Sozusagen das Gegenstück zur perfekten Backup-Strategie ist das richtige Löschen von Daten. Denn es ist keinesfalls ausreichend, wenn man eine Datei in den Papierkorb von Windows schiebt. Die Daten sind danach solange noch vorhanden und lassen sich rekonstruieren, bis sie per Zufall durch neue Daten überschrieben werden. Selbst das Formatieren der Festplatte kann sich als unzureichend herausstellen und zwar dann, wenn man die Option Schnellformatieren gewählt hat.
Wenn Sie Ihre Daten also dauerhaft vernichten wollen, dann müssen Sie zu speziellen Lösch-Werkzeugen greifen. Solche Software bezeichnet man als Schredder. Dabei müssen Sie keineswegs zu kostenpflichtigen Vertretern greifen, auch in der Freeware-Ecke gibt es brauchbare und zuverlässige Datenschredder wie CCleaner oder Eraser. Diese Tools überschreiben die Sektoren auf der Festplatte mehrfach mit wechselnden Bit-Mustern. Sie können dabei einstellen, wie viele Löschvorgänge ausgeführt werden sollen. Nach 35 Überschreibvorgängen sind Ihre Daten nach heutigem Stand der Technik unwiderruflich verloren.
Sofern Sie Ihre Festplatte nicht verkaufen möchten, sollten Sie ganz zum Schluss noch das Werkzeug Ihrer Wahl zur Hand nehmen. Schutzbrille und -kleidung an und auf geht’s mit dem Vorschlaghammer. Feinfühlige Menschen machen magnetische Festplatten und andere Datenträger vorher noch mit einem Elektromagneten untauglich (klappt nicht bei SSDs und anderen Flashspeichern).
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