Automatischer Cloud-Service

Optimaler Spielespaß mit Nvidia Geforce Experience

Dienstag, 19.06.2012 | 10:10 von Friedrich Stiemer
Fotostrecke Nvidia Geforce Experience
© Nvidia
Nvidia bietet bald die Möglichkeit an, die Grafik-Einstellungen für Spiele am heimischen Rechner über die hauseigene Cloud zu optimieren. Wie genau der Grafik-Hersteller das umsetzt, klären wir in unserem Ratgeber.
Konsolen-Spieler haben es gut: Das Spiel im Laden gekauft und einmal zu Hause eingelegt, schon flutscht es über den Bildschirm - es ist kein Feintuning notwendig, die Games sind bereits auf die jeweilige Konsole optimal eingestellt. Bei PC-Spielern sieht es dagegen ganz anders aus. Kaum ein PC gleicht in seiner technischen Ausstattung dem anderen. Deshalb stellen Games für den PC gewisse Hardware-Voraussetzungen voraus, die ein Computer erfüllen muss, um das Spiel auch wirklich daddeln zu können. Nvidia möchte einen Cloud-Dienst namens Geforce Experience einführen, der sich dem Wirrwarr des Einstellens annimmt und so das Spiel-Erlebnis für jeden Rechner individuell maximieren soll.

Zu viele PCs, zu viele Einstellungen

Spiele bieten (zu) viele Einstellungen an.
Vergrößern Spiele bieten (zu) viele Einstellungen an.

Grob aufgezählt soll es ungefähr 100.000 verschiedene PC-Konfigurationen geben, wenn man nur die CPU, GPU, Monitor-Auflösungen, Betriebssysteme und Treiber-Versionen berücksichtigt. Dadurch ergeben sich auch entsprechend viele Einstellungen. Alleine für das MMO World of Warcraft - Cataclysm gibt es über eine Million verschiedene Kombinationen in den Grafikoptionen.

4 von 5 Spielern meiden die Grafik-Optionen in
PC-Games.
Vergrößern 4 von 5 Spielern meiden die Grafik-Optionen in PC-Games.

Weiterhin hat Nvidia herausgefunden, dass nur rund 18 Prozent aller PC-Gamer ihre Settings optimieren. Im Umkehrschluss nehmen also ganze 82 Prozent der Spieler die voreingestellten Grafikoptionen des Spiels so hin. Abhängig von der Ausstattung des Rechners könnten also einem großen Prozentsatz entweder ein hübscheres Spiel-Erlebnis durch die Lappen gehen oder das ganze Spiel eben unnötig ruckeln. Genau hier soll Geforce Experience Abhilfe schaffen.

Links die optimierte Grafik, rechts die
Default-Einstellungen.
Vergrößern Links die optimierte Grafik, rechts die Default-Einstellungen.

Nvidia Geforce Experience im Detail

Der schematische Ablauf der Grafik-Optimierung.
Vergrößern Der schematische Ablauf der Grafik-Optimierung.

Ein Superrechner in der Cloud von Nvidia erfasst die Soft- und Hardware des jeweiligen Rechners, gleicht die Konfigurationen mit den eigenen gespeicherten Inhalten von Nvidia ab und bestimmt dadurch die optimalen Einstellungen direkt im Spiel. Das Tool überprüft auch, ob es neue Treiberversionen gibt und installiert diese gegebenenfalls. Dabei soll Geforce Experience kein integraler Bestandteil des Nvidia Forceware-Treibers sein - stattdessen gibt es das kleine Tool kostenlos als Download.

Datenschützer könnten jetzt zwar aufhorchen und empört den Finger heben, aber laut dem Hersteller soll das Programm keine personenbezogenen Daten oder gespeicherte Inhalte auf der Festplatte abfragen, sondern nur reine Hardware- und Spiele-Informationen. Diese erhobenen Daten lassen auch nicht auf eine einzelne Person schließen, eine Registrierung mit E-Mail-Adresse oder Name ist ebenfalls nicht nötig.

Hier lassen sich die optimalen Einstellungen
ablesen.
Vergrößern Hier lassen sich die optimalen Einstellungen ablesen.

Seit geraumer Zeit bietet Nvidia einen ähnlichen Service auf der englischen Geforce-Homepage . Der Unterschied besteht jedoch darin, dass Sie Ihre Nvidia-GPU und das betreffende Spiel wählen müssen und Sie die optimalen Settings für jeweils drei Auflösungen angezeigt bekommen - Hand anlegen müssen Sie da schon selbst. Wahlweise können Sie sich Ihre Grafikkarte auch über automatisch über die Webseite identifizieren lassen, wenn Sie sich nicht sicher sind, welche GPU die Grafik-Beschleunigung in Ihrem PC übernimmt. Mit Geforce Experience erfolgt die Optimierung dagegen direkt in den Einstellungen des jeweiligen PC-Spiels.

Dienstag, 19.06.2012 | 10:10 von Friedrich Stiemer
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