1912730

Notebook-Grafik Nvidia Geforce 800M im Technik-Check

12.03.2014 | 17:00 Uhr |

"Die schnellste Mobilgrafik auf dem Planeten" ist laut Nvidia das neue Spitzenmodell Geforce GTX 880M. Wir stellen die gesamte 800M-Baureihe und alle technischen Innovationen wie Battery Boost, GameStream, Geforce Experience und ShadowPlay vor.

Nvidia hat eines der ungelösten Probleme beim mobilen Spielen identifiziert und glaubt mit der neuen Funktion Battery Boost ein Gegenmittel gefunden zu haben: Bei vielen Gaming-Notebooks gehen bei modernen Spielen nach spätestens einer Stunde zocken ohne Netzstrom die Lichter aus. Battery Boost soll die Spielzeit im Idealfall verdoppeln - und dass, ohne große Einbußen bei der Bildqualität.

Herzstück der exklusiv für die neue Geforce-800M-Serie entwickelte Technik ist ein Bildwiederholratenbegrenzer. Der sorgt automatisch dafür, dass ein Spiel immer mit circa 30 Bildern/s wiedergegeben wird. So kann die in Echtzeit arbeitende Automatik die Taktrate und Spannungsversorgung von CPU, Grafikprozessor und Arbeitsspeicher herunterregeln und damit massiv Strom sparen. Daneben passt Battery Boost noch andere Parameter an, etwa bei den Bildqualitätseinstellungen.

Wenn Sie die Funktion aktivieren, läuft Battery Boost mit den von Nvidia definierten optimalen Einstellungen – abgestimmt auf jedes einzelne Spiel. Sie können aber auch manuell individuelle Einstellungen für Battery Boost vorgeben. Dazu gehört nicht nur ein Regler, mit dem Sie die Bildwiederholrate weiter reduzieren oder etwas anheben können.

Battery Boost manuell einstellen
Vergrößern Battery Boost manuell einstellen
© Nvidia

Battery Boost ist im Programmpaket Nvidia Geforce Experience integriert, das in der aktuellen Version 1.8.2 noch weitere Funktionen mitbringt, die jetzt auch für die 800M-Grafikchips sowie die Vorgängerserie verfügbar sind:

Mit Shadowplay  unterstützt Nvidia den "Let's Play"-Trend mit einem cleveren Tool, mit dem sich jederzeit das Spielgeschehen in 1080p-Qualität aufzeichnen lässt. In der Standardeinstellung puffert Shadowplay permanent die letzten 20 Minuten, so dass Sie jederzeit einmalige Spielemomente konservieren können. Im manuellen Modus schalten Sie Shadowplay per Tastendruck wie einen Videorekorder jederzeit an und aus. Zudem unterstützt Shadowplay die Echtzeitübertragung auf der Live-Streaming-Plattform Twitch.

Mit Nvidia Gamestream können Sie über 50 aktuelle Spieletitel vom Notebook auf den Fernseher streamen - sofern Ihr Router die Gamesteam-Technik unterstützt. Natürlich beherrscht auch die neue mobile Grafikprozessor-Baureihe 800M bewährten Nvidia-Techniken wie die dynamischen Taktratenanpassung GPU Boost 2.0 , die Berechnung physikalischer Effekte via PhysX sowie die Hybrid-Power-Technik Optimus .   

Das Tool-Paket Nvidia Geforce Experience ermöglicht in der aktuellen Version Funktionen wie Battery Boost, GameStream und ShadowPlay auch für Notebooks.
Vergrößern Das Tool-Paket Nvidia Geforce Experience ermöglicht in der aktuellen Version Funktionen wie Battery Boost, GameStream und ShadowPlay auch für Notebooks.
© Nvidia

Im Überblick: Slle neuen Grafikprozessoren der 800M-Serie

Bereits Mitte Januar 2014 hat Nvidia heimlich und leise mit dem Geforce 820M den ersten - und leistungsschwächsten - Notebook-Grafikchip der 800M-Serie auf den Markt gebracht. Jetzt folgt die komplette Serie, die gleich sechs neue Varianten umfasst. Gemeinsam ist allen Grafikprozessoren der 28-Nanometer-Fertigungsprozess sowie die bereits oben genannten Funktionen GeForce Experience, GPU Boost 2.0, Optimus und PhysX. Die reinen Gaming-Features wie Battery Boost, GameStream und ShadowPlay sind den vier GTX-Modellen vorbehalten:

Das Spitzenmodell Nvidia GeForce GTX 880M basiert noch auf der inzwischen zwei Jahre alten Kepler-Architektur, die erstmals mit dem Desktop-Grafikprozessor Geforce GTX 680 Premiere feierte. "Die schnellste Mobilgrafik auf dem Planeten" besitzt 1536 MADD-Shader-Einheiten und arbeitet mit 954 MHz. Dem 880M-Grafikprozessor sind über ein 256 Bit breites Speicher-Interface bis zu 4 Gigabyte GDRR5-Speicher zur Seite gestellt, die mit einer Datenfrequenz von 2500 MHz laufen.

