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OLED-TV - atemberaubende Bildqualität dank teurer Display-Technik

22.08.2015 | 09:01 Uhr |

Was sind OLED-Fernseher? Und wie funktionieren sie? Das erklären wir in diesem Beitrag und nennen die Vor- und Nachteile.

Herkömmliche Flachbild-Fernseher bestehen vereinfacht gesagt aus zwei Schichten: Vorne sitzt das Flüssigkristall-Display, das das Bild erzeugt. Es besitzt keine Leuchtkraft, daher sitzt dahinter eine die Hintergrundbeleuchtung. Bei älteren Geräten kommen hierfür Leuchtstoffröhren zum Einsatz, bei neueren weiße Leuchtdioden (LEDs), die wesentlich dünner und stromsparender sind.

So funktioniert ein OLED-TV

OLED steht für organische Leuchtdioden. Hier erzeugen die LEDs selber das Bild, daher ist keine Hintergrundbeleuchtung nötig. Das funktioniert, weil es möglich geworden ist, Leuchtdioden so weit zu miniaturisieren, dass jeder Bildpixel durch drei OLEDs in den Grundfarben Rot, Grün Blau repräsentiert wird, durch die sich eine beliebige Farbe mischen lässt.

Die Vor- und Nachteile eines OLED-Fernsehers

Da die Pixel selber leuchten, sind OLED-Displays dünner als solche mit Leuchtstoffröhren- oder LED-Hintergrundbeleuchtung. Außerdem sind sie bei durchschnittlicher Nutzung auch energiesparender. Nur wenn Bildinhalte mit viel Weiß angezeigt werden, verbrauchen sie mehr Strom als andere Displays. Denn um weiße Pixel darzustellen, müssen die roten, grünen und blauen OLEDs, die den entsprechenden Pixeln zugeordnet sind, gleichzeitig leuchten.

Schwarze Bildinhalte verbrauchen andererseits quasi keine Energie, da hierfür die OLEDs ausgeschaltet bleiben. Daraus ergibt sich der weitere Vorteil eines hohen, sehr reinen Schwarzwertes. Außerdem sind Betrachtungswinkel und Kontrastumfang bei OLED-Displays sehr hoch. Damit sind sie prädestiniert für die Wiedergabe von kontrastreichem HDR-Inhalten.

Ein weiterer Vorteil: OLED-Displays sind so dünn und flexibel, dass sie sich problemlos hin- und her biegen lassen. Diese Eigenschaft hat man sich bei der Erfindung von Curved-Geräten zunutze gemacht. Solche gebogenen Fernseher haben wir bereits getestet - etwa den Curved OLED-TV 55EA9707 von LG .

OLEDs haben allerdings auch Nachteile: Ihre Lebensdauer ist deutlich geringer als die von LEDs und der Stromverbrauch bei weißen Inhalten ist wie gesagt höher. Die Produktion ist außerdem teurer, insbesondere bei Displaygrößen wie sie für Fernseher gebraucht werden. Daher kommen OLEDs vornehmlich bei Smartphones und Tablets der Oberklasse zum Einsatz – hauptsächlich bei denen von Samsung. Bei Fernsehern hat sich der Hersteller hingegen vorläufig auf andere Display-Technologien spezialisiert. Neue OLED-Fernseher kommen derzeit überwiegend von LG.

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