Für die teamorientierte Nutzung von Office 2007 steht eine neue Sharepoint-Technik bereit, die vollständig auf ASP.NET und dem .NET-Framework 3.0 basiert. Die bisherige Trennung in die kostenlosen Sharepoint-Services für die grundlegenden Funktionen Dokumentverwaltung, Web-Seiten-Erstellung etc. und den kostenpflichtigen Microsoft Office Sharepoint Server (MOSS) für erweiterte Features bleibt allerdings erhalten. Letzterer stellt in der Version 2007 unter anderem die neuen Excel-Services zur Verfügung, die das Laden und Berechnen von Excel-Tabellen sowie das Rendering von Diagrammen auf Servern ermöglichen.
Ein Web-basierendes Interface erlaubt hier Excel-Tabellen in einem Browser darzustellen, während ein Web-Service die Programmierschnittstelle bildet. Der ebenfalls neue Sharepoint Designer ist das wichtigste Entwicklungswerkzeug für Sharepoint 2007. Das separat erhältliche und rund 400 Euro teure Tool erlaubt anders als Frontpage etwa das direkte Öffnen eines Sharepoint-Web über die Angabe der URL. Der Entwickler muss also nicht mehr wissen, ob die beteiligten Seiten lokal, auf einem anderen Rechner oder in einer Datenbank gespeichert sind.
Über die Definition von Master-Pages ist es möglich, Designelemente an viele Webseiten zu vererben und den Aufwand für nachträgliche Änderungen damit drastisch zu reduzieren. Zudem eignet sich der Sharepoint Designer dazu, Workflows für Urlaubsanträge, Unterschriftenlisten oder Freigaben zu definieren. Das funktioniert ganz ohne Code, indem man sich den Ablauf aus vorhandenen Aktivitäten zusammenklickt und die notwendigen Parameter jeweils im Dialog bestimmt. Dank der Vereinfachung lässt sich die Workflow-Definition jetzt auch an erfahrene Anwender übertragen. Den Entwickler und Visual Studio braucht es in diesem Szenario nur noch, wenn das Arsenal der mitgelieferten Aktivitäten erweitert werden muss.
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