peking-Reisende

18.07.2008 | 08:48 Uhr |

Die olympischen Spiele 2008 stehen vor der Tür, die Sportler sind vorbereitet und Fans und Medientross zählen die Tage bis zur Eröffnungsfeier, die am 8.8. um exakt 20:08 Uhr beginnen wird. Wenn auch Sie nach China reisen, sollten Sie sich unseren Technik-Guide für Olympia 2008 zu Gemüte führen, damit Sie aus IT-Sicht bestens vorbereitet sind, nicht den Anschluss verlieren und wissen, wo Sie die besten Technik-Schnäppchen finden.

In China prallen Welten aufeinander: Einerseits ist das Land der größte Markt für Internet- und Handy-Unternehmen und seine Universitäten verlassen Jahr für Jahr Top-Entwickler, andererseits kann man Peking in Sachen Internet- und Telekom-Diensten nicht mit Nachbarn wie Tokio, Seoul oder Hong Kong vergleichen. Dies beginnt bei der Verfügbarkeit von 3G und setzt sich bei den Internet-Zugängen fort. So werden diese zensiert und sind bei weitem langsamer als in den genannten Städten. So beträgt die Maximalgeschwindigkeit des schnellsten ADSL-Anschlusses für Privatkunden 2 Mbit/s und wird von China Netcom angeboten. In der Regel werden mit diesem Anschluss aber nur Geschwindigkeiten von unter 1 Mbit/s erreicht. Damit Sie als Tourist oder Berichterstatter bei den olympischen Spielen 2008 in Sachen Technik top vorbereitet sind, hat unser IDG-Korrespondent für Tokio, Steven Schwankert, die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

Basiswissen
Die Stromspannung beträgt 220V, Wechselstrom 50Hz. Grundsätzlich kommt es in Peking bei der Stromversorgung kaum zu Ausfällen, sicherheitshalber sollten Sie aber entsprechende Vorkehrungen treffen, etwa den Notebook-Akku möglichst aufgeladen halten und einen Ersatz bereithalten. Alle Stromstecker sind zwei- und dreipolig, ähnlich zu den Modellen in Nordamerika und England. Entsprechende Adapter können vor Ort in größeren Geschäften gekauft werden.

Die größte Schwierigkeit für Besucher dürfte allerdings die Sprache sein. Zwar lernen chinesische Kinder in der Schule mehrere Jahre lang Englisch, allerdings mit Fokus auf das Lesen und Schreiben und nicht auf das Sprechen und Verstehen der englischen Sprache. Der durchschnittliche Taxi-Fahrer oder Restaurant-Angestellte spricht nur wenig bis kein Englisch. Möchten Sie also sicher und schnell ans Ziel kommen, empfiehlt es sich bei Taxi-Fahrten unbedingt, den Zielort auf Chinesisch parat zu haben, beispielsweise auf einem Zettel. Darüber hinaus gibt es Spezial-Bücher wie beispielsweise das Mandarin Phrasebook , in dem englische Begriffe mit den entsprechenden chinesischen Symbolen enthalten sind.

Anschluss finden - Handys und Internet
Das chinesische Handy-Netz basiert noch auf 2G GSM. Die meisten Dual-, Tri- oder Quad-Band-Geräte können also genutzt werden, vorausgesetzt, Ihr Mobilfunk-Provider hat einen Roaming-Vertrag mit China Mobile oder China Unicom. Blackberry-Dienste werden in China unterstützt. Um sicher zu gehen, sollten Sie sich bei Ihrem jeweiligen Provider vergewissern, ob Sie in China uneingeschränkt mobil telefonieren oder per Blackberry Mails empfangen können.

GPRS steht offiziell nur für chinesische Bürger als Post-Paid-Vertrag zur Verfügung. Sie können allerdings versuchen, über eine chinesische Außenstelle Ihrer Firma (sofern vorhanden) einen solchen Vertrag zu bekommen oder einen chinesischen Freund bitten, einen solchen Vertrag abzuschließen, sollten Sie unbedingt GPRS benötigen. In jedem Fall ist dies allerdings recht umständlich. 3G (UMTS) ist bislang in China noch nicht kommerziell verfügbar.

Besitzer eines Sim-lock-freien Handys können sich Roaminggebühren sparen, indem sie sich vor Ort eine Prepaid-SIM-Karte kaufen. Entsprechende Angebote gibt es von China Mobile und China Unicom und die Karten kosten umgerechnet gerade mal 2,80 Euro. Erhältlich sind die Karten entweder über die Läden der Mobilfunkunternehmen, sie werden aber auch bei Zeitschriftenhändlern oder kleinen Geschäften in Nebenstraßen angeboten. Aufgefüllt werden die Karten mit wahlweise 50 oder 100 Yuan, was umgerechnet 4,60 beziehungsweise 9,20 Euro entspricht. Und sollten Sie noch kein Handy haben: die einfachsten Modelle kosten vor Ort gerade mal 26 Euro. Anwender, die lieber ein normales Telefon, Skype oder andere PC-Telefondienste nutzen möchten, können so genannte IP-Telefonkarten erwerben. Diese gibt es ab 10 bis 100 Yuan.

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