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Die besten mobilen Grafikkarten von ATI und Nvidia

05.10.2010 | 15:06 Uhr |

Zocken am Notebook: Welche Grafiklösung braucht der Spiele-Laptop? Ist ATI besser als Nvidia? Wo gibt es die meiste Leistung fürs Geld? Ein Überblick.

Notebook-Gaming wird Mainstrean: PC-Spiele waren über viele Jahre die alleinige Domäne von Desktop-PCs. Hardcore-Zocker sind heute noch der Meinung, dass ein Laptop nicht an die Leistung eines starken PCs und schon gar nicht an dessen Preis-Leistungs-Verhältnis herankommt. Recht haben sie. Ungehindert dessen sind Notebooks heute die PC-Erstausstattung vieler junger Menschen, die auch gern spielen wollen. Die Hersteller haben diesen Trend natürlich erkannt, und so besitzen immer mehr Notebooks eine für das Gaming ausgelegte Grafikkarte. Zum Teil sind es schon Geräte für 500 Euro, die mit kleinen Grafiklösungen wie ATIs Radeon Mobility 5470 oder Nvidias Geforce 310M ausgerüstet sind.
 
Es gibt zwar nur zwei relevante GPU-Hersteller, aber die Modellvielfalt, die ATI (AMD) und Nvidia produzieren, ist gigantisch. Doch das Angebot ist dadurch sehr unübersichtlich, denn zu jeder jährlich neu aufgestellten Serie gehören sieben bis zehn Modelle. Wer sich dieser Tage ein Notebook zum Spielen kaufen möchte, der hat die Qual der Wahl. Dieser Ratgeber erklärt die spieletaugliche Mittel- und Oberklasse bei ATI und Nvidia und stellt die wichtigsten Modelle vor.

Marktübersicht ATI & Nvidia
 ATI konnte sich 2009 und 2010 durch das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis seiner GPUs und sicher auch durch gute Deals mit den OEM-Herstellern deutlich von Nvidia absetzen. Die Zahl der mit ATI-Karten bestückten Notebooks stieg, und die Hersteller von Acer bis Toshiba wurden mit einem hohen Abverkauf belohnt. 2009 war das Jahr der ATI-Mobility-4000-Serie, die DirectX 10.1 unterstützten. Einige Modelle der Serie, wie HD 4550 oder HD 4650, sind auch heute noch in Notebooks zu finden, teilweise mit alter Technik unter anderem Namen (HD 5165, HD 550v).
 
Anfang 2010 ging die ATI-Mobility-5000-Serie mit DirectX-11-Support an den Start. Die Notebook-Hersteller positionierten speziell die beliebte HD 5650 in preislich aggressiv angebotenen Notebooks. Damit hatte die HD 5650 als eine Art Vorzeigemodell ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als das Nvidia-Gegenstück Geforce GT 330M. AMD freut sich also auch 2010 über eine starke Nachfrage seiner GPUs. Jetzt, Ende 2010, steht die Radeon HD 6000 für November auf dem Plan, allerdings vorerst nur für Desktops. Technisch baut der Nachfolger auf der HD 5000 in gleicher 40-Nanometer-Strukturbreite auf. Da wahrscheinlich nur DirectX 11 unterstützt wird, wird es auch für die Mobility-Modelle keine technische Revolution geben.
 
Nvidia löste Anfang 2010 seine Geforce 200M- durch die 300M-Serie ab und lag damit nur ein paar Tage hinter AMD/ATI. Technologisch ist der Hersteller jedoch im Nachteil, denn die GPUs unterstützen immer noch nicht die Spiele-Schnittstelle DirectX 11, sondern nur DirectX 10.1. Notebook-Anbieter positionierten das Mittelklasse-Modell GT 330M in Notebooks über 800 Euro, was zu geringeren Stückzahlen dieser GPU führte. Im Spätsommer 2010 wurde die lang erwartete mobile DirectX-11-400M-Serie öffentlich. Sie ist ein Ableger der Fermi Architektur, welche auch OpenGL 4.0 unterstützt. Notebooks mit den GPUs GT 420M, GT 435M, GT 445M, GTX 460M und GTX 480M werden im Weihnachtsgeschäft 2010 in einigen Notebooks zu haben sein. Käufer müssen sich also auch entscheiden, ob sie auf die 400M-Serie warten.

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