Nvidia Geforce GTX 880M
Vergrößern Nvidia Geforce GTX 880M
© Nvidia

An zweiter Stelle rangiert der Nvidia GeForce GTX 870M , ebenfalls ein Kepler-Grafikprozessor. Die mobile GPU greift auf 1344 Shader-Einheiten zurück und läuft mit einer Taktfrequenz von 941 MHz. Der 870M-Grafikprozessor darf über ein 196 Bit breites Speicher-Interface in Notebooks bis zu 3 Gigabyte GDRR5-Speicher adressieren, die mit einer Datenfrequenz von ebenfalls 2500 MHz arbeiten.

Nvidia Geforce GTX 870M
Vergrößern Nvidia Geforce GTX 870M
© Nvidia

Ein Zwitterdasein führt der Nvidia GeForce GTX 860M , den es entweder mit Kepler- oder der brandneuen Maxwell-Architektur gibt. Die Kepler-Version hat 1252 Shader-Einheiten und läuft mit 797 MHz. Die Maxwell-Variante hat 640 Shader-Einheiten, Maxwell Streaming Multiprozessoren genannt, die mit 1029 MHz arbeiten. Beiden 860M-Varianten sind über ein 128 Bit breites Speicher-Interface bis zu 2 Gigabyte GDRR5-Speicher zur Seite gestellt, die auch mit einer Datenfrequenz von 2500 MHz laufen.

Nvidia Geforce GTX 860M
Vergrößern Nvidia Geforce GTX 860M
© Nvidia

Als reinrassiger Maxwell-Spross präsentiert sich der Nvidia GeForce GTX 850M . Die mobile GPU greift ebenfalls auf 640 Shader-Einheiten, zurück allerdings nur mit 876 MHz laufen. Der 850M-Grafikprozessor darf in Notebooks bis zu 2 Gigabyte GDRR5-Speicher über ein 128 Bit breites Speicher-Interface adressieren, die mit einer Datenfrequenz von unverändert 2500 MHz arbeiten.

Nvidia Geforce GTX 850M
Vergrößern Nvidia Geforce GTX 850M
© Nvidia

Für Multimedia-Notebooks von Gelegenheitsspielern sind die beiden Varianten Nvidia GeForce 840M und Nvidia GeForce 830M gedacht. Die beiden Grafikprozessoren haben genug Leistung, um aktuelle Spiele flüssig in Full-HD-Auflösung darzustellen, allerdings mit sichtbaren Abstrichen bei der Bildqualität. In der Regel sind nur mittlere Details bei geringer Kantenglättung drin.
Das Duo basiert auf der Maxwell-Architektur und adressiert über ein 64 Bit breites Speicher-Interface bis zu 2 Gigabyte GDRR3-Speicher. Die Anzahl der "Maxwell Streaming Multiprozessoren" sowie deren Taktfrequenz hat Nvidia noch nicht bekannt gegeben. Der Nvidia GeForce GTX 850M soll aber durchschnittlich 70 Prozent schneller sein als der GeForce 840M, während Letzterer im Mittel 35 Prozent schneller ist als der GeForce 830M.

Nvidia Geforce 830M und 840M
Vergrößern Nvidia Geforce 830M und 840M
© Nvidia

Die voll Spiele-tauglichen GTX-Modelle der Geforce-800M-Serie im Überblick

Grafikchip

GeForce GTX 880M

GeForce GTX 870M

GeForce GTX 860M

GeForce GTX 850M

Architektur

Kepler

Kepler

Kepler oder Maxwell

Maxwell

Fertigungs-Prozess

28 Nanometer

28 Nanometer

28 Nanometer

28 Nanometer

Grafikchiptakt (MHz)

954

941

797 oder 1029

876

Prozessor-Kerne

1536

1344

1152 oder 640

640

GDDR5-Speicher

bis zu 4 GB

bis zu 3 GB

bis zu 2 GB

bis zu 2 GB

Speichertakt (MHz)

2500

2500

2500

2500

Battery Boost

ja

ja

ja

ja

CUDA

ja

ja

ja

ja

GameStream

ja

ja

ja

ja

GeForce Experience

ja

ja

ja

ja

GPU Boost 2.0

ja

ja

ja

ja

Optimus

ja

ja

ja

ja

PhysX

ja

ja

ja

ja

ShadowPlay

ja

ja

ja

ja

SLI

ja

ja

ja

ja








 

0 Kommentare zu diesem Artikel
1912730