Die organischen Leuchtdioden (OLED: Organic Light Emitting Display) gehen vom typischen Zwei-Schichten-Aufbau der TFT+Hintergrundlicht-Anzeigen weg. Das OLED hat eine einzige Schicht aus organischen Substanzen (Polymere oder andere organische Moleküle), die durch Anlegen einer Spannung aufleuchten. Da die Fläche selbst leuchtet, kann auf eine Beleuchtung verzichtet werden. Das spart sehr viel Energie (kaum Abwärme), erhöht die Kontraste und macht die Betrachtungswinkel sehr groß. Der Kontrast ist im Vergleich zu allen LCD-Typen so hoch, weil selbige nur als farbige Filter wirken. Die OLEDs emittieren hingegen selbst farbiges Licht.
Auch im Bereich der Reaktionszeit (engl. response time) hat OLED die Nase vorn, einige Geräte liegen unter 0,001 Millisekunden. Sie sind damit 1000-fach schneller als das aktuell schnellste LCD mit einer Millisekunde. Weil auch Farbfilter und Polarisationsfolien überflüssig sind, kann das Display extrem dünn und sogar auf biegsamen Untergrund aufgebracht werden.
Die Technik hat sich trotz der kostengünstigen Herstellung nur schleppend im Massenmarkt durchsetzen können, denn die Lebensdauer der organischen Leuchtdioden galt lange Zeit als problematisch. So sind die Grundpatente bereits in den 80er Jahren von Kodak niedergeschrieben worden, doch erst 2008 wurden die ersten Fernseher vorgestellt. Noch 2006 war von 17 Jahren Dauerbetrieb unter günstigen Betriebsbedingungen die Rede (mittlere Betriebszeit). Die Industrie hat das Problem aber gelöst und heute ist eine Vielzahl von OLED-Kleingeräten (Smartphones, Kameras) auf dem Markt.
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