1645556

Die besten Kartendienste für den Smartphone-Browser (mit Galerie)

17.12.2012 | 09:39 Uhr |

Nicht nur Apple-Nutzer, die von der neuen Karten-App in iOS 6 enttäuscht sind, können unterwegs zu alternativen Kartenanbietern im Webbrowser greifen. Auch für Android- und Windows Phone-Nutzer bieten Browser-basierte Kartendiente viele Vorteile aufgrund ihrer Spezialisierungen. Wir stellen die besten Kartendienste und Routenplaner für den Browser auf mobilen Geräten vor (mit Screenshot-Galerie). Auch PC- und Notebook-Besitzer finden mit unserem Vergleich den für sie richtigen Kartendienst.

Dieser Vergleich zeigt, was den Kartennutzer auf dem Smartphone erwartet, wenn er einen Kartendienst im Browser unterwegs benutzt. Wir haben uns die wichtigsten Online-Kartendienst-Anbieter im mobilen Webbrowser angesehen und verglichen. Mit dabei: Apples bisheriger Kartenlieferant, nämlich Google Maps. Das freie Wiki-Karten-Projekt OpenStreetMap (OSM) und der engagierte Neueinsteiger aus Finnland: Nokia Here. Dazu noch kurz betrachtet Microsoft mit Bing Maps sowie der “PND-Pionier” TomTom.

Hinweis: Soweit die genannten Vorteile und Nachteile sich nicht auf die spezifische Bildschirmgröße eines Smartphones beziehen, gelten unsere Testergebnisse natürlich auch für die Benutzung von Openstreetmap, Google Maps und Nokia Here im Browser auf dem Notebook und auf dem Desktop-Rechner.

Google Maps: Der Platzhirsch

Wenn von Online-Karten die Rede ist, denken die meisten Internetnutzer sofort an Google Maps . Die Karten-Abteilung ist sehr breit aufgestellt und von hoher Qualität. Die Angebote reichen von der einfachen Straßenkarte über Routingvorschläge bis hin zum Street View-Projekt.

Die übersichtliche ÖPNV-Karte von Nokia in der Mitte, die Google-Karte ist links abgebildet und die OSM-Karte mit den meisten Informationen auf der rechten Seite des Screenshots.
Vergrößern Die übersichtliche ÖPNV-Karte von Nokia in der Mitte, die Google-Karte ist links abgebildet und die OSM-Karte mit den meisten Informationen auf der rechten Seite des Screenshots.

Nokia Here: Der Neueinsteiger

Ganz neu auf dem Markt ist Nokia nicht. Bereits im Jahr 2007 kam einer der besten digitalen Kartenanbieter zu Nokia: Die Finnen kauften den US-Kartenanbieter NAVTEQ mit seinen Straßenkarten in nahezu weltweiter Abdeckung.

Nokia Here bietet für unterwegs Karten in vier unterschiedlichen Geschmacksrichtungen an. Straßenkarte, Satellitenkarte, Öffentlicher Verkehr und eine Karte mit Live-Verkehrsdaten. Für letztere lässt sich noch genauer definieren, welche Ereignisse angezeigt werden sollen. Auf dem Desktop stehen neben den verschiedenen Karten auch ein 3D-Modus für einige Städte bereit. In Deutschland wird aktuell nur Berlin in 3D angeboten.

Staumeldungen und Verkehrslage am PC empfangen

OpenStreetMap: Der Freie

Jetzt denken Sie vielleicht: “Die anderen Karten kosten doch auch nichts.” Ja und Nein. Sie dürfen alle (Web-)Angebote in engen Grenzen kostenlos nutzen. Beim OpenSource-Projekt OSM können Sie auch die zugrunde liegenden Daten nutzen und damit eigene Services betreiben. Etwa ein eigenes Navigationssystem bauen und gegen Bezahlung vertreiben (wie beispielsweise Skobbler).

Karten aus OpenStreetMap-Daten gibt es auf verschiedenen Seiten. Es kommt immer darauf an, was man möchte und welches Kartenbild man bevorzugt. Für diesen Test wurde hauptsächlich die Karte “OSM deutscher Stil” von openstreetmap.de verwendet. Mobil ist diese Seite sehr gut nutzbar. Die Suche glänzt mit vielen Treffern. Berücksichtigt werden nicht nur Adressen, sondern auch Sonderziele und Gebiete, wie etwa Landschaften. Die ÖPNV-Karte ist mit Bahn, Tram und Buslinien sehr detailliert, was in Ballungsräumen aber schnell unübersichtlich werden kann.

In der folgenden Screenshotgalerie stellen wir Ihnen die Vorteile und Nachteile der einzelnen Online-Kartendienste anhand ausgewählter Beispiele detailliert vor:

Microsoft Bing: Der Unterschätzte

Im Wettstreit der Giganten wird einer häufig vergessen - Bing Maps . Das Angebot ist vergleichbar mit dem von Google. Trotzdem bleibt Bing meist im Schatten. Bing steht als Straßenkarte, Luftansicht und Vogelperspektive zur Verfügung. Insgesamt wirkt die Straßenkarte recht farblos. Und die Vogelperspektive liefert unkonventionelle Ansichten. 

TomTom: Der Traffic-Spezialist

TomTom ist seit 2007 im Besitz des Kartenspezialisten Tele Atlas und kann so auf ein gutes Datenmaterial zurückgreifen. Hervorzuheben ist die verkehrslageabhängige Navigation, wozu Bewegungsdaten analysiert und bei der Routenplanung berücksichtigt werden . Diese Informationen stehen auch online auf der Karte zur Verfügung . Aufgrund der fehlenden mobilen Version sind die Routenberechnung und die Bedienung der Karte im Browser auf kleinen, mobilen Bildschirmen bei TomTom aber äußerst unbefriedigend.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1645556