Wie bei den Digitalkameras gibt es auch bei Notebooks eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Da sind auf der einen Seite weltweit bekannte Marken wie Acer, Dell, HP und Toshiba. Auf der anderen Seite finden sich viele lokale Anbieter wie Gericom, Maxdata, Medion, Targa, Wortmann und Xeron.
Doch trotz des Größenunterschieds sind auch diese Firmen in der Lage, Notebooks mit aktueller Technik zu einem sehr günstigen Preis anzubieten - in den meisten Fällen sogar deutlich billiger als die Markenanbieter.
Möglich macht das der günstige Einkauf vorgefertigter Notebooks in Taiwan. Der Anbieter klebt noch seinen Namen auf den Deckel und kümmert sich um die Software-Beigaben für den Verkaufskarton - fertig ist das Schnäppchen-Notebook.
Betrachten Sie zum Beispiel die Amilo-D-Serie von Fujitsu-Siemens, die Targa-Notebooks, die Lidl im Frühjahr 2004 verkaufte, und die Hummer-Modelle von Gericom: Diese Notebooks ähneln sich auffällig. Das ist kein Zufall - alle Anbieter haben das Grundmodell in Taiwan eingekauft, bei Uniwill.
Mehr Beispiele gefällig? Spitzenreiter der PC-WELT-Top-Rangliste der Ausgabe 12/2004 war bei den Standard-Notebooks das Asus M6700N mit 1,6-GHz-Prozessor für 1750 Euro. Das gleiche Modell verkaufte Wortmann mit einer 1,7-GHz-CPU und größerer Festplatte als Terra Aura MWS Neon II i9M-1.7 für rund 1950 Euro - und erreichte damit den ersten Platz bei den High-End-Notebooks.
Hier sehen Sie aber, dass Sie besonders bei baugleichen Notebooks nicht nur auf den Preis achten dürfen: Anbieter wie Bullman, Gericom, Maxdata, Wortmann, Xeron und Yakumo kaufen in Taiwan Barebones ein - also das Grundgerüst des Notebooks. Sie bestücken diese dann selbst mit Prozessor, Speicher, Festplatte und optischem Laufwerk. So unterscheiden sich die Notebooks zwar nicht im Aussehen, aber in der Ausstattung und im Preis. Der Vorteil für Sie: eine größere Auswahl.
Sie liebäugeln zum Beispiel mit dem Athlon-64-Notebook Q8M Power 64 XD von Yakumo, hätten aber gerne mehr als 512 MB Arbeitsspeicher und eine größere als die eingebaute 40-GB-Platte? Kein Problem: Xeron bietet das gleiche Modell, das von Mitac stammt, mit maximal 1024 MB RAM und mit einer Festplatte bis zu 100 GB an.
